Zum Inhalt springen

Hochzeitsgesellschaft mit Folgen

5
(7)

Chaos im Gasthof und das an meinem freien Tag …

Eigentlich wollte Jonas den Tag mit seinen Freunden verbringen und einen entspannten Samstag verbringen. Dafür muss er jetzt arbeiten und das auch noch unter erschwerten Bedingungen.

JETZT NEU – Erlebt auch die Fortsetzung. Wie ging es nach der Abfur weiter? 

Direkt hier im Browser lesen.

109–163 Minuten
Teil 1 – Wie alles begann

Ein verrückter Tag

Im Sommer in der Gastronomie zu arbeiten, ist meist ein undankbarer Job. Gerade jetzt, wo die regnerischen Tage endlich mal vorüber sind und sich die Sonne zeigt, muss ich arbeiten. Es ist Samstag und normalerweise hätte ich meinen freien Tag und wollte mit meinen Kumpels am Baggersee chillen, doch leider hat sich meine Kollegin mal wieder krankgemeldet und nun musste ich für sie einspringen. Der Anruf meiner Chefin hat mich um halb zehn aus dem Bett geschmissen.

 »Jonas, wir bekommen eine Hochzeitsgesellschaft mit fast 50 Leuten und das packen wir nicht zu zweit. Julia hat mir gerade abgesagt. Hast du bitte Zeit?«

Ich für meinen Teil mag meinen Arbeitsplatz in der kleinen Landgaststätte sehr. Mir macht meine Arbeit dort Spaß und mit meiner Chefin und ihrem Mann hat sich über die Jahre auch eine sehr gute Freundschaft entwickelt, weswegen ich natürlich gerne aushelfe. Hier ist es nicht so abgehoben wie in manchen Nobelbuden. Du kannst mit den Gästen sogar deinen Spaß haben, ohne dass es dir jemand krummnimmt. Die meisten mögen meine lockere Art – mal ein lustiger Spruch, eine kleine Aufmerksamkeit oder sogar ein bisschen Flirten mit den Damen. Sie fühlen sich dabei gut und genießen ihren Aufenthalt bei uns und mein Trinkgeld spricht für sich. Klar hat man auch mal den einen oder anderen Gast, den man am liebsten im Hohen Bogen rausschmeißen würde, aber wo gibt’s das nicht?

Eigentlich war ich noch platt von letzter Nacht und die vier Stunden Schlaf waren eindeutig zu wenig, aber wenn ich es pünktlich schaffen wollte, musste ich jetzt langsam mal aufstehen und mich tageslichttauglich machen. Also ging es ab unter die Dusche und danach gönnte ich mir noch einen Kaffee und eine Zigarette auf dem Balkon. Mit meiner Wohnung im Dachgeschoss war ich sehr zufrieden. Zwar war es im Sommer manchmal nicht zum Aushalten, aber da ich gerne nackt herumlaufe, war ich hier von ungewollten Blicken geschützt. Die Sonne brannte schon jetzt und ein Blick auf das Thermometer verriet mir, dass der Tag echt anstrengend werden würde Wir hatten jetzt schon fast dreißig Grad und nein, bei uns gibt’s keine Klimaanlage, weder bei mir daheim noch in der Gaststätte.

Ich bin froh, dass wir keinen zu strengen Dresscode haben und ich mich den Temperaturen halbwegs anpassend anziehen kann. Mein Outfit für solche Tage besteht immer aus einer schwarzen Dreiviertelhose, welche meinen Hintern gut zur Geltung brachte, einem weißen Tanktop und einem schwarzen, enganliegenden Hemd. Auf Unterwäsche verzichte ich meistens gerne. Später kommt eh noch die Schürze darüber. Nachdem ich mir noch die Haare gemacht hatte, betrachtete ich mich noch kurz im Schlafzimmerspiegel.

Mit meinen 23 Jahren, den stahlblauen Augen, meinen schwarzen kurzen Haaren und dem 3-Tage-Bart konnte ich so einigen Kerlen den Kopf verdrehen. Wobei hier auf dem Land die Auswahl sehr gering war und wenn, suchten sie nur eine schnelle Nummer oder waren absolut nicht mein Fall. Meine 1,87 m Körpergröße, der schmale, sehnige Körperbau und die imposante Beule in der Hose rundeten das Bild ab. Zwar hätte ich schon gerne ein paar definierte Muskeln mehr, aber nach meinen Schichten bin ich zu platt, um noch Sport zu treiben und in meiner Freizeit einfach zu faul. Sonst bin ich sehr zufrieden mit meinem Aussehen.

Mittlerweile war es auch schon nach elf und ich musste mich schleunigst auf den Weg machen. Mit dem Auto waren es nur fünfzehn Minuten zur Arbeit und ich konnte noch alles gemütlich vorbereiten, bis die ersten Gäste kamen. Der Gastraum füllte sich langsam und die ersten Gäste holten sich bei mir ihren Aperitif ab. Da kam eine Dame herein, die, nachdem sie sich bei mir ein Getränk abgeholt hatte, wohl lieber mit mir ein Gespräch führte als mit ihren Bekannten. Sie fragte mich über alles aus. Themen zum Gasthof selbst, aber auch wo ich herkam, wie alt ich war, ob ich das hauptberuflich machte etc. Natürlich blieb ich nett, beantwortete so gut ich konnte alles, was sie wissen wollte und schenkte nebenbei weiter aus. Die Zeit verging wie im Flug und mittlerweile war fast die gesamte Hochzeitsgesellschaft versammelt.

»Hey Mum, belästigst du schon wieder das Personal? Onkel Johann sucht dich für die Familienfotos«, wandte sich hinter mir jemand an die Dame, die sich augenblicklich entschuldigte und in der Menge verschwand.

Als ich mich umdrehte, traf mich der Schlag. Vor mir stand ein wahnsinnig gutaussehender Kerl, vielleicht um die 20, mit braunen kurzen Haaren, hellbraunen freundlichen Augen, einem wahnsinnig charmanten Lächeln und einem schicken Anzug. »Bitte sag mir, dass ihr noch was anderes Alkoholfreies im Angebot habt. Oder gibt es nur den Orangensaft?«, fragte er mich.

»Sicher, Cola, Fanta, Sprite, alles, was du willst«, brachte ich nur hervor.
»Eine Cola würde für den Anfang reichen, aber mach zwei draus, denke, mein Bruder will auch eine.“, meinte er und schenkte mir ein verschmitztes Lächeln.
Also schenkte ich ein, gab sie ihm und schon verschwand er in der Menge.

»Verdammt, ist der sexy. Ich brauche echt mal wieder einen Kerl«, dachte ich mir. Normalerweise bringen mich Gäste nie so aus der Fassung, aber der letzte Sex ist auch schon wieder etwas her und der wäre absolut mein Typ gewesen. Na ja, ich musste die Gedanken beiseiteschieben und weiterarbeiten.

Nachdem alle Gäste sich nun endlich für einen Aperitif entschieden und Platz genommen hatten, konnte ich kurz noch eine rauchen gehen, während meine Chefin die Vorspeisenbestellungen aufnahm. So ging ich schnell zum Hinterausgang raus und konnte kurz die Ruhe genießen. In der Sonne war es kaum auszuhalten und ich spürte, wie mir jetzt schon der Schweiß den Rücken herunterlief. Dabei dachte ich an die Gesellschaft und die Herren in ihren Anzügen. Die müssen doch eingehen. Bei solchen Temperaturen und Anlässen hatten die Frauen mit ihren Sommerkleidern die Nase vorn. Nun gingen meine Gedanken wieder zu dem hübschen Typen von der Bar, denn der sah ohne seinen Anzug bestimmt heiß aus. Mir wurde noch heißer und ich spürte, wie meine Hose enger wurde. Das hatte mir noch gefehlt. Wenigstens verdeckte die Schürze alles. Ich musste wieder hoch, also Zigarette ausdämpfen, ein Griff in den Schritt und zurück in den Gastraum. Die hungrige Meute wartete schon und ihren Aperitif hatten auch die meisten ausgetrunken.

Meine Chefin war fast fertig, also konnte ich anfangen, die normalen Getränke aufzunehmen. Die Bestellungen vom ersten Tisch waren schnell aufgenommen und notiert. Am zweiten Tisch stockte mir jedoch der Atem, als ich von meinem Block aufsah. Da saß der süße Typ von der Bar, aber in doppelter Ausführung. Der eine grinste mich wieder verschmitzt an.

»Für meine Freundin einen Aperol und für uns beide ein Bier zum Essen, oder zählt das nicht zu dem „Alles, was du willst“ dazu?« 

Ok, das war definitiv der von eben und er war hetero Doch warum wackelte er dann so mit seinen Augenbrauen? Von seinem Bruder bekam ich nur ein paar schüchterne Blicke, aber er sagte kein Wort. Ich schrieb alles schnell auf, bestätigte mit einem kurzen »Wird gemacht« und ging weiter meine Runde.

Schade, dass er vergeben war, sonst hätte ich vielleicht eine Chance gehabt, einmal mit ihm zu verschwinden. Doch so kann ich mich besser auf meine Arbeit konzentrieren Die Getränke waren schnell hergerichtet und an den Tischen verteilt. Jetzt, wo ich wusste, woran ich bei ihm war, wurde ich wieder schlagfertiger und ließ mir nichts mehr anmerken. Dennoch bekam ich von seinem Bruder jedes Mal, wenn ich etwas an ihren Tisch brachte, ein schüchternes Lächeln, einen kurzen Blick und ein ganz leises »Danke«.
Es überraschte mich, dass sich eineiige Zwillinge so in ihren Charakterzügen unterscheiden konnten.  

Vom Tresen aus hatte ich einen perfekten Blick auf die beiden und konnte sie auch heimlich ein wenig mustern und verlor mich in meinen Gedanken.
»Jonas, komm, die Suppen und Salate sind fertig und müssen raus«, riss mich meine Chefin wieder in die Wirklichkeit. «
War ich so weggetreten, dass ich sie nicht rufen gehört hatte? Mann, war das peinlich, aber gemeinsam hatten wir alles schneller als gedacht an den Tischen verteilt. Danach blieb auch keine Zeit mehr für heimliche Schwärmereien, denn nun mussten wir das Buffet aufbauen und bestücken.

Als wir damit fertig waren und bevor sie damit loslegten, bin ich noch einmal schnell durchgegangen, ob noch jemand etwas zu trinken brauchte. Alle Gäste waren versorgt und während sie sich über das Buffet hermachten, konnte ich eine kurze Pause einlegen und verzog mich mit einer Cola wieder zum Hinterausgang. Nach ein paar Minuten kam meine Chefin dazu, um auch eine zu rauchen.

»Ach, hier bist du. Machst du gleich noch zwei Cola fertig für den 2er-Tisch? Der kam tatsächlich gerade zu mir in die Küche, um was zu bestellen.«
»Im Ernst jetzt? Ich bin vor zwei Minuten durchgegangen und niemand wollte etwas.«
So dämpfte ich aus und wieder nach oben, schenkte die Getränke ein und brachte sie zum Tisch.
»Wer bekommt eine Cola?«, versuchte ich, nett zu fragen und natürlich meldete sich wieder der Typ von der Bar.
»Hier ich und mein Bruder. Wow, das ging flott. Echt guter Service.«
Sag mal, wollte der mich verarschen? Zähneknirschend brachte ich noch ein »Bitte« heraus, stellte die Gläser vor ihm ab und verschwand wieder. Sein Bruder war komischerweise verschwunden.

Der Nachmittag raubte mir den letzten Nerv. Die Zeit nach dem Buffet ist mit eine der stressigsten. Gleichzeitig Abräumen und das Buffet wieder abbauen. Nebenbei die Gäste versorgen und ihre Wünsche erfüllen. Nun wollten sie natürlich einen Kaffee zur Torte und wenn ich dabei allein im Gastraum war, schmiss es mich ganz schön. Warum wunderte es mich nicht, dass mich meine Chefin wieder ermahnte, als ich gerade kurz eine rauchen war?

»Mensch Jonas, was ist denn heute mit dir los? Eben kam schon wieder der Gleiche in die Küche und bestellte einen Kakao. Kannst du ihm den gleich mal richten?«, wenigstens sagte sie dies mit einem Lächeln auf den Lippen, da sie es witzig fand, wie genervt ich darauf reagierte.
»Das kann es doch nicht sein. Das wusste er eben noch nicht, als ich ihn fragte?«
Meine Chefin zuckte nur mit den Schultern und ich verschwand vor mich hinmurmelnd nach drinnen, damit der Herr seinen Kakao bekommt. Ohne ein weiteres Wort und ohne ihm Beachtung zu schenken, stellte ich ihn vor ihm auf den Tisch.

Sein nächstes Getränk bestellte er später wenigstens direkt an der Bar bei meiner Chefin. Als ich mit ihr gemeinsam eine rauchte, zeigte sie auf ihn.
»Das ist der Typ, welcher immer zu mir kommt. Kennst du den persönlich, oder hat er was gegen dich?«, fragte sie mich.
Da saß zumindest einer von ihnen. Er hatte sein Sakko ausgezogen und sich auf einen Stuhl ausgestreckt. Die Arme verschränkte er hinter seinem Kopf und genoss die Sonne.
»Sicher, dass er das war und nicht sein Bruder? Der hatte sich zumindest den Kakao bestellt.«»Ne, das war schon der da«, meinte sie verwirrt.
»Das sind Zwillinge. Der da schafft es, bei mir zu bestellen. Zumindest konnte er es am Anfang.«
»Oha, da siehst du mal, wie ich mir die Leute ansehe. Das ist mir nicht aufgefallen. Schauen wir mal, wie das heute noch so weitergeht.«
Wenigstens nahm sie es mit Humor und wir konnten beide darüber lachen.

Ich hingegen fühlte mich verarscht und verstand nicht, warum sie bei mir nichts bestellten. Lieber warteten sie, bis ich den Raum verließ, und rannten zu meiner Chefin. Es nervte einfach und ich hoffte, dass der Tag ein schnelles Ende finden würde.

Zum späten Nachmittag hin wurde die Party wenigstens besser. Mit guter Musik war es zu ertragen und machte Spaß. Die Gäste tanzten, feierten ausgiebig und tranken eine Menge. So hatte ich nicht viel Zeit, mir über diese Idioten den Kopf zu zerbrechen. Selbst mir wurde der ein oder andere Drink ausgegeben und so fiel auch mir das Arbeiten leichter. Zu meiner Verwunderung bekamen meine zwei Lieblingsgäste nun auch ihren Mund auf und bestellten mal einen Drink bei mir. Ich schenkte ihnen aber keine Beachtung mehr, sondern stellte nur das Glas vor ihm ab und ging weiter.

»Hier, Jonas, geh du jetzt auch mal etwas essen. Ich bin in der Küche fertig und übernehme so lange.«, sagte meine Chefin und hielt mir einen Teller vor die Nase.

Ich nahm ihr den Teller ab und holte mir noch schnell eine Cola aus der Kühlung, bevor ich mich in die kleine Sitzecke am Hintereingang verzog. Es war eine Wohltat, die Schürze und das Hemd auszuziehen und beides zum Trocknen aufzuhängen. Mein Tanktop war teilweise schon durchsichtig. Die Kinder der Gesellschaft tobten vor mir auf der Wiese und dem Klettergerüst und ich aß in Ruhe mein Schnitzel. Nachdem ich aufgegessen hatte, zündete ich mir eine Zigarette an, lehnte mich entspannt zurück und schloss die Augen.

»Na, haben wir dich geschafft?«, kam es von der Seite und ich konnte hören, wie ein Stuhl herumgerückt wurde und sich jemand setzte.
Die Stimme kannte ich leider nur zu gut.
»Dazu brauchts mehr, um mich zu schaffen. Ich genieße nur meine Auszeit. Aber wenn du was bestellen willst, meine Chefin ist drinnen. Ihr bestellt bei ihr sowieso lieber.«, sage ich etwas gereizt.
»Wieso bei deiner Chefin? Ich habe entweder bei dir bestellt oder Chris sollte es für mich mitbestellen.« 

Ah, nun hatte ich auch einen Namen zu dem schüchtern dreinblickenden Kerl.
»Dann hat dein Bruder wohl immer die Zeit genutzt, wenn ich aus dem Raum war, um zu meiner Chefin zu rennen. Selbst in die Küche ist er ihr gefolgt, um für euch zu bestellen.«
Ich hatte meine Augen noch immer geschlossen und er fing einfach an zu lachen.
»Na dann warst du zur falschen Zeit am falschen Ort, würde ich mal behaupten.«

Nach dieser Aussage brannte mir eine Sicherung durch.
»Alter, geht’s noch? Ich frage immer, bevor ich kurz Pause mache, ob jemand noch einen Wunsch hat, auch euch. Aber statt etwas zu bestellen, bekam ich nur ein Kopfschütteln und kurze Zeit später hattet ihr die Erleuchtung, oder wie? Ich arbeite hier! Schon mal überlegt, wie ich euretwegen dastehe?«, blaffte ich ihn an.
Er fand es anscheinend sehr lustig, denn er lachte noch immer.
»Das scheint dich ja echt wild zu machen. Mein Gott, du verunsicherst meinen Bro. Er ist verdammt schüchtern und findet dich heiß. Ich wollte, dass er bei dir bestellt, also beruhig dich mal. Du hast nichts falsch gemacht.«

Ok, das kam unerwartet und mein Blick muss mir wohl auch entglitten sein, denn ich bekam nur ein dämliches »Hä?« heraus.
»Na, so wie du mich heute Mittag gemustert hast, stehst du sicherlich auf Typen, oder?«, fragte er mich plötzlich.
»Ja schon, aber was hat das damit zu tun? Wenn er mich heiß findet, kann er einen Ton sagen, ich beiße ihm schon nicht den Kopf ab und kann damit umgehen.« Statt einer Antwort fragte er weiter.
»Sicherlich bist du auch geoutet?«, auch das bestätige ich ihm durch ein kurzes Nicken.
»Und da haben wir das Problem. Chris nicht. Ich bin der Einzige, der davon weiß. Er hat Panik, dass es jemand erfahren könnte, und traut sich deswegen nicht«, erklärte er mir.

Langsam ergab es etwas Sinn.
»Doch mal ganz ehrlich, wieso ist er mir nicht gefolgt und hat sich mit mir unterhalten? Machst du schließlich auch und ganz ehrlich, so wie du mich hier anstarrst, bezweifle ich, dass du hetero bist.«
Er fing an, sich am Nacken zu kratzen, und schaute mir endlich mal in die Augen und nicht nur auf meinen Body oder den Schritt.
»Hmm, naja, vielleicht bin ich da auch nicht ganz so unschuldig dran, denn ich meinte, wenn er es nicht schafft, dich klarzumachen, versuche ich es.«
Und da war es wieder, dieses verschmitzte Grinsen.

»Ok, Moment. Was zur Hölle. Du willst mir klarmachen, dass dein Bruder mich heiß findet, und im nächsten Moment bist du auf mich scharf und ziehst mich hier mit deinen Blicken aus, obwohl deine Freundin da oben sitzt? Verarsch wen anders!«
»Nö, die ist schon heimgefahren«, sagte er und wackelte wieder mit seinen Augenbrauen.
Wäre ich nicht noch immer sauer auf ihr Verhalten gewesen, dann hätte er wirklich Chancen gehabt, aber so nicht.
»Das ist doch das Letzte. Alter, du bist vergeben. Glaubst du ernsthaft, dass ich mit dir eine Nummer schieben würde? Du bist heiß, aber für eine Affäre bin ich mir zu schade.«

Mit den Worten stand ich auf und zog mir mein Hemd samt Schürze wieder an, damit ich wieder an die Arbeit konnte. Es wurde mir echt zu blöd und ich ließ ihn einfach sitzen. Gerade als ich zur Tür rein war, packte er mich am Handgelenk und hielt mich zurück.
»Hey, jetzt warte mal, so war das doch gar nicht gemeint. Ich wollte Chris nur mal aus der Reserve locken, damit er mal jemanden Vernünftigen kennenlernt und nicht nur diese Onlinedates, bei denen er nur auf die Fresse fällt. Ich scheine dir zu gefallen und er ist mein eineiiger Zwillingsbruder, also sollte das auch auf ihn zutreffen. Gib ihm eine Chance. Ich verspreche auch mich zurückzuhalten.«

So ganz war ich davon noch nicht überzeugt, aber sie sahen echt verdammt gut aus. »Ok, schauen wir, was der Abend noch so bringt. Vielleicht taut dein Bruder noch auf und bekommt mehr als ein „Danke“ heraus.« Jetzt ließ er auch meinen Arm wieder los.
»Ich bin übrigens Michael«, stellte er sich vor.
»Jonas«, entgegnete ich ihm und gab ihm die Hand.
Danach ging es wieder nach oben zur Party.

Während meiner Abwesenheit muss ordentlich was los gewesen sein. Die Gläser häuften sich in der Spüle und mussten schleunigst gespült werden. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie Michael Chris die Neuigkeiten erzählte und dieser große Augen machte und in meine Richtung blickte. Zeit für eine Pause gab es bedauerlicherweise nicht mehr. Entweder half ich in der Küche beim Abwasch, bewirtete die Gäste, kümmerte mich um die Theke oder spülte weiter Gläser.

Mir kam es aber so vor, als würde ich ihre Blicke spüren, wenn ich an ihnen vorbeiging oder mit dem Rücken zu ihnen stand. Witzigerweise legten auch sie sich ins Zeug. Manchmal brachten sie mir leere Gläser von den Tischen, damit ich nicht laufen musste. Chris bestellte sogar direkt bei mir an der Theke und als ich die Kisten mit dem Leergut in den Keller tragen wollte, nahm er mir eine ab und trottete hinter mir her in den Keller.

»Hey, sorry für mein dämliches Verhalten heute«, brachte er schüchtern heraus, als ich gerade dabei war, die leeren Kisten zu stapeln.
»Passt schon, aber was das Flirten betrifft, solltest du dir lieber eine Scheibe von deinem Bruder abschneiden. Der geht direkt in die Offensive über.«
Er sah schon süß aus, wie er so schüchtern dreinblickte.
»Ich weiß, aber er hat, was das angeht, auch schon viel mehr Erfahrungen als ich«, sagte er verunsichert und ich überwand den Abstand zwischen uns.

Jetzt stand ich dicht vor ihm und er drückte sich gegen die Wand. Sah mir dabei aber in die Augen. Sein Atem ging schnell und als ich meine Hand auf seine Brust legte, konnte ich seinen schnellen Herzschlag spüren.
»Ich find ihn zu aufdringlich, da hättest du mehr Chancen bei mir.«
Es hätte nicht viel gefehlt, dass wir uns geküsst hätten, aber da kam gerade einer der Gäste nach unten, um auf die Toilette zu gehen. Chris trat deswegen direkt die Flucht an und ist nach oben verschwunden.

»Was hast du denn mit den beiden gemacht?«, fragte mich meine Chefin verwundert, als ich wieder vom Keller nach oben kam.
»Schlechtes Gewissen, weil ich sie auf ihr Verhalten angesprochen habe?«
Sie fand es zum Glück nur amüsant. Die Details zum wahren Hintergrund behielt ich für mich.

Gegen 22 Uhr begann sich die Hochzeitsgesellschaft langsam aufzulösen. Nur noch der harte Kern blieb sitzen und auch die beiden Jungs waren verschwunden, ohne sich zu verabschieden. Schade eigentlich, denn jetzt war so weit alles erledigt und ich hätte zumindest für Chris Zeit gehabt. Vielleicht sieht man sich ein anderes Mal, denn er weiß ja nun, wo er mich finden kann, wenn er überhaupt möchte.

Bei der überschaubaren Gästeanzahl konnte ich mir ein Glas Wein einschenken und mich mit den verbliebenen Gästen auf die Terrasse setzen. Sogar die Mutter der Zwillinge war noch darunter. Als sie mich sah, setzte sie sich gleich zu mir. Sie hatte schon ein wenig Wein zu viel, aber dafür war sie richtig locker und man konnte sich prima mit ihr unterhalten. Dafür wurden ihre Fragen aber auch immer intimer.
»So, Jonas, richtig?», fing sie an und ich nickte zur Bestätigung.
»Ich bin die Sylvia. Aber jetzt verrat mir doch mal, bist du vergeben oder hast jemanden in Aussicht?«, fragte sie neugierig.

Ich konnte ja jetzt schlecht sagen, dass ich ihre Söhne interessant fand, also blieb ich allgemein.
»Nein, ich bin Single und aktuell ist niemand in meinem Leben.«
»Du kannst mir doch nicht sagen, dass sich keine Frau für einen so hübschen Kerl wie dich interessiert«, meinte sie und rutschte dabei noch ein Stück näher an mich heran. Versuchte sie gerade, sich an mich ranzumachen? Ich rutschte ein Stück von ihr weg.
»Ich stehe leider nicht auf Frauen und hier in der Gegend ist es nicht so einfach, einen vernünftigen Kerl kennenzulernen, der an etwas Festem interessiert ist«, erklärte ich.
»Wusste ich es doch. Ich habe mir schon etwas in diese Richtung gedacht. Darf ich dir ein paar Fragen darüber stellen?«, fragte sie neugierig und es war mir nicht unangenehm, ihre Fragen zu beantworten und sie etwas aufzuklären.
Teilweise war ich aber doch froh, wenn einer der verbliebenen Gäste noch ein Getränk bestellte und ich kurz hinter den Tresen verschwinden konnte.

»Du kannst dann aber langsam Feierabend machen. Danke, dass du so spontan einspringen konntest, aber den Rest schaffe ich auch allein.«, meinte meine Chefin um halb zwölf, als ich Sylvia noch ein Glas Wein einschenkte und es ihr auf die Bar stellte.
»Was du willst, jetzt schon gehen? Ich dachte, wir trinken noch zusammen ein Gläschen und wir unterhalten uns noch ein bisschen«, protestierte Sylvia, denn sie war davon weniger begeistert.
»Das war mein letztes Glas, ich muss noch mit dem Auto heimfahren«, entschuldigte ich mich.
»Ach, dafür finden wir schon eine Lösung. Wir müssen ja auch noch nach Hause kommen und da können wir dich mitnehmen. Schenken Sie ihm ruhig noch was ein«, sagte Sylvia zu meiner Chefin und ich zuckte mit den Schultern, als sie mich ansah.
Zu Hause wartete sowieso niemand auf mich, also konnte ich auch noch ein wenig bleiben.

Es blieb nicht bei einem Glas, doch Sylvia unterhielt mich bestens. Sie erzählte witzige Geschichten über ihre beiden Jungs und so erfuhr ich, dass sie bald 21 wurden und im Familienbetrieb arbeiteten. Auch dass sie ihre angehende Schwiegertochter nicht besonders leiden konnte und nicht verstand, wieso sich Michael gerade so eine aussuchen musste. Die Aussage brachte mich zum Grinsen, denn wenn sie wüsste, dass wohl beide auf mich stehen, ist die Schwiegertochter doch sicherlich angenehmer. »Jetzt flirtest du nicht nur mit dem Personal, sondern erzählst noch all unsere Familiengeschichten?«, lachte es hinter uns und ich habe mich richtig erschrocken.

»Hey Michi, wo wart ihr und wo hast du deinen Bruder gelassen?«, wollte sie wissen und sah sich nach ihm um.
»Wir haben meinen werten Onkel nach Hause gebracht und waren noch was essen. Chris wartet im Auto. Bist du dann so weit?«, fragte sie Michael.
»Michi, setz dich kurz. Ich bin gleich wieder da.«, meinte sie, sprang auf und war durch den Gastraum verschwunden. Michael und ich sahen uns verwirrt an.
»Weißt du, was sie plötzlich hat?«, fragte mich Michael.
»Es ist deine Mutter. Woher soll ich das bitte wissen?« 
Ich zuckte mit den Schultern und trank mein Glas aus. In dem Moment kam sie schon zurück und hatte Chris im Schlepptau. Sie wirkte aufgeregt.
»Hier, mein Schatz, das ist Jonas. Er ist 23 Jahre, Single, steht auf Männer und ist ein ganz feiner Kerl. Ist der nicht was für dich?«

Stille – alle Blicke waren auf uns gerichtet. Chris lief knallrot an, Michael stand der Mund vor Erstaunen offen und ich war selbst geschockt. Mir ist fast das Glas aus der Hand gerutscht und ich hätte mich beinahe verschluckt. Damit hat wohl keiner von uns gerechnet.
»Ok, das erklärt die Hilfsbereitschaft«, durchbrach meine Chefin die Stille und schmunzelte dabei.
Wenigstens fingen auch die restlichen Gäste wieder an, sich in andere Gespräche zu vertiefen. Nur Chris war noch komplett erstarrt. Ich konnte mir vorstellen, was in ihm gerade vorging und wie unwohl er sich fühlen musste. Ein Outing ist nie einfach, nur das hier war ein Überfall.

Er tat mir leid und ich musste ihm helfen. So stand ich auf, meinte nur »Komm mit« und zog ihn am Arm durch den Gastraum, vor die Eingangstür, auf die kleine Bank daneben. »Wow, also daher hat dein Bruder sein Temperament. Was war das für ein Auftritt? Alles ok bei dir?«, versuchte ich, die Situation etwas zu entschärfen.

Sylvia muss uns gefolgt sein, denn einen Augenblick später ging die Tür auf und sie nahm ihren Sohn in die Arme.
»Entschuldige bitte, wenn ich dich überfallen habe.«, murmelte sie an seinen Hals und in Chris kam wieder Leben.
»Woher weißt du, dass ich … also keine Frauen mag? Hat Michi es dir verraten?«, kam es etwas verunsichert aus ihm heraus.
»Chris, Schatz, ich bin deine Mutter und ich habe es schon länger geahnt. Michi hat nichts erzählt, aber so wie du Jonas heute hinterhergeschaut hast, hat mich meine Intuition nicht getäuscht. Ich kann es nachvollziehen. »Er ist richtig hübsch«, meinte sie und machte mich verlegen.
»Muuuuum!«, protestierte Chris.

Ich wollte langsam aufstehen und den Beiden etwas Raum geben, doch Sylvia legte eine Hand auf meinen Arm.
»Bleib bitte, ich bin gleich wieder weg und ich glaube, ihr passt sehr gut zueinander.«
Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange und drückte ihn nochmal fest.
Chris sagte nichts mehr und als sie sich von ihm löste, drückte sie plötzlich auch mich.
»Habt noch eine schöne Nacht«, sagte sie und war wieder im Gasthof verschwunden.

»Also, so habe ich mir mein Outing nicht vorgestellt. Von der eigenen Mutter vor versammelter Mannschaft geoutet und verkuppelt werden, das ist echt peinlich.«
Chris schaute mich verunsichert aus seinen braunen Augen an und biss sich leicht auf die Lippe. Er sah in dem Moment einfach atemberaubend aus. Genau genommen habe ich mit ihm den Tag über kaum zwei vernünftige Sätze gewechselt, aber in dem Moment wollte ich ihn einfach küssen, also warum nicht? Ich nahm seine Hand, rutschte etwas näher und verschloss seine Lippen mit meinen. Es war harmlos, doch als er anfing, den Kuss zu erwidern, verloren wir uns beide darin. Seine Zunge spielte mit meiner und umgekehrt. Wir bemerkten nicht einmal, dass Michael herausgekommen ist.

»Da hat Mum doch reife Arbeit geleistet. Ob sie mir auch so einen angelt? Ich bin ein wenig neidisch auf dich, kleiner Bro«, meinte Michael und hatte wieder das verschmitzte Grinsen im Gesicht.
»Mensch Michi, kannst du uns nicht mal kurz in Ruhe lassen?«, motzte Chris seinen Bruder an.
»Würde ich, aber ich habe den Auftrag, dich und deinen neuen Lover nach Hause zu fahren. Der hat ihretwegen zu viel getrunken, um noch selbst zu fahren. Außerdem wollen alle gerade los und an deiner Stelle würde ich damit …«, er zeigt auf Chris‘ Schritt, »… jetzt nicht nochmal da hineingehen.«
Ich folge seinem Blick und ja, Chris hatte eine ordentliche Beule bekommen. Wundert mich nicht, denn bei mir sieht es ähnlich aus und shit, ich musste die Schürze auch noch abgeben.
»Du, Michael, könntest du mir den Gefallen tun und die Schürze schnell links ins Büro werfen?«
Ich band mir die Schürze ab und hielt sie Michael hin. Meine Erektion war durch den Stoff deutlich zu sehen und die Konturen zeichneten sich klar ab.
»Verdammt, jetzt bin ich endgültig neidisch«, sagte Michi, verschwand kurz mit der Schürze nach drinnen und ging mit uns zum Auto.

Die Fahrt im klimatisierten Auto war eine Wohltat. Ich saß gemeinsam mit Chris auf der Rückbank. Er hatte seinen Kopf an meine Schulter gelehnt und sich an mich angekuschelt. Es fühlte sich schön an, wieder jemanden so nah zu sein, und immer, wenn er so verträumt zu mir rauf schaute, sah er echt süß aus. Michael beobachtete uns die Fahrt über genau durch den Rückspiegel.
War es unangemessen, Chris zu fragen, ob er noch mit hochkommen möchte? Denn gleich sind wir schon in der Straße, wo ich wohne. Ich hätte selbst gerne noch ein wenig Zeit mit ihm allein verbracht. Als wir vor dem Eingang hielten, sah mich Chris etwas bedröppelt an.

»Dann gute Nacht? Sehen wir uns vielleicht morgen, also heute?«, fragte er mich schüchtern.
»Also wenn du magst, kannst du auch mit hochkommen. Das Sofa ist recht bequem. Wir können quatschen und später gemeinsam frühstücken, wenn du magst.«
Er zögerte mit seiner Antwort und man konnte ihm ansehen, dass er davon nicht abgeneigt war. Es war jedoch Michael, der mehr oder weniger für ihn entschied.
»Mensch Chris, jetzt beweg dich endlich, sonst gehe ich mit ihm hoch und du kannst so lange im Auto warten!«
Ist es schlimm, dass mich der Gedanke für kurze Zeit anmachte, sie beide mit zu mir zu nehmen?
»Ist ja schon gut. Ich würde gerne mit zu dir kommen«, sagte Chris und wir stiegen aus.

Die Autotür ist gerade so ins Schloss gefallen, da war Michael auch schon weg.
»Krass, ist das bei euch immer so?«, fragte ich Chris.
»Nicht immer so extrem, aber du hast meine Familie ja heute kennengelernt. Michi hat das Temperament von meiner Mum. Sie gehen immer mit dem Kopf voraus und bekommen auch meistens, was sie wollen. Ich komme da eher nach meinem Dad. Ist es wirklich ok, wenn ich noch mit hochkomme? Ich kann sonst auch nach Hause laufen.«
Ich war schon auf dem Weg zur Haustür.
»Los, komm schon, sonst hätte ich es dir nicht angeboten. Nicht dass dein Bruder doch noch umdreht«, neckte ich ihn.

Die richtige Entscheidung

Er setzte sich in Bewegung und wir gingen hoch in meine Wohnung. Das klimatisierte Auto wäre angenehmer gewesen. Ich riss schnell alle Fenster und Türen auf, damit es hier drin etwas angenehmer wurde, doch viel half es auch nicht.
»Mach’s dir einfach auf dem Sofa bequem und fühl dich wie zu Hause. Magst du noch etwas trinken?«
Er schaute sich langsam um und setzte sich.
»Nur ein Wasser bitte«, gab er mir als Antwort und ich stellte ihm eine Flasche Mineral auf den Couchtisch.

»Ich würde schnell unter die Dusche springen und muss aus den verschwitzten Klamotten raus. Lauf nicht weg, ok?«, verabschiedete ich mich ins Schlafzimmer und anschließend ins angrenzende Bad.
Ich versuchte, mich zu beeilen, aber das Wasser tat einfach zu gut und ich überlegte auch mir noch einen herunterzuholen, denn ich bezweifle, dass da heute was laufen würde, aber entschied mich doch dagegen. Wieder im Schlafzimmer zog ich mir nur eine Boxershorts an und kramte auch für Chris eine mitsamt T-Shirt zum Schlafen aus dem Schrank heraus. Er trug noch den Anzug und war vielleicht auch froh über ein paar frische Klamotten.

Er hatte sich keinen Zentimeter bewegt, seit ich weg war und schaute auf sein Handy. Ich machte mir noch schnell einen Bacardi-Cola und ging zu ihm zur Couch.
»Hier, falls du auch duschen oder dir was Bequemeres anziehen möchtest«, sagte ich und legte die Sachen neben ihn auf die Couch.
Als er zu mir aufsah, schaute er mich an wie ein Reh im Scheinwerferlicht und schluckte.
»Willst du jetzt mit mir schlafen?«, fragte er verunsichert.
»Wow, ok, der perfekte Romantiker. Wenn ich es so dringend wollte, dann hättest du keine Klamotten mehr an und wir würden es wild und hemmungslos im Bett treiben. Oder ist es das, was du willst?«

»Nein, aber du stehst halt fast nackt hier«, sagte er kopfschüttelnd.
»Ja genau, fast nackt. Normalerweise renne ich hier komplett nackt umher und außerdem ist es heiß Also komm ab mit dir unter die Dusche, zieh dir was Bequemes an und dann erzählst du mir endlich etwas von dir. Deal?«
»Deal!«, gab er zurück und ich zeigte ihm noch schnell das Bad und machte es mir anschließend auf der Couch gemütlich.

Zu meiner Verwunderung kam auch er nur in Boxershorts bekleidet zurück. Im Anzug sah er schon verboten sexy aus, aber ohne. Verdammt, ist der Typ heiß. Eigentlich müsste er ein Selbstvertrauen wie ein Löwe haben. Er setzte sich an das andere Ende vom Sofa und nippelte an seinem Wasser.
»Komm, jetzt mach dich mal locker. Ich beiße nicht und bin auch viel zu erledigt, um über dich herzufallen. So verkrampft warst du nicht mal vorhin, als du mich geküsst oder dich im Auto an mich gekuschelt hast.«
Ich packte ihn am Arm und zog ihn einfach zu mir herüber in meine Arme.
»So ist es besser und jetzt erzähl mal was von dir.«

Chris entspannte sich, je mehr er mir von sich erzählte. Auch fanden wir heraus, dass wir viele gemeinsame Interessen teilten und sogar auf den gleichen Konzerten waren. Nur seine sexuellen Erfahrungen bisher waren mehr als verkorkst. Unter vielen enttäuschenden Treffen, weil sie die Kerle im Netz gern mal als jemand anderen ausgaben, bis zu ein paar miserablen Sexdates war alles vertreten. Seine erste große Liebe hatte ihn auch nur mehr benutzt als geliebt, denn in Wirklichkeit war er mit einem Mädel zusammen gewesen und hatte Chris nur zur Befriedigung genutzt Kein Wunder, dass ihn das Thema so sehr verunsicherte. Meine Erfahrungen waren da zwar auch nicht die besten, aber wenigstens waren ein paar gute dabei.

Um kurz vor vier kam eine WhatsApp-Nachricht von Michael, wie es denn bei Chris läuft und ob er eine wilde Nacht hat.
»Wahnsinn, ist der immer so neugierig oder ist das so ein Zwillingsding?«, fragte ich ihn, doch er zuckte nur mit den Schultern und wir mussten über Michaels schlafloses Interesse an uns lachen.
Der Tag und der wenige Schlaf der vorherigen Nacht zeigten ihre Wirkung und ich war mittlerweile echt fertig.
»Chris, sei mir nicht böse, aber ich bin echt durch und muss ins Bett. Kissen und eine Decke liegen hier und wir machen uns später noch einen schönen Tag. Einverstanden?«
Natürlich hätte ich ihn gern mitgenommen oder mit ihm auf der Couch geschlafen. Ich musste jetzt dringend auch noch eine Ladung loswerden und wollte ihn nicht verschrecken.

So ganz glücklich war er damit nicht, aber ich stahl mir dafür noch einen langen Gute-Nacht-Kuss von ihm und verzog mich ins Schlafzimmer. Ich legte mich aufs Bett und fing an, meinen stahlharten Schwanz zu massieren. Der wollte durch seine Nähe nicht nachgeben, aber ich konnte ihn auch so zwischen die Beine klemmen, dass Chris es wohl nicht bemerkte. Nur lief mir dafür die ganze Zeit mein Vorsaft über den Oberschenkel. Jetzt, wo er befreit war, dauerte es nicht lange, bis ich in Gedanken an diesen geilen süßen Typen und mit ein paar Handgriffen eine ordentliche Ladung über meine Brust und meinen Bauch verteilte. Da hatte sich einiges angestaut und mit der Boxershorts beseitigte ich noch schnell die Spuren, warf sie in die Ecke und bin kurz darauf eingeschlafen.

Als ich langsam aufwachte, brauchte ich einen Moment, um zu realisieren, was vor sich ging. Ich lag auf der Seite und dachte erst, ich würde meine Decke im Arm halten, doch die sollte sich nicht bewegen und atmen? Die Augen hatte ich noch geschlossen und meine Arme konnte ich auch nicht bewegen. Sie wurden festgehalten? Meine Sinne wurden schärfer und als ich die Augen öffnete, wusste ich, was los war. Anscheinend hatte sich Chris zu mir ins Bett geschlichen, sich in Löffelchenstellung an mich gekuschelt und hielt jetzt meine Arme fest. Die Bewegungen waren auch nicht wie erwartet von mir, sondern sein Hintern, der sich an meiner stahlharten Morgenlatte rieb. Ich dachte, er würde noch schlafen, aber immer, wenn ich ein Stück mit meinem Unterkörper von ihm wegrutschen wollte, kam er hinterher und rieb sich fester an mir. Er musste wach sein, denn auch sein Atem wurde unregelmäßiger. Anscheinend gefiel es ihm, mich damit zu reizen, aber das Spiel konnte ich auch gut.

Ich konnte eine meiner Hände befreien, mit der ich anfing, ihn über Brust und Bauch zu streicheln. Seine glatte Haut und die Muskeln fühlten sich fantastisch unter meinen Fingerspitzen an. Mit meinen Lippen erkundete ich seine Schulter- und Halspartie und als ich mit der Hand seinen Schwanz erreichte, entlockte ich ihm ein tiefes Stöhnen. Meine Eichel zog mittlerweile eine feuchte Spur durch seine Ritze und ich stieß jetzt selbst dazu und drückte mich ihm entgegen. Auch er war komplett hart und seine Eichel produzierte reichlich Vorsaft, den ich an seinem Schwanz verteilte. Ich war so scharf auf diesen Kerl und spürte, wie sich meine Eier anfingen zusammenzuziehen. Mein Griff um seinen Schwanz wurde fester und ich massierte ihn schneller. Ich konnte es nicht mehr halten, stöhnte ihm in den Nacken und spritzte meine Ladung einfach zwischen uns. Auch Chris fing an zu krampfen, seine Eichel zuckte und er pumpte Schub um Schub seinen heißen Saft in meine Handfläche.

Endlich drehte er sich in meinen Armen und ich konnte ihn küssen. Mit meiner eingesauten Hand konnte ich jetzt auch seinen schön prallen Hintern durchkneten und dabei seine mit meiner Sahne vermischen und darauf verteilen. Ab und zu fuhr ich mit dem Zeigefinger über sein Loch, was sich freudig zusammenzog, ihm einen Schauer über den Körper jagte und ihn in meinem Mund stöhnen ließ. Unsere Schwänze hatten die ganze Zeit über nicht an Härte verloren und rieben weiter heiß und feucht zwischen uns aneinander. Verdammt, wie ich diesen Kerl will und jetzt gab es auch keine Zurückhaltung mehr.

Noch immer in einer wilden Knutscherei verwickelt drehte ich ihn auf den Rücken und lag so zwischen seinen gespreizten Beinen. Mit meinem Gewicht und leichten Stößen war das Gefühl noch intensiver und auch unser Atem wurde schneller. Würde ich so weitermachen, hätten wir schnell die nächste Ladung zwischen uns, aber ich wollte mehr. Ich löste meine Lippen von seinen und fing an, seinen Hals zu küssen, bis zu seiner Brust. An seinen Nippeln machte ich halt, leckte und knabberte an ihnen. Er wand sich unter mir und je weiter runter ich mit meiner Zunge vordrang, desto schlimmer wurde es.

Ich küsste jeden seiner Bauchmuskeln, bis seine Eichel gegen mein Kinn stieß und ihm ein Zischen entlockte. Ich blickte auf seinen Schwanz und er produzierte so eine Menge Vorsaft, dass sich schon ein kleiner See in seinem Bauchnabel bildete, den ich natürlich auch genüsslich wegschleckte und seinen Geschmack in mir aufnahm. Vorsichtig fuhr ich mit der Zungenspitze über seine pralle Eichel, was seinen Schwanz zucken ließ, bevor ich meine Lippen um seine Eichel schloss und sachte anfing, daran zu saugen. Hmm, er schmeckte herrlich, dachte ich und ließ sein Teil in meinem Mund und Rachen verschwinden.

Meine Hände waren die ganze Zeit damit beschäftigt, seinen geilen Hintern zu kneten. Immer kurz bevor ich merkte, dass er kommen könnte, wurde ich langsamer oder entließ seinen Schwanz komplett aus meinem Mund. Ich schaute nach oben und genoss den Anblick, wie er sich mit geschlossenen Augen und Stöhnen meinem Verwöhnprogramm hingab. So gerne ich aber seine Sahne jetzt tief im Rachen hätte, war mein Ziel ein anderes und so fing ich an, seine Eier zu lecken. Meine Hände fassten unter seine Oberschenkel und ich hob sie an. Chris verstand, half nach, packte sich in die Kniekehlen und zog seine Beine noch fester an sich, nur um mir sein geiles haarloses Loch zwischen diesen perfekt geformten Arschbacken zu präsentieren. Es war wie eine Einladung und die nahm ich nur zu gerne an.

Ich fing an, ihm abwechselnd sein Loch schön feucht zu lecken und mit den Fingern zu massieren. Es dauerte nicht lang, bis er meinen Finger in sich hatte. Auch der zweite war kein Problem. Doch als ich seine Prostata fand und massierte, dachte ich schon, er würde gleich abspritzen. Er fing an, laut zu stöhnen, und drückte seinen Arsch fester auf meine Finger.

»Fuck, ja, hör nicht auf«, schrie er fast und ließ meinen Schwanz zucken. Jetzt war sein Hintern definitiv fällig.
Ich kam zu ihm hoch, nur um ihm wieder einen langen und intensiven Zungenkuss zu geben. Mein Schwanz rieb dabei durch seine Spalte und meine Eichel verteilte ihren Vorsaft über seinem Loch.
»Bitte, darf ich dich vögeln?«, fragte ich ihn zwischen den Küssen.
»Oh Jaaaaah«, es war mehr ein Stöhnen zur Bestätigung und am liebsten hätte ich mich jetzt einfach nur in ihn getrieben, aber sicher ist sicher.

Ohne den Kuss zu lösen, griff ich zur Nachttischschublade und kramte ein Kondom und Gleitgel heraus. Ich richtete mich auf, zog mir das Kondom über und verteilte etwas Gel auf seinem Loch und meinem Schwanz. Meine Eichel positionierte ich an seinem Loch und während ich leichten Druck ausübe, hielt ich Blickkontakt. Durch meine Vorarbeit glitt meine Eichel ohne großen Druck in ihn hinein, bis er sie ganz in sich aufnahm.

Sein Blick und das Bild von ihm machten mich wahnsinnig und ich musste mich zügeln, denn ich möchte, dass er auch mal erfährt, dass es nicht nur die schnelle Nummer gibt. Er soll es genießen. So beugte ich mich wieder zu ihm herunter und fing an, ihn leidenschaftlich zu küssen. Mein Schwanz glitt Stück für Stück in ihn hinein, bis meine Eier gegen seinen Hintern stießen. Ich gab ihm einen Augenblick, um sich daran zu gewöhnen, und fing mit langsamen, leichten Stößen an, ihn zu nehmen. Es war ein Wahnsinnsgefühl, wie er meinen Schwanz so eng und warm umschloss. Der Winkel schien optimal zu passen, denn bei jedem tiefen Stoß stöhnte er mir laut gegen die Lippen.

Zeit, um das Tempo zu erhöhen. Ich wurde schneller und anfangs lagen seine Hände nur auf meinem Rücken, aber je wilder ich wurde, desto mehr krallten sie sich hinein. Ich trieb mich in Trance. Nur das Klatschen meiner Eier gegen seinen Arsch und unser Stöhnen erfüllten den Raum. Er packte mich an den Hintern, presste mich noch einmal tief in sich, als sich sein Loch zusammenzog und mit einem lauten Aufstöhnen fing er an, eine gewaltige Ladung zwischen uns abzufeuern. Ich glitt aus ihm heraus, riss mir das Kondom herunter und Sekunden später überkam mich auch ein gewaltiger Orgasmus.

Wir waren beide noch schwer am Atmen und ich betrachtete unsere Sauerei. Scheiße, war das ein geiler Anblick. Chris lag verschwitzt und mit Sperma übersät unter mir. Selbst von seinem Kinn tropfte die Soße. So einen intensiven Orgasmus hatte selbst ich noch nie, aber auch er lag befriedigt grinsend da und sah mich verträumt an. Ich für meinen Teil wollte die Sauerei erstmal beseitigen und fing an, unsere Soße von ihm abzulecken. Natürlich ließ ich mir dabei Zeit, um auch jeden Tropfen zu erwischen. Den letzten Rest sammelte ich anschließend im Mund und teilte ihn mit meinem süßen Lover.

Wir kuschelten uns aneinander und müssen wieder eingeschlafen sein, denn wir wurden von Chris‘ Handy aus dem Schlaf gerissen. Es war schon kurz nach elf und wir wären beide zum Mittag bei ihm zu Hause eingeladen. Na, das kann ja was geben. Jetzt brauchte ich aber erst einen Kaffee. So ging ich in die Küche und machte für uns zwei gleich einen fertig. Auf dem Weg zum Balkon schaute mich Chris verwundert an.

»Du willst jetzt aber nicht nackt auf den Balkon, oder?«
»Doch wieso denn nicht? Es ist viel angenehmer draußen«, aber dann verstand ich schon.
»Keine Sorge, es kann niemand deinen süßen Hintern sehen. Außer mir«, zwinkerte ich ihm zu und ging hinaus.
Kurz darauf traute sich auch Chris heraus. Ich hatte mich schon auf dem Sessel breitgemacht, trank meinen Kaffee und rauchte eine.

Er nahm sich seinen Kaffee vom Tisch, lehnte sich auf das Geländer und schaute sich um.
»Du hast echt einen Hammerausblick von hier oben«, meinte er.
»Joa, schon, aber mein Ausblick ist gerade besser.«
Er streckte mir seinen Hintern entgegen, so dass ich perfekte Sicht auf sein Loch hatte. Dies ließ meinen Schwanz wieder strammstehen. Als Bestätigung wackelte er nur mit seinen Hüften.

»Sag mal, wie kommt es, dass du dich getraut hast, zu mir ins Schlafzimmer zu kommen? Nach unserem Gespräch gestern Abend hätte ich damit nicht gerechnet«, gab ich meiner Neugier nach.
Es war einfach zu verlocken und ich musste ihm einfach wieder an den Hintern greifen, um ihn zu streicheln und mit dem Daumen sein Loch zu reizen. Es störte ihn nicht einmal, er streckte ihn mir nur weiter entgegen und antwortete mir.

»Ach, ich habe noch mit Michi geschrieben und fand es schade, dass du weg warst. Ich fand es echt schön, die ganze Zeit an dir gekuschelt auf dem Sofa zu liegen, und Michi meinte, ich soll nicht so eine Pussy sein und einfach zu dir ins Bett gehen. Das habe ich dann auch gemacht, aber du hast schon geschlafen, also habe ich mich einfach zu dir gelegt. Es hat sich auch gelohnt, denn so geilen Sex wie heute Morgen hatte ich bisher noch nie.«

Schon witzig, dass er das sagt, wo er schon wieder meinen Daumen in sich hatte.
»Ach so, also sollte ich mich bei Michi dafür bedanken?«, fragte ich mit einem Grinsen auf den Lippen, mehr um ihn zu ärgern, und schob ihm noch einen weiteren Finger in sein Loch und traf genau seine Prostata.
Auch ein Tropfen Vorsaft hing schon von seinem wieder prallen Schwanz.
»Fuuuck, nein, bitte nicht, dann löchert er mich die ganze Zeit und will alle Details wissen.«

Ich musste innerlich grinsen, wie er versuchte, sein Stöhnen zu unterdrücken, aber genug geredet. Ich zog meine Finger aus ihm, beugte mich vor und begann, ihn wieder zu lecken. Er musste sich sogar die Hand vor den Mund halten, um nicht laut zu werden, als ich ihn wichsend und leckend zum Abspritzen brachte. Während seine Sahne noch die Brüstung herunterlief, konnte ich gar nicht so schnell reagieren, wie er sich vor mich kniete, mich zurückdrückte und mir einen verdammt geilen Blowjob verpasste. Am Ende war ich es, den man bestimmt noch drei Straßen weiter hörte, als ich meine Landung in Chris‘ Rachen feuerte.

Wenn wir noch pünktlich zum Mittag bei seinen Eltern sein wollten, mussten wir uns jetzt echt beeilen. Für eine ausgiebige Dusche blieb nicht viel Zeit. Wir konnten nur schnell unsere Spuren beseitigen und ich gab ihm ein paar Klamotten von mir, damit er nicht seinen Anzug anziehen musste. Ich ärgerte mich sogar etwas, denn an ihm sahen meine Sachen besser aus und betonten jede Stelle seines Körpers.

Als wir uns auf den Weg machen wollten und vor meinem Parkplatz standen, wurde mir klar, dass mein Auto ja noch beim Gasthof steht. Zu Fuß würde es zu lange dauern und Chris fragte daraufhin Michael, der natürlich überhaupt kein Problem damit hatte, uns abzuholen und zum Gasthof zu bringen. Kaum waren wir im Auto, fing er auch schon an.

»Na, heiße Nacht gehabt? Hast du es meinem Bro ordentlich besorgt, oder er dir, vielleicht auch gegenseitig?«, platzte er heraus.
Chris neben mir wurde knallrot.
»Sag mal, bist du untervögelt, so neugierig, wie du bist? Also unseren Eiern geht’s gut und jetzt konzentriere dich mal auf die Straße.«
Ich gab Chris einen Kuss, der sich wieder an mich kuschelte und wir fuhren, ohne weitere Kommentare von Michael, weiter. Am Gasthof angekommen floh Chris förmlich aus dem Auto.
»Ich fahre bei Jonas mit, der kennt den Weg zu uns nach Hause ja nicht.«
Ich hingegen bedankte mich noch kurz bei Michael und wechselte dann den Wagen.

Tja, was soll ich sagen. Das Essen lief viel besser als erwartet. Zwar war Chris anfangs noch angespannt, aber die Stimmung war super. Sylvia wusste bereits das meiste von mir, aber auch mit Karl-Heinz, seinem Vater, verstand ich mich richtig gut. Er war wirklich der Ruhepol der Familie, hatte aber immer einen lustigen Spruch auf Lager. Selbst Michael hielt sich mit seinen Fragen und Kommentaren zurück. Aus dem Mittagessen wurde der ganze Tag. Entweder unterhielten wir uns, spielten Karten oder chillten ein wenig in dem großen Garten hinterm Haus. Dort gab es einen Bereich, der durch Hecken geschützt mit einer großen Sonnenliege von allen Blicken geschützt war. Hier konnten wir zusammengekuschelt ungestört ein wenig die Zeit miteinander verbringen. Wenigstens so lange, bis sich Michael zu uns gesellte. Es gab zwar auch einen Pool, aber lieber nicht, denn ich wusste, wenn ich jetzt mit Chris schwimmen gehe, macht sich mein Schwanz selbstständig und den Anblick wollte ich seinen Eltern ersparen. Am Abend bot mir Sylvia sogar an, bei ihnen zu übernachten. Sie hätten damit keine Probleme, doch ich nahm Chris lieber mit zu mir. Seine Arbeit war bei mir um die Ecke und für meinen Geschmack gab es hier zu viele Augen, Ohren und neugierige, notgeile Brüder.

Bis hierhin war ich nie begeistert, wenn ich an meinen freien Samstagen im Gasthof einspringen musste, aber wäre ich an dem Tag zu Hause geblieben, hätte ich Chris wohl so niemals kennengelernt und war darüber sehr glücklich. Nein, eigentlich falsch, denn wir waren glücklich. Natürlich sind wir ein Paar geworden und genießen unsere gemeinsame Zeit miteinander. Selbst wenn ich am Wochenende arbeite, kommt er manchmal mit und hilft. Seitdem ist er auch nicht mehr so schüchtern. Durch sein Outing geht er jetzt offener auf andere Menschen zu. Selbst die Gäste lieben ihn und ich habe mich auch gewaltig in ihn verliebt. Ich habe mich wohl für den richtigen Zwilling entschieden.

Bittersüße Versuchung 

Unser Sexleben ist manchmal echt schlimm. Wir treiben es eigentlich wie die Karnickel oft und überall. Uns wurde es sogar schon peinlich, Kondome in den lokalen Geschäften zu kaufen, denn der Verbrauch war ordentlich. Auch hatten wir meist keins zur Hand, wenn es uns überkam und haben uns dazu entschlossen, uns beide testen zu lassen. So sparten wir Geld und der Sex wurde dadurch noch besser. Chris fand auch Gefallen daran, mich zu vögeln, was dazu führte, dass wir meistens beide mit einer Ladung im Hintern unter der Dusche standen.

Michaels Neugier hatte zum Glück nachgelassen. Anfangs hatte er Chris so lange genervt, bis er ihm wirklich jedes Detail erzählte, doch da sich die Geschichten wiederholten, gab es keine Neuigkeiten. Ich fand es auch nicht schlimm, denn so war er um einiges besser zu ertragen und man konnte auch gemeinsam mit ihm allein oder auch seiner Freundin etwas unternehmen. Außerdem brachte er uns jetzt mehr auf neue Ideen und Orte, wo wir es treiben konnten.

Die meiste Zeit verbrachten wir bei mir, aber als seine Eltern im Urlaub waren, genossen wir natürlich die Vorteile des Familien-Pools und tobten uns anschließend auf der Sonnenliege oder, wenn Michael da war, in seinem Zimmer aus. Bis auf zwei blöde Vorfälle in der Zeit ging es auch immer gut.

Normalerweise schließen wir die Zimmertür immer ab, wenn wir übereinander herfallen, doch einmal müssen wir so geil gewesen sein, dass wir es vergessen haben. Wir waren gerade so richtig in Fahrt und Chris ritt wie ein Wilder auf meinem Schwanz und ich hielt seinen Arsch und stieß dazu noch in ihn. Als er kam und seine Sahne auf mich schoss, war auch ich so weit. Gerade als ich kam, platzte Michael ins Zimmer, um uns irgendwas Wichtiges zu erzählen und bekam live mit, wie ich meine tief in den Darm seines Bruders schoss. Es war für ihn anscheinend wie ein Liveporno, denn seine Badeshorts wurde zu einem stattlichen Zelt und wir mussten ihn aus dem Zimmer schmeißen. Von allein wollte er nicht gehen. Seitdem vergewissern wir uns zweimal, ob wir auch wirklich abgeschlossen haben. Es war eine echt peinliche Situation.

Das Schlimmste passierte jedoch eines Morgens. Wir sollten das Haus die ganze Nacht für uns haben, da Michael bei seiner Freundin übernachtete und wir erst zum Mittag verabredet waren. Als ich aufwachte, war Chris schon aufgestanden und die Tür stand offen. Ich konnte die Dusche im Badezimmer laufen hören und bin nachschauen gegangen. Tatsächlich stand er, mit dem Rücken zu mir, darunter und seifte sich ein. Ich schlich mich hinter ihn und zog ihn in meine Arme und drückte meine Morgenlatte gegen seinen Hintern.
»Falscher Bro, oder willst du mir auch deine Sahne in mich pumpen?«, sagte er, als ich gerade seinen Hals küssen wollte.

So schnell ich konnte, rannte ich aus dem Bad. Fast wäre ich auf den Fliesen ausgerutscht, schaffte es aber noch, mich zu fangen, rannte weiter in Chris‘ Zimmer und schlug die Tür zu. Natürlich hatte es Chris mitbekommen und als ich es ihm beichtete, war er wenig davon begeistert, doch verstand auch, dass es ein blöder Zufall war. Ich fühlte mich einfach furchtbar. Was wäre passiert, wenn er nichts gesagt hätte? Ich meine, uns beim Sex zu erwischen ist eine Sache, aber ihn unter der Dusche zu vögeln?

Michael schien damit sogar kein Problem zu haben, denn er rieb sich genauso wie Chris an mir.

Chris versuchte, mich zu beruhigen, und meinte, wir sollten das einfach vergessen, aber ich hatte ein richtig schlechtes Gewissen. Klar war der Gedanke, mit beiden zusammen was zu haben, reizvoll gewesen, aber die Situation überforderte mich, auch weil ich sah, wie verletzt Chris deswegen war. Ab sofort würden wir nur noch bei mir schlafen, da kann so etwas nicht noch einmal passieren.

Neid unter Brüdern

Für Michael waren die Situationen ein gefundenes Fressen. Er kostete jeden Moment aus, um uns, vor allem mich, damit aufzuziehen. Wenigstens nur, wenn wir allein waren und nicht vor anderen. Aber nach und nach veränderte sich sein Verhalten uns gegenüber. Die witzigen dummen Sprüche wurden weniger, bis er nur noch verbittert klang. Normalerweise haben wir, wenn wir uns küssten oder umarmten, einen blöden lustigen Spruch bekommen. Jetzt jedoch kamen nur noch abwertende Worte aus seinem Mund. »Boah, nehmt euch doch ein Zimmer!«
»Müsst ihr immer vor einem herummachen? Das nervt ja langsam!«
»Könnt ihr euch nicht einfach verziehen?«
Er wirkte gereizt und keiner wusste, wieso. Chris hatte zwar mal versucht, es herauszubekommen, aber keine Chance. Es war auch der Grund, wieso wir uns etwas von ihm distanzierten.

An einem Samstagabend, gegen 23 Uhr, lagen wir gerade kuschelnd auf dem Sofa und schauten einen Film, da bekam Chris eine Nachricht von Michael.
»Hey, bist du bei Jonas? Kann ich vorbeikommen?«
Es war jetzt schon fast zwei Wochen her, dass wir etwas von ihm gehört oder gesehen hatten, was untypisch war. So zuckte ich mit den Schultern und Chris schrieb ihm, dass er einfach vorbeikommen kann. Er muss schon vor der Tür gestanden haben, weil es kurz darauf klingelte. Ich betätigte den Türöffner und wir konnten uns gerade noch eine Jogginghose anziehen, da klopfte er an meine Wohnungstür. Wir machten ihm auf und waren etwas sprachlos. Er sah voll fertig aus, schwankte und hatte eine gewaltige Fahne.

»Na, habt ihr euch für mich extra in Schale geworfen? Dachte, ihr rennt hier nur nackt rum und ich bekomm ne Show, oder hat mein Bro da nur Mist erzählt?«, lallte er durchs Treppenhaus.
Verdammt, was soll das denn bitte? Ich zog ihn erstmal in die Wohnung und Chris setzte ihn aufs Sofa. In der Zeit holte ich ihm ein Wasser und stellte es vor ihm ab.
»Hast du nichts Stärkeres?«, bekam ich als Reaktion.
»Ich glaube, das ist genau das Richtige, was du jetzt brauchst«, gab ich zurück, was nur mit einem »Saftladen» kommentiert wurde.
Chris warf mir einen entschuldigenden Blick zu, aber ich musste erstmal raus, sonst würde ich mich vergessen.
»Ich bin kurz eine rauchen«, sagte ich und verschwand auf den Balkon.

Anfangs schmiss Michael noch weiter mit abwertenden Kommentaren um sich und Chris versuchte, ihn zu beruhigen. Ich blieb lieber hier draußen, auch wenn es recht kühl war, doch darauf hatte ich jetzt keinen Bock. Es wurde auch immer leiser, bis es plötzlich still wurde und Chris zu mir auf den Balkon kam.
»Sorry, keine Ahnung, was der hat, aber er ist eingepennt. Wäre es ok, wenn er hierbleibt?«
Ich war wenig davon begeistert, aber hey, mein Schatz sah so verzweifelt aus, da konnte ich nicht nein sagen.
»Meinetwegen, aber wenn er was vollkotzt, musst du es wegmachen.«

Chris legte noch eine Decke über Michael und dann gingen wir ins Schlafzimmer. Wir grübelten noch etwas, was in Michael gefahren war, dass er so einen Aufstand machte, aber kamen zu keinem Ergebnis. Lieber kuschelten wir uns aneinander und schliefen ein.

Am nächsten Morgen wurde ich von einem harten Schwanz, der fest an meinem Hintern rieb, geweckt. Es war heiß, also bewegte ich mich mit und presste mich etwas dagegen, doch Moment mal. Chris hatte ich noch immer in meinen Armen, so wie wir gestern eingeschlafen waren. Das konnte nicht sein Ernst sein? Wie aus Schock sprang ich aus dem Bett und dachte, ich träume. Da lagen Chris und Michael.

»Willst du mich eigentlich komplett verarschen?«, brüllte ich.
Sie müssen noch geschlafen haben, denn beide schreckten hoch.
»Chris klärt das. Sonst mache ich ihn einen Kopf kürzer!«, sagte ich nur wutentbrannt und verließ das Schlafzimmer.

Selbst die Zigarette und der Kaffee konnten mich nicht beruhigen. Am liebsten hätte ich ihm eine verpasst und ihn nackt, wie er war in den Hausflur bugsiert. Ich hörte nur Chris, wie er seinen Bruder anschrie und versuchte, nicht zu genau hinzuhören, weil das mussten sie unter sich klären. Es wurde ruhiger und als sie ins Wohnzimmer kamen, sah mein Freund zwar nicht mehr wütend, aber auch nicht glücklich aus. Michael hingegen war blass wie eine Kalkwand und ich hatte die Befürchtung, dass er mir gleich hier auf den Fußboden kotzte.

»Jonas, hör zu, es tut mir echt leid, dass …«, stammelte er, doch ich fiel ihm ins Wort.
»Wo ist dein verdammtes Problem? Reicht es nicht, dass du uns die letzten Wochen immer blöd von der Seite angemacht hast? Jetzt kommst du her, beschimpfst uns, kriechst in mein Bett und reibst deinen Schwanz an mir. Wärst du nicht sein Bruder, hätte ich dich längst vor die Tür gesetzt!«, blaffte ich ihn an.
Jetzt sah er noch zerknirschter aus, sagte kein Wort und sah auf den Boden. Chris war es, der meine Hand nahm und mich versuchte zu beruhigen.
»Schatz, hör es dir bitte an. Danach kannst du ihn immer noch rausschmeißen.«

Was da aus Michael kam, war wirklich nicht ohne und kostete ihn auch einiges an Überwindung. Grundsätzlich war er verdammt eifersüchtig auf unsere Beziehung gewesen, während seine immer weiter bergab ging. Chris und ich waren mehr ein Team, wir ergänzten uns einfach und waren glücklich, einander gefunden zu haben. Das zeigten wir auch nach außen. Wohingegen seine Flamme ihn wie ein Sparschwein behandelte und sobald er nicht nach ihrer Pfeife tanzte, ihm die kalte Schulter zeigte. Auch unser Sexleben frustrierte ihn. Er hat uns wohl doch mehr als einmal erwischt, wenn wir bei ihm zu Hause waren, und verstand nicht, dass wir uns einfach so der Lust hingaben, wo er immer betteln musste, bis er mal ran durfte. Also war er wirklich sexuell frustriert.

Er hat immer gehofft, dass es zwischen ihnen wieder besser wird, bis sie ihm gestern den Laufpass gab. Deswegen hatte er sich zulaufen lassen und wir waren zum Ziel seines Frustes geworden. Heute Morgen hatte er nicht nachgedacht und seine Triebe gingen mit ihm durch. Als er das Klo suchte, kam er bei uns im Schlafzimmer vorbei und als er mich nackt im Bett liegen sah, überkam es ihn einfach. Er gestand uns auch, dass er seit dem ersten Tag auf mich stand und sich jeden Tag einen auf mich, bzw. uns keult. Das wurde nicht besser, nachdem er uns erwischt hatte oder ich ihn fast unter der Dusche genommen hätte.

Meine Wut war verflogen. Ich konnte ihn auch verstehen. Wir wussten auch nicht, dass wir mit unseren unbewussten, harmlosen Handlungen so ein Gefühlschaos bei ihm auslösten. Gut, dass er uns beim Sex bespannt hat, dafür konnten wir nichts, aber die Aktion in der Dusche hätte ich ihm doch gerne erspart. Auch die Situation gerade war surreal. Nachdem was wir gerade von Michael erfahren hatten, sollten wir uns doch besser was anziehen, aber wir saßen noch immer alle drei nackt hier im Wohnzimmer.

Wenigstens ich wollte mir jetzt dringend was anziehen und wollte aufstehen, da durchbrach Chris unser Schweigen.
»Also, damit eins klar ist. Das ist meiner. Such dir selbst einen«, dabei schlang er seine Arme um meinen Körper und zog mich an sich heran.
Wow, eigentlich habe ich gedacht, dass Chris derjenige ist, der seinen Bruder vor die Tür setzt nach dieser Bombe, aber anscheinend nicht.
»Ach komm schon. Ich will ihn dir doch nicht wegnehmen. Einfach zusammen ein bisschen Spaß haben. Lasst mich doch auch mal mitspielen.«, sagte Michael ernsthaft zu seinem Bruder.

Was geht denn jetzt ab? Da war der alte Michael wieder. Es schien ihm schon wieder besser zu gehen, denn er hatte wieder sein verschmitztes Grinsen im Gesicht.
»Michi, bist du jetzt komplett irre? Eben entschuldigst du dich noch und jetzt willst du mit uns ins Bett? Findest du nicht, dass es etwas zu weit geht? Wir sind Brüder, verdammt!«, sagte Chris entsetzt, doch Michael lachte nur.
»Alter, ich will auch nichts mit dir machen. Wir könnten deinen Süßen einfach abwechselnd vögeln, oder er nimmt dich und ich ihn. Danach hast du ihn wieder ganz für dich allein. Außerdem scheint ihm der Gedanke zu gefallen«, schlug er vor und nickte in meine Richtung.

Verdammt ja, mein Kopfkino ging schon wieder mit mir durch und ich war nicht stolz drauf, aber den Gedanken fand ich echt heiß. Leugnen konnte ich es auch nicht, denn beide hatten freie Sicht auf meinen harten, zuckenden Schwanz. Chris sah mich dazu noch sehr verunsichert an.
»Ähm Schatz, hat er etwa recht?«, fragte mich mein Freund verunsichert.
Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Neben mir mein heißer Freund mit Halbmast und sein identisch heißer Bruder gegenüber, der mich breitbeinig mit Latte versaut angrinste.
So war das unmöglich auszuhalten.
»Schatz, komm mit!«, sagte ich, sprang auf und zog ihn schnellstmöglich ins Schlafzimmer.

Als die Schlafzimmertür ins Schloss fiel, drückte ich ihn dagegen und fing an, ihn wild zu küssen. Ich schloss die Tür ab, hob ihn hoch und trug ihn herüber zum Bett. Wir ließen uns darauf fallen. Ich nahm seine Oberschenkel und legte sie auf meinen Schultern ab, platzierte meine Eichel an seinem Loch und rieb meinen Vorsaft darüber. Jetzt stand auch sein Schwanz wie eine Eins und er wusste, was jetzt kommt. Ich spuckte mir in die Hand und rieb meine Latte damit ein. Es brauchte kaum Druck und sein Loch ließ mich problemlos in ihn gleiten, bis ich mit meinem Freund vereint war.

Da beschloss ich für mich selbst. Genau das ist es, was ich will. Mich in ihm versenken. In seine wunderschönen Augen blicken, während ich ihn liebte. Sein heißes Stöhnen hören wir immer, wenn ich in ihn stoße. Ihn so lange küssen, bis es uns den Atem raubt. Spüren, wie er sich in meine Haut krallt, je näher er seinem Orgasmus kommt. Zusehen, wenn er mit einem lauten Aufschrei seine Sahne zwischen uns pumpt und er mich dadurch automatisch mit über die Schwelle nimmt, bis ich meine Ladung tief in seinen Darm spritze.

Ich ließ mich einfach auf ihn fallen. Schlang meine Arme um ihn und wir küssten uns, bis wir wieder zu Atem kamen.
»Nur fürs Protokoll: Ich brauche niemand anderen, auch keinen zweiten von dir. Ich will nur dich«, sagte ich zu Chris und schaute ihm dabei in die Augen.
»Ich liebe dich«, gab er mir als Antwort zurück und strahlte mich an.
»Ich dich auch mein Schatz.« Es war ein sehr schöner Moment gewesen.
Als wäre eine große Last von uns abgefallen. Wir kuschelten uns aneinander und haben fast Michael vergessen. Der hat wahrscheinlich alles lautstark mitbekommen und sitzt vorfreudig im Wohnzimmer.

»Was machen wir jetzt mit Michi?«, fragte mich Chris.
»Wartest du kurz hier? Lass das mal meine Sorge sein. Ich bin noch nicht fertig mit dir«, sagte ich und stand auf.
Diesmal zog ich mir sogar eine Boxershort samt T-Shirt an und sammelte Michaels Klamotten ein, welche er die Nacht hier ausgezogen hatte. Natürlich saß er noch nackt und geil im Wohnzimmer und war schon voller Vorfreude.
»Alter, was habt ihr da drinnen bitte veranstaltet? Habt ihr das Zimmer zerlegt? Bin ich jetzt dran?«

Er war schon am Aufstehen, da habe ich ihm einfach seine Sachen vor die Füße geworfen.
»Nein, du bist nicht dran und wirst es auch nie sein. Ich habe da keinen Bock mehr drauf. Ich liebe deinen Bruder sehr und hoffe, du kannst das akzeptieren und lässt uns ab sofort mit deinem Anmachen in Ruhe. Chris fühlt sich dabei nicht wohl und ich will nicht, dass dies irgendwann einmal zwischen uns stehen könnte. Es tut mir leid, dass du gerade eine Krise durchmachst, aber es wird auch wieder besser werden. Solltest du wieder ein Problem haben, kannst du gerne zu uns kommen. Wir sind gerne für dich da. Mehr aber nicht. Also zieh dich jetzt bitte an und lass uns den Tag einfach vergessen. Abgemacht?«
Ich habe schon damit gerechnet, dass er jetzt wieder versucht, das Ganze ins Lächerliche zu ziehen, aber er zog sich seine Sachen an.

Bevor er sich auf den Weg zur Tür machte, ging er an mir vorbei zu Chris und umarmte ihn.
»Du hast echt großes Glück, kleiner Bro, wir sehen uns später«, sagte er zu ihm, bevor er aus der Wohnung verschwand.
Ich habe nicht mitbekommen, dass Chris aus dem Schlafzimmer kam und wie lange er überhaupt schon hinter mir stand.
»Wenn er das nicht kapiert hat, weiß ich auch nicht, aber er hat recht. Ich habe verdammt großes Glück, dich an meiner Seite zu haben.«, meinte mein Schatz, als er mir um den Hals fiel und mich anschließend küsste.

Tatsächlich nahm sich Michael meine Worte zu Herzen und verhielt sich wieder ganz normal uns gegenüber. Chris ist kurz drauf auch bei mir eingezogen. Zwar war die Wohnung nicht riesig, aber für uns beide reichte sie. Klar gabs auch mal kleine Streitereien wie bei jedem Paar, aber der Versöhnungssex war es wert. Man sollte ja auch nie im Streit schlafen gehen, was bei uns nicht möglich war, denn wir trieben es immer noch genauso oft und versaut wie beim ersten Mal.

Teil 2 – Wie ging es mit Michael weiter

Michael – 11 Jahre später

Gerade hatte ich den Briefkasten geleert und hielt den schön verzierten Umschlag in den Händen.
»Mia, komm schnell. Schau mal, was wir gerade bekommen haben.«, rief ich in den Raum.
Ich wusste schon, was dort drin enthalten ist, denn Chris spricht von nichts anderem mehr, wenn wir ab und zu mal miteinander telefonierten oder uns bei meinen Eltern trafen. Mia kam sofort angerannt und setzte sich auf meinen Schoß und wir öffneten gemeinsam den Umschlag. Es war eine aufwendig verzierte Karte, auf der mit großen Buchstaben stand: „Nach 12 Jahren trauen wir uns und sagen endlich Ja!“

Ich konnte nicht fassen, dass mein kleiner Bruder vor mir heiraten würde, aber ich freute mich sehr für die beiden. Im Innenteil strahlten uns die Gesichter von Chris und Jonas entgegen. Sie waren wie damals schon ein bildhübsches Paar und sahen sehr glücklich auf dem Foto aus.
»Schau, Papi, da sind Onkel Chris und Jonas«, sagte mir meine kleine Tochter freudig.
»Ja, Mia, die beiden werden bald heiraten und wir sind dazu eingeladen«, erklärte ich ihr und sie schaute mich mit großen Augen an.
»Was ist heiraten?«, fragte sie mich neugierig.
Also erklärte ich ihr, dass, wenn sich zwei Menschen ganz dolle liebhaben und für immer zusammenbleiben möchten, sie mit all ihren Freunden und der Familie dies zusammen feiern.

»Und wann tust du heiraten?«, wollte mein kleiner Sonnenschein wissen.
Tja, das konnte ich ihr nicht beantworten. Meine bisherigen Beziehungen waren nicht erfolgversprechend, dass ich auch nur den Gedanken gehabt hätte, eine von ihnen auch nur zu fragen. Meine letzte Freundin hat mich direkt nach Mias Geburt verlassen. Wir hatten immer verhütet, aber dann hieß es plötzlich, sie sei schwanger. Sie wollte die Schwangerschaft sofort abbrechen, als sie es erfahren hatte, doch da war es schon zu spät. Ich dachte erst, sie sei mir fremdgegangen, aber ein Vaterschaftstest bewies eindeutig, dass ich der Vater war. Sie trug Mia tatsächlich aus und nach der Entbindung wollte sie Mia zur Adoption freigeben. Dies brachte ich nicht übers Herz und bin seitdem glücklicher alleinerziehender Papa.

Ich schenkte ihr meine gesamte Aufmerksamkeit und dieses Jahr wird sie schon fünf Jahre alt. Die Zeit verging wie im Flug. Chris und ich haben mittlerweile die Firma von unserem Vater übernommen und ohne die Hilfe von ihm und Jonas hätte ich es mit Mia nie geschafft. Natürlich greifen mir meine Eltern auch unter die Arme. Sie waren ja selber stolz, eine so tolle Enkeltochter zu haben. Auf meine Familie konnte ich mich immer verlassen.

Sicher war ich noch immer neidisch auf meinen Bruder, dass er so einen großartigen Partner gefunden hatte. Ich wünschte mir selbst, gerade wenn Mia abends im Bett lag, genauso jemanden an meiner Seite. Ich denke auch oft an damals zurück, wie sie mich in die Schranken gewiesen hatten. Mittlerweile können wir darüber lachen, aber ich habe am eigenen Leib erfahren, was ein Dreier für Folgen haben konnte. Mit meiner damaligen Ex hatte ich es ausgelebt. Wir hatten einen sehr gut aussehenden und netten Typen kennengelernt und uns oft mit ihm getroffen. Das Resultat war, dass wir uns beide in ihn verknallten und am Ende entschied er sich für sie und ich war wieder Single.

Bei meiner Mum hatte ich sogar mal einen gewaltigen Zusammenbruch. Ich verstand nicht, wieso ich immer so ein Pech in der Liebe haben musste. Ich verlange doch nicht viel. Nur ein bisschen Glück. Da schlug selbst sie mir vor, es vielleicht auch mal mit einem Mann zu probieren, aber nachdem ich ihr erzählte, dass ich selbst das schon versucht hatte, wusste sie auch keinen passenden Rat mehr. Nur die Standardsätze eben. Alles wird besser und irgendwann kommt schon der/die Richtige für mich. Aber jetzt zählte sowieso erst einmal Mia. Ich wollte für sie eine unbeschwerte Kindheit und sie sollte keine weiteren Verluste mehr ertragen.

Am Sonntag wurden wir immer bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und so machten wir uns auch heute auf den Weg zu ihnen. Die Sonne knallte auf uns herab und so war es perfekt, denn dann konnte meine Kleine mit ihrem Opa im Pool toben. Trotzdem war es immer das Gleiche, wenn wir bei meinen Eltern ankamen. Die Autotür flog zu und das Kind war weg und der Papa abgeschrieben. So konnte ich mich aber auch ein bisschen entspannen und mich mit meiner Familie unterhalten. Dort drehte sich nicht alles um Prinzessinnen und Pferde.

Als ich reinkam, tobten alle bis auf meine Mum im Pool mit Mia und ich ging zu ihr in die Küche. Wir unterhielten uns ein wenig über die Woche und natürlich über die bevorstehende Hochzeit.
»Michi, Schatz, was machst du eigentlich am Samstag? Bei Joas im Gasthof gibt es ein großes Familienfest und ich würde Mia gerne mit dorthin nehmen. Passt das für dich?«, fragte sie und sicher hatte ich kein Problem damit.
»Vielleicht hast du ja auch Lust und Zeit, mit auszuhelfen. Chris und Jonas suchen noch jemanden für die Bar, weil wohl sehr viele Leute kommen werden«, war direkt ihre nächste Frage und ich war froh, wenn ich den beiden auch mal unter die Arme greifen konnte.
»Klar, kein Problem, solange du auf Mia schaust, mache ich das gerne«, meinte ich.

Wie es aussah, wollte Jonas den kleinen Gasthof übernehmen, wenn die beiden Inhaber in Rente gingen. Noch waren es zwar ein paar Jahre, aber er konnte sich nicht vorstellen, nicht mehr dort zu arbeiten und das Ehepaar war davon sehr begeistert. Sie hatten selbst keine Kinder und mir kam es vor, dass sie dafür Jonas als Ersatz ansahen. Ich fand es eine richtige Entscheidung, denn die Atmosphäre dort war wirklich schön und ich hatte schon ein paarmal hinter der Bar mit ausgeholfen Da sollte es auch am Samstag keine Probleme geben. Den Rest des Tages verbrachten wir dann noch bei meinen Eltern und Jonas klärte mich über alle Details auf.

Das Familienfest

Mit diesem Ansturm hatte aber niemand von uns gerechnet. Nachdem ich Mia bei meiner Mum abgeliefert hatte, war ich pünktlich um halb elf am Gasthof. Es waren schon einige Gäste da, obwohl das Fest erst um zwölf beginnen sollte. Jonas ging hinter der Bar unter und war erleichtert, als er mich sah. Also Schürze um und direkt ging es los. Zu zweit schafften wir es, einigermaßen mit den Bestellungen klarzukommen und gleichzeitig das Chaos zu beseitigen. Um zwölf kamen dann auch meine Eltern mit Mia, die wie erwartet gleich nach draußen zur Hüpfburg stürmte. Chris hatte ich die ganze Zeit über nicht gesehen, aber Jonas meinte, dass er sich draußen um die ganzen Attraktionen für die Kids kümmerte und aufpasste, dass sich niemand verletzte.

Als es ruhiger wurde, schickte ich Jonas zu Chris, damit er ihm etwas unter die Arme greifen konnte. Das Kaffee-Geschäft übernahm Jonas‘ Chefin und Essen gab es sowieso heute nur vom Grill draußen auf der großen Wiese. Ich polierte gerade die Gläser und stand mit dem Rücken zur Tür, als ich Mia rufen hörte.

»Da, das ist mein Papi.«
Ich drehte mich um und dachte, ich sehe nicht richtig. Sie saß auf den Schultern eines wildfremden Mannes. Er kam auf mich zu und setzte Mia auf einen Barhocker ab.
»Ich glaube, die kleine Dame hier gehört zu dir. Sie hat mich auf dem Parkplatz abgefangen und meinte, ich soll sie zu ihrem Vater bringen.«, sagte er lächelnd.
Es war mir etwas unangenehm und ich tadelte Mia, dass sie doch bei ihrer Oma bleiben und nicht weglaufen sollte. Danach bedankte ich mich bei ihm, dass er sie zu mir brachte.

Da kam auch Jonas in den Gastraum und steuerte auf uns zu.
»Onkel Jonas«, schrie Mia, als sie ihn sah und hielt ihre Arme in die Höhe, damit er sie auf den Arm nahm.
Der Fremde blickte von mir zu Jonas und wieder zurück.
»Das ist dein zukünftiger Schwager?«, fragte er ungläubig.
»Erstmal hi, David.«, sagte Jonas und umarmte ihn so gut es ging.
»Genau das ist Michi, Chris‘ Zwillingsbruder. Michi, das ist David, ein alter Bekannter von mir.«, stellte er uns vor.
»Ich bringe Mia mal schnell zu ihrer Oma und schaue draußen nach dem Rechten. Warte bitte kurz hier und Michi, egal was er bestellt, geht auf mich.«, meinte er und ließ mich mit David stehen.

Er bestellte sich einen Eistee und ich schenkte ihm einen ein. Er ließ mich dabei keinen Moment aus den Augen und verunsicherte mich damit. Ich stellte das Glas vor ihm ab und er fixierte mich noch immer mit seinem Blick.
»So, dann erzähl mal. Woher kennt ihr euch denn?«, fragte ich, um ihn zu beschäftigen, bis Jonas wieder da war.
»Ach, wir hatten damals ein paar Dates, bevor er mit deinem Bruder zusammenkam. Wir verstanden uns recht gut und blieben in Kontakt. Als er meinte, dass sie hier einen Koch zur Aushilfe suchen, der später einmal die Küche komplett übernimmt, wurde ich neugierig und wollte es mir einmal anschauen«, erzählte er mir und ich war überrascht.
»Du wolltest etwas von Jonas?«, platzte es aus mir heraus und er fing an zu lachen.
»Ja, aber wenn dein Bruder nur halb so gut aussieht wie du, dann verstehe ich, dass ich keine Chancen hatte.«

 Was sollte das bitte bedeuten?
»Wir sind eineiige Zwillinge. Denk dir den Bart weg und dann hast du Chris«, sagte ich ihm und es stimmte.
Ich ließ mir einen 7-Tage-Bart stehen und unterschied mich dadurch von meinem Bruder. Verwechslungen waren jetzt ausgeschlossen.
»Verstehe, aber dann hätte ich mich für dich entschieden.«, meinte er nur lässig. Flirtete er gerade mit mir oder bilde ich mir das nur ein? Sicher sah er wirklich klasse aus, denn ich hatte ihn auch unauffällig gemustert, als wir uns unterhielten, aber er wusste ja, dass ich ein Kind hatte. Ich konnte auch nicht weiter darüber nachdenken, denn da kam auch schon Jonas und sie verschwanden.

Ich schaute ihnen kurz nach und machte mich wieder an die Arbeit. Zwischendrin kam auch meine Mum mal rein, um nachzusehen, wie es bei mir aussieht.
»Hey Michi, du musst unbedingt mal rauskommen, wenn du Zeit hast und David kennenlernen.«, meinte sie.
»Danke, das Vergnügen hatte ich bereits, als er Mia zu mir brachte, weil sie allein auf dem Parkplatz herumrannte«, rügte ich meine Mutter.
»Entschuldige, die Kleine ist so ein Wirbelwind und zu schnell für meine alten Knochen«, meinte sie und verschwand schnell wieder nach draußen.

Als sich das Fest langsam dem Ende neigte, verabschiedeten sich meine Eltern und nahmen Mia mit zu sich. Sie könnte bis morgen bei ihnen bleiben, denn da trafen wir uns ja sowieso alle zum Mittag.
»Hab einen schönen Abend, Schatz, und genieße ihn«, meinte meine Mum verschwörerisch, als sie den Gastraum verließen.
Ich für meinen Teil werde, wenn ich hier fertig bin, nach Hause fahren und mir ein entspanntes Bad gönnen, dachte ich mir. Mehr aber auch nicht.

Die Bar wurde heute ganz schön in Mitleidenschaft gezogen und es dauerte länger, sie wieder auf Vordermann zu bringen, also half mir Chris dabei.
»Hast du David schon kennengelernt? Der ist richtig nett und fängt wahrscheinlich wirklich hier an«, sagte er und ich fragte mich langsam, was heute alle mit diesem David wollten.
»Ja, habe ich. Wusstest du, dass er was von Jonas wollte? Bevor er dich kennenlernte, hat er ihn gedatet«, fragte ich leicht genervt.
»Klar, das hat mir Jonas schon erzählt, aber keine Sorge, sie sind wirklich nur Freunde. Aber schön, dass du dir noch immer Sorgen um mich machst«, meinte er.
Wobei ich mir bei Jonas keine Sorgen machte, dass er meinen Bruder jemals verletzen würde.

Wir waren fast fertig mit der Bar, als auch Jonas und David im Gastraum erschienen.
»Na ihr beiden, wie siehts aus, seid ihr bald fertig? Wollen wir gleich noch irgendwo gemeinsam was essen und trinken gehen?«, fragte Jonas und Chris war sofort einverstanden.
Ich war noch am überlegen. Ich hatte kinderfrei und hatte schon meinen Plan für heute. Einfach eine Runde entspannen.
»Ach komm, Michi, Mia ist gut versorgt und du hast den Abend frei«, drängte Chris, und er hatte ja irgendwo recht.
»Ok, meinetwegen«, gab ich mich geschlagen.
Ich musste ja nicht so lange bleiben.

So machten wir uns alle kurze Zeit später gemeinsam auf den Weg und gingen in ein Restaurant mit angrenzender Diskothek. Der Abend wurde richtig angenehm. Beim Essen sprachen David und Jonas viel über den neuen bevorstehenden Job. Bis David etwas Eigenes gefunden hatte, konnte er bei ihnen wohnen. Sie fanden die Idee klasse, einen Koch im Haus zu haben. David erzählte uns ein wenig über seinen Werdegang. Ausschlaggebend dafür war sogar die Abfuhr damals von Jonas. Sehr traurig darüber war er nicht, denn er bekam kurz darauf die Möglichkeit, seine weiterführende Ausbildung in einem Nobel-Lokal durchzuführen. Er wollte schon immer von einem Sternekoch unterrichtet werden. Das ganze Essen über hörte ich ihnen größtenteils schweigend zu. Nachdem wir fertig waren, gingen wir nach nebenan.

Wir suchten uns einen leeren Stehtisch und ich bemerkte, wie David mich immer von der Seite ansah. Chris und Jonas schauten uns immer abwechselnd an und fingen an zu tuscheln. Dank der Musik konnte ich kein Wort verstehen. David schenkte mir dafür seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Er fragte mich über mein Leben aus. Ob ich Single wäre, es jemanden in meinem Leben gab und auch, was mit Mias Mutter wäre. Er bemühte sich unser Gespräch am Laufen zu halten und ich gab ihm über alles Auskunft. Er war beeindruckt das ich die komplette Verantwortung für meine Tochter so selbstverständlich auf mich nahm. Das er Single war, hatte er vorhin schon erwähnt. Er hat sich auf die Arbeit gestürzt und nie den Richtigen kennenlernen dürfen. Wobei die Typen bei ihm sicher Schlange standen.

Meiner Meinung nach sah er sogar noch viel besser aus als Jonas. Er hatte zwar nicht so stechend blaue Augen wie er, denn sie gingen etwas mehr ins Graue. Dafür hatte er aber einen Bart. Kein wirklicher Vollbart, aber mehr als bei mir. Es stand ihm und sah gepflegt aus. Auch sein Oberkörper war definierter und nicht so drahtig wie bei uns allen. Er strotzte nur so vor Kraft. Ich glaub, hätte er uns damals bekannt gemacht, wäre ich sofort schwach geworden, aber heute ging meine Tochter vor.

Chris und Joas gingen tanzen und David rückte etwas näher an mich.
»Magst du auch tanzen?«, fragte er mich und ich schüttelte mit dem Kopf
»Nein, ich bin platt, aber geh du ruhig ich passe so lange hier auf eure Sachen auf.“, meinte ich uns streckte mich.

Doch statt zu gehen, blieb er einfach dicht neben mir stehen und wir beobachteten die beiden. Sie standen eng umschlungen auf der Tanzfläche und man konnte spüren wie glücklich die beiden noch immer waren.
»Ich sehe die beiden zum ersten Mal zusammen und ich bin etwas eifersüchtig. Sie wirken glücklich und sind ein hübsches Paar«, durchbrach David unser Schweigen.
Ich weiß nicht, was mich geritten hatte, oder ob es am Alkohol lag.
»Versuch erst gar nicht, mit ihnen im Bett zu landen, da hast du keine Chance. Mich haben sie auch abgewiesen.«

»Ich dachte, du stehst auf Frauen«, fragte er erstaunt und sah mich noch schockierter an.
Sein Gesichtsausdruck brachte mich zum Lachen.
»Nein, ich bin bi und lege mich auf kein Geschlecht fest. Außerdem habe ich mich damals auch in Jonas verschossen.«, meinte ich und erzählte ihm auch den Rest der Story.
Die beiden hätten es ihm bestimmt sowieso auf die Nase gebunden, wenn er sie darauf angesprochen hätte, und so hatte ich es gleich hinter mir. Jetzt fing auch er an zu lachen.
»Gut, das erklärt ihre Ansage, dass ich auf keinen Fall auf die Idee kommen sollte, sie nach einem Dreier zu fragen. Aber hey, dann haben wir ja schon was gemeinsam. Wir standen beide auf den gleichen Kerl und bekamen eine Abfuhr«, versuchte er aus der Story das Beste rauszuholen.

Da kamen auch Chris und Jonas zurück.
»Na, ihr scheint euch aber prächtig zu verstehen. Was gibt’s so Witziges?«, fragte Jonas.
»Ach, Michi hat mir nur ein paar alte Geschichten von euch erzählt«, meinte David und grinste.
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich feuerrot wurde, oder was mich verraten hatte, aber Chris und Jonas wussten genau, worüber wir gesprochen hatten.
»Gut, dann weißt du ja jetzt, dass wir es ernst meinten«, sagte Jonas zu David.

Wenigstens nahmen die beiden es mit Humor und es war schon recht spät geworden.
»So Jungs, ich glaube, ich mache mich langsam auf den Heimweg«, versuchte ich, mich zu verabschieden.
»Warte doch noch die paar Minuten, bis wir ausgetrunken haben, dann kommen wir mit. So musst du nicht den ganzen Weg allein laufen«, meinte Jonas und ich ließ mich breitschlagen.

Der Weg zog sich in die Länge. Vor uns liefen Chris und Jonas und hielten sich im Arm. Ich dahinter mir David. Wie in der Bar fragte er mich mehr über mein Leben aus und zwischendurch berührten sich zufällig ab und an unsere Finger. Seine Neugier war süß und auch das er mich noch bis an die Haustür begleitete. Bei Chris und Jonas sind wir schon vorbeigekommen, aber er bestand einfach darauf, mich noch nach Hause zu bringen. Ich befürchtete schon, dass er erwartet, mit mir zu mir zu kommen, aber vor der Tür nahm er mich in den Arm und gab mir einen Kuss auf die Wange.
»Ich wünsche dir eine Gute Nacht und hoffe wir sehen uns bald einmal wieder«, sagte er und machte sich schon auf den Rückweg. 

Ich stand da wie erstarrt. Nach den ganzen Jahren warf mich ein flüchtiger Kuss auf die Wange und eine Umarmung aus der Bahn. Sicher lag es auch daran, dass beides von einem sehr freundlichen und attraktiven Mann stammte. Damit hatte er mich jedoch überrumpelt und brachte Zweifel in mir hervor. Das durfte nicht passieren. Für mich zählte Mia und ihr sicheres Umfeld. Das würde ich nicht mit einer flüchtigen Bekanntschaft auf Spiel setzen, nur damit sie sich an ihn gewöhnen konnte und dann würde er mich verlassen, wie alle anderen vor ihm auch. Einen erneuten Zusammenbruch durfte auch ich nicht riskieren.

Selbst als ich im Bett lag, kreisten meine Gedanken noch um David. Seine feste Umarmung. Seine warmen Hände auf meinem Rücken. Der Kuss. Ich war bis zum Platzen erregt und musste einfach Hand anlegen. So holte ich mir in Gedanken an ihn einen runter und konnte danach schnell einschlafen. Selbst in meinem Traum verfolgte er mich und ich war gerade dabei, ihn zu küssen, als mich mein Handy aus dem Schlaf riss.

Von Sehnsucht und Zweifeln

Beim Blick auf die Uhr stellte ich erschreckend fest, dass es schon nach eins war. Ich Idiot hatte vergessen, mir einen Wecker zu stellen. Normalerweise brauchte ich nie einen. Wieso auch, denn sonst weckte mich meine Kleine, die um sechs meinte, auf mir herumzuspringen und meine Aufmerksamkeit forderte. Ich rief schnell meine Mum zurück und meinte, ich würde mich beeilen und wäre gleich da.

Ich zog mich schnell an, sprang ins Auto und fuhr los. Als ich vor dem Haus meiner Eltern stand, wunderte es mich, dass Jonas‘ Auto nicht da war. Selbst wenn er arbeiten musste, nahm sonst Chris seinen Wagen. Ich ging gleich durch den Garten und blieb abrupt stehen, als ich David sah. Mia saß auf seinem Schoß und zupfte ihm an seinem Bart. Er lächelte sie nur lieb an und erzählte mit ihr. Ich kam langsam aus meiner Deckung und begrüßte alle. Mia sprang sofort von David und rannte zu mir herüber.

»Papiiii«, schrie sie, bis sie mir in die Arme sprang und sich an mich kuschelte.
»David hat den ganzen Morgen mit mir gespielt und Oma beim Kochen geholfen. Das kann er richtig gut. Er hat mir auch versprochen, dass wir nachher ein Eis essen gehen, weil ich auch dabei geholfen habe.«, plapperte sie ohne Punkt und Komma.
Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Ich blickte zu David, aber er schenkte mir nur ein Lächeln und zuckte mit den Schultern. Ich war einfach perplex und gab Mia einen Kuss auf die Stirn, setzte sie ab.
»Jetzt gibt es erst einmal Mittagessen und danach schauen wir mal, woher wir dir ein Eis besorgen können.«
Jetzt begrüßte ich auch meine Eltern und von David bekam ich wieder eine Umarmung.

Beim Essen klärten sie mich über das Fehlen von Chris und Jonas auf. Beide mussten in den Gasthof, da es eine größere spontane Reservierung gab und da meine Eltern alle drei zum Essen eingeladen hatten, brachten sie nur David vorbei, welcher hier so lange auf sie wartete. Meine Mum bewunderte die ganze Zeit Davids Kochkünste und dass wir uns davon doch mal eine Scheibe abschneiden könnten. Allgemein warf sie mir die ganze Zeit komische, vielsagende Blicke zu. Nach dem Essen bat sie mich, ihr beim Abräumen zu helfen und als wir in der Küche waren, schloss sie die Tür und ging wie immer gleich in die Offensive.

»Komm schon, Michi, Dir gefällt er doch auch. Schau, wie er dich ansieht. Versuch doch dein Glück«, platzte es aus ihr heraus.
»Ach Mum, bitte. Ja, er gefällt mir sehr, aber ich will niemanden in mein Leben holen wegen Mia. Sie gewöhnt sich an ihn und er wird mich wie alle anderen verlassen. Das will ich nicht. Lieber, wenn sie etwas größer ist und es versteht«, versuchte ich zu erklären.
Sie konnte es auch nachvollziehen, war aber nicht glücklich darüber. Ich ging aus der Küche und im Wohnzimmer fiel mein Blick auf die Couch. Da saß David und Mia hatte sich an ihn gekuschelt und war wohl so müde vom Spielen und Essen, dass sie eingeschlafen ist. Es sah sehr süß aus und ein bisschen war ich sogar neidisch auf sie.

Ich schnappte mir eine Decke und befreite David von Mia. Ich legte ihren Kopf vorsichtig auf das Kissen und deckte sie zu. So konnten wir uns leise wieder auf die Terrasse schleichen. Sogar meine Eltern waren beide verschwunden. Na super, ich wusste, auf welchen Mist das gewachsen ist und würde meine Mutter gerade am liebsten erwürgen.

»Entschuldige bitte, aber Mia hat mich an die Hand genommen und mit ins Wohnzimmer gezogen. Ich hoffe, das war ok. Sie ist echt großartig«, entschuldigte sich David leise, um sie nicht zu wecken.
»Alles gut«, meinte ich zu ihm, obwohl ich doch ein schlechtes Gefühl dabei hatte.
»Sie ist ein aufgewecktes Kind und es hat Spaß gemacht, heute Vormittag mit ihr zu spielen. Hat sie ihren Sturkopf von dir?«, fragte er mich und brachte mich wieder zum Lachen, denn ja, der kommt tatsächlich von meiner Seite. 
Besser gesagt von meiner Mum. Die Zeit verging wie im Flug und es war schön, sich mit David zu unterhalten. Ich versuchte die ganze Zeit über, etwas zu finden, was mich an ihm störte, aber ich fand nichts.

Da hatte mein kleines Energiebündel seinen Mittagsschlaf beendet und kam zu uns herausgerannt. Statt zu mir rannte sie sofort wieder zu David und nahm seine Hand.
»Gehen wir jetzt ein Eis essen? Bitte.«, sagte sie und schaute ihn zuckersüß an.
Das Gleiche sagte er dann auch zu mir und versuchte, ihren Blick nachzumachen. Wieder brachte er mich mit seinem Blick zum Lachen und ich konnte einfach nicht nein sagen.

Ich sagte noch schnell meinen Eltern Bescheid und meine Mum konnte sich ihren Kommentar mal wieder nicht verkneifen.
»Du kannst Mia jederzeit herbringen, wenn ihr Zeit für euch allein braucht.«
»Mum, wir gehen nur mit Mia ein Eis essen. Was denkst du bitte schon wieder?«
Ich verdrehte nur die Augen und als ich aus dem Haus ging, standen die beiden schon davor, beziehungsweise Mia saß auf Davids Schultern. Die Eisdiele war nicht weit entfernt, also gingen wir zu Fuß. Mia hatte auf dem Weg einen Mordsspaß und hielt sich an Davids Haaren fest oder schlang ihre Ärmchen um seinen Hals. Für ihn war es das Selbstverständlichste auf der Welt und er ließ sich absolut nichts anmerken. Ich verbarg so gut es ging meine Zweifel und freute mich für meine Kleine, dass sie ihren Spaß hatte.

Das Eisessen war die größte Sauerei und Mia sah aus, als wäre sie mit dem Gesicht in ihr Schokoladeneis gefallen. Sie musste natürlich auch bei uns beiden probieren und bekam sogar etwas von Davids Eis ab, was sie strahlen ließ. Jetzt musste ich sie aber erstmal sauber bekommen und mit einer Serviette kam ich da nicht weit. Ich verschwand kurz mit ihr auf der Toilette.
»Die Kleine kann sich glücklich schätzen, zwei so liebevolle Väter zu haben«, meinte die Servicekraft, als wir wieder auf dem Rückweg nach draußen waren.
Ich war unfähig zu antworten und der Knoten aus Zweifeln wurde in meinem Magen immer größer. Wir gingen raus zu David und als ich bezahlen wollte, meinte er, dass es schon erledigt wäre.
»Das machen wir nachher in Ruhe«, sagte er, als ich ihm das Geld geben wollte.

So standen wir auf und wollten wieder zurückgehen. Mia hingegen hatte andere Pläne. Sie nahm mich an die eine Hand und David an die andere.
»Spielplatz«, sagte sie mehrmals laut hintereinander.
»Du kannst ruhig schon zu meinen Eltern gehen. Ich komme dann nach.«, meinte ich zu David und er grinste nur.
»Wieso sollte ich? Du hast die Prinzessin gehört. Also, wo geht’s zum Spielplatz?«, fragte er Mia und sie zog uns beide in die richtige Richtung.

Mein Gefühl wurde immer schlimmer und ich bekam schon richtige Magenschmerzen. Es wurde selbst auf dem Spielplatz nicht besser. Ja, es war hinreißend, wie liebevoll David mit Mia spielte, doch auf Dauer konnte es auch anstrengend werden. Darauf hatten die wenigsten Lust. Ich schluckte alles herunter und war froh, als wir wieder zu meinen Eltern gingen. Kurz vor ihrem Haus riss sich Mia von uns los und rannte vor.

Mir fiel noch das Geld vom Eis ein und ich zog mein Portemonnaie aus der Hosentasche und wollte gerade einen Schein herausnehmen. In dem Moment zog mich David an sich heran und gab mir einen Kuss. Nicht auf die Wange, sondern direkt auf den Mund. Für einen Sekundenbruchteil waren die Zweifel verschwunden, als ich ihn erwiderte, aber sie stürzten sofort danach auf mich ein. Ich löste mich von ihm und drückte ihm zehn Euro in die Hand und ließ ihn stehen. Wortlos fing ich schnell Mia ein und fuhr mit ihr nach Hause. Ich konnte ihn noch verschwommen im Rückspiegel sehen, denn ich hatte direkt nach dem Kuss Tränen in den Augen.

Ich schaffte es noch, mich zusammenzureißen, bis Mia endlich im Bett lag und schlief. Es war hart, denn sie schwärmte von David und wieviel Spaß wir zusammen hatten. Sicher fand ich es schön, wie liebevoll er mit meiner Tochter umging und wie selbstverständlich er auf ihre Wünsche einging und mit ihr schaukelte, rutschte oder im Sandkasten buddelte. Aber ich weiß, wie traurig sie wird, wenn sie fragt, wann ihre Mama wiederkommt. Ich muss ihr dann die Wahrheit sagen, dass sie nie wieder zu uns kommen wird und habe sie dann die ganze Nacht weinend in den Armen. So schön es mit David heute auch war und so sehr ich es mir für Mia und mich wünschen würde, möchte ich nicht der Mensch sein, welcher ihr auch noch erzählt, dass David uns verlassen hatte. Vor allem nicht, wenn er dabei auch mein Herz gebrochen hätte.

David muss Chris und Jonas alles erzählt haben, denn Chris stand am Abend plötzlich vor meiner Tür. Er sah mich nur an und sagte kein Wort, denn ich konnte die Tränen nicht mehr halten. Er versuchte, mich nicht wie die anderen zu etwas zu überreden, sondern hörte sich nur still meine Zweifel an und stand mir einfach nur bei. Pünktlich um sechs machte mich meine Kleine wieder wach. Ich muss auf dem Sofa eingeschlafen sein und Chris war weg. Meine Augen brannten und meine Stimme war noch etwas rau.
»Papi, bist du krank?«, fragte mich Mia besorgt und kuschelte sich zu mir.
»Nein, Süße, Papi geht’s gut. Ich mache uns jetzt Frühstück und dann geht’s ab in den Kindergarten«, meinte ich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

Die ganze Woche ging ich arbeiten und fixierte mich danach auf Mia. Ich unternahm so viel wie möglich mit ihr, um mich selbst abzulenken. Damit schaffte ich es, meinen Kopf und Magen etwas zu beruhigen. Am Sonntag fuhren wir wie immer zu meinen Eltern und schon seit dem Frühstück fragte mich Mia die ganze Zeit, ob David auch da wäre. Es machte mich wahnsinnig, aber natürlich brachten ihn Chris und Jonas wieder mit. Sie hing an ihm wie eine Klette und ich stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch, auch weil alle mich immer so komisch ansahen. Auch David versuchte die ganze Zeit, mit mir zu reden, aber ich ignorierte ihn.

Ich wollte nur noch hier weg und als wir endlich mit dem Essen fertig waren, sammelte ich schnell die Teller ein und brachte sie in die Küche. Ich wollte einmal durchatmen und der Situation für einen Moment entkommen. Wie immer war meine Mum mir direkt gefolgt.
»Schatz, was ist los? David …«, fing sie an und schon wieder sein Name.
»Lasst mich doch einfach mal in Ruhe und mischt euch nicht immer überall ein. Ich hab es Chris doch letzten Sonntag schon erklärt und er hat sicherlich mit euch schon darüber gesprochen«, fiel ich ihr ins Wort und ging direkt aus der Küche.

Auf der Terrasse spielte David mit Mia und ihren Plüschtieren.
»Vielleicht können wir deinen Papi ja beide überzeugen, mit uns in den Zoo zu fahren«, sagte er zu Mia und mir platzte endgültig der Kragen.
»Bring Mia bitte sofort ins Auto. Ich komme gleich.«, knurrte ich Chris an, der mich aber nur starr ansah, und ich legte etwas lauter nach: »Jetzt!«
Da sprang er auf und schnappte sich Mia.

Als sie außer Sichtweite war, ging ich auf David zu.
»Hör auf, meiner Tochter Versprechungen zu machen. Vielleicht mag es dich jetzt noch reizen, mit mir zu flirten oder mich zu küssen. Es mag auch spaßig sein, mit meiner Tochter Zeit zu verbringen. Bis du merkst, dass es doch nicht das ist, was du willst und uns verlässt. Dann darf ich der Kleinen erklären, warum sie wieder von jemandem, den sie mochte, verlassen wurde. Das kann und will ich nicht. Halt dich einfach fern von uns. Kapiert?«, brüllte ich fast und selbst mir standen dabei die Tränen in den Augen, weil ich diesen Idioten doch irgendwie mochte.
Alle schauten mich an und bevor mich ein weiterer Kommentar komplett aus der Bahn warf, verschwand ich nach draußen und ging zu Chris und Mia.

Eigentlich wollte ich nur noch nach Hause, aber Mia weinte so bitterlich. Klar verstand sie es noch nicht. Eben spielte sie noch mit ihren Plüschtieren und David. Von jetzt auf gleich ließ ich sie wegzerren. Ich wollte aber nicht, dass sie meinen Ausbruch miterleben musste. Meine Wut war wie verpufft und ich wollte sie Chris aus dem Arm nehmen und sie trösten, aber sie wollte nicht zu mir.
»Geh weg. Ich will zu David!«, schrie sie und brach mir das Herz.
Sicher weinen Kinder mal und schreien, aber das war nicht, weil sie ihren Willen nicht bekamen Es war das gleiche Weinen, wenn sie ihre Mutter vermisste. Nur sie wollte nicht ihre Mutter, sondern zu David und ihren Plüschtieren zurück. Was hatte ich nur getan?

Es war meine Mum, die mich in den Arm nahm, als die Tränen aus mir herausschossen. Sie wies Chris an, mit Mia wieder reinzugehen und zog mich nach oben in mein altes Zimmer.
»Ich bin sehr stolz auf dich, Michi. Du bist ein wunderbarer Vater und Chris hat mir deine Bedenken erzählt. Warum hast du uns nie gesagt, dass es Mia so nahegeht wegen ihrer Mutter?«, fragte sie ruhig und streichelte meinen Rücken.
»Es kommt ja nicht jeden Tag vor und wenn, bekomme ich es auch in den Griff, aber ich möchte nicht, dass sie wegen noch einem Menschen weint, den ich geliebt und auch verloren habe. Über ihre Mutter bin ich hinweg, aber du siehst selbst, wie David mit ihr umgeht und ich fange auch an, ihn mehr als nur zu mögen«, brachte ich heraus.

Sie sah mir in die Augen und lächelte.
»Er sah eben genauso verletzt aus wie du jetzt. Ich glaube, du solltest dich mal mit ihm in Ruhe unterhalten. Du wirst überrascht sein, vertrau mir. Gib ihm eine Chance und höre ihm zu«, sagte sie und gab mir einen Kuss auf die Wange.
»Warte kurz hier. Ich schau mal, ob sich Mia wieder etwas beruhigt hat.«, meinte sie und verschwand aus dem Zimmer. Kurz darauf konnte ich Mia lachen hören. Wenigstens ging es meiner Kleinen wieder besser. Langsam hatte ich mich selbst wieder im Griff und da öffnete sich auch meine Zimmertür. Statt meiner Mum betrat David das Zimmer.

»Hey, können wir kurz reden, bitte?«, fragte er leise und er sah selbst aus, als hätte er geweint.
Ich rutschte ein Stück zur Seite und machte ihm auf dem Bett Platz. Er verstand, schloss die Tür und setzte sich neben mich. Sein Blick war auf den Fußboden gerichtet. Seine Hände hatte er verschränkt und rieb mit seinen Daumen über seine Handfläche, als er anfing zu erzählen.
»Ich habe meine Eltern beide mit sechs Jahren verloren und weiß, wie es sich anfühlt, jemanden zu verlieren. Ich bin nicht Single, weil ich niemanden finden konnte, sondern weil ich Angst habe, wieder verlassen zu werden. Dann lerne ich dich und deine Tochter kennen. Ich mag euch beide sehr gern und das am letzten Sonntag fühlte sich so richtig an, bis ich mit dem Kuss alles ruiniert hatte. Mir war von Anfang an klar, dass es euch beide nur im Doppelpack geben wird, und ich finde den Gedanken schön, anstatt abschreckend. Glaub mir, auch ich habe Angst, diese Gefühle zuzulassen.“

Ich fühlte mich wie ein Riesenidiot, dass ich David sowas an den Kopf geknallt hatte.
»Sorry, das wusste ich nicht. Ich wollte dich damit nicht verletzen. Sondern nur Mia und mich schützen“, erklärte ich ihm.
Wie automatisch legte ich meine Hand auf seinen Rücken, als ich sah, wie eine Träne in seinen Schoß tropfte.
»Ich weiß. Nachdem Chris erzählte, wie es dir ging, wollte ich am liebsten sofort zu dir und es dir sagen, aber er meinte halt, das hätte keinen Sinn. Lieber sollte ich es heute versuchen, aber du bist mir aus dem Weg gegangen. Als Mia mit ihren Stofftieren zu mir kam und spielen wollte, da konnte ich nicht anders. Das mit dem Zoo ist mir einfach so rausgerutscht.“, erklärte er mir und in dem Moment sprang die Tür auf und Mia kam freudestrahlend herein und sprang auf dem Bett zwischen uns herum.

»Papi, wir müssen mit David in den Zoo, der weiß nicht, wie eine Giraffe aussieht«, sagte sie hysterisch und David zuckte zusammen.
In dem Moment schaltete mein Kopf aus.
»Ok, am Samstag fahren wir gemeinsam in den Zoo.«
Mehr wollte sie nicht hören und rannte wieder aus dem Zimmer.
»Oma, Papi hat ja gesagt. Wir fahren am Samstag mit David in den Zoo«, hörten wir sie bis hier oben schreien.

»Ich hoffe, du hast Samstag noch nichts vor?«, fragte ich David und er sah mich nur verwundert an.
»Ist das dein Ernst?«
Ich kapierte, dass sich hinter dieser hübschen, selbstbewussten Fassade wohl ein ziemlich lieber, verletzter Kerl verbarg.
»Ja, meine ich und ich frage meine Mum, ob sie hier schlafen darf. Dann kannst du etwas Leckeres für mich danach kochen. Einverstanden?«, bekam er meine Antwort und schenkte mir ein atemberaubendes Lächeln, gefolgt von einer festen Umarmung.

Mia war die Woche über kaum zu bändigen. Im Kindergarten war es ihr Thema Nummer eins, dass sie am Samstag mit ihrem Papi und David in den Zoo gehen würde. David löcherte mich damit, was ich und Mia am liebsten aßen oder was wir überhaupt nicht mochten. Ich war hin- und hergerissen. Einerseits freute ich mich drauf, aber andererseits plagten mich noch immer Zweifel. Freitag bekam ich sie kaum zum Schlafen und sie wollte noch mit David telefonieren, was sie sich morgen alles für Tiere ansehen mussten. Das Telefonat war wenig hilfreich dabei, dass sie ruhiger wurde. Er brachte sie nur auf neue Ideen. Aber immerhin blieb er so lange dran, bis sie endlich eingeschlafen war und wünschte mir danach eine gute Nacht. Nicht ohne mir noch zu sagen, wie sehr er sich auf morgen freute.

Ich wusste wieder, wieso ich Mia immer erst am selben Tag sagte, dass wir einen Ausflug machten, denn meine Nacht war schon eine Stunde eher als sonst vorbei. Sie war so aufgeregt, dass sie um fünf aufgedreht wie ein Energiebündel durch die Wohnung tobte. Wenn es nach ihr ginge, hätten wir all ihre Stofftiere mitnehmen müssen.
Als wir David abholten, war ich froh, denn nun forderte Mia seine Aufmerksamkeit und ich hatte etwas Ruhe. Am Zoo angekommen, war sie kaum noch zu bremsen. Erst als sie auf Davids Schultern saß, war sie wieder etwas beruhigt. Ich trage sie zwar auch manchmal so, aber nach der ersten halben Stunde wäre sie mir zu schwer geworden, aber ihm schien es nichts auszumachen. Für heute wollte ich meine Zweifel beiseite fegen und den Tag mit den beiden genießen.

Endlich waren wir an der Kasse vorbei und nun ging die Entdeckungstour los. Jedes Mal, wenn wir nebeneinander gingen, streichelte er unauffällig mit dem Daumen über meine Hand und schenkte mir ein unsicheres Lächeln. Als er es wieder tat, griff ich einfach nach seiner Hand und wir verschränkten unsere Finger. Wie selbstverständlich liefen wir händchenhaltend durch den Zoo. Mia war das glücklichste Mädchen und ich genoss einfach diese kleine Berührung von ihm. Zum Mittag wollte ich eins der Restaurants ansteuern, aber David meinte, es sei nicht nötig und war schon dabei, uns einen Picknicktisch zu suchen. Er hatte für uns allerlei Köstlichkeiten gemacht und ich will nicht wissen, wie lange er dafür in der Küche stand. Für Mia hatte er auch alles mit kleinen Herzchen oder Sternchen dekoriert und machte ihr sogar das Gemüse schmackhaft.

Seine Snacks waren wahnsinnig gut und ich war mehr als satt. Diesmal war ich es, der sich mit einem kleinen Kuss auf die Wange bei ihm dafür bedankte, als Mia einmal kurz wegsah. Als wir alles verstaut hatten und weitergingen, nahm uns Mia beide wieder an den Händen. Manchmal bekamen wir blöde Blicke zugeworfen, aber auch genauso viele, die uns anlächelten. Als wir am Ausgang waren, überraschte David meine Kleine noch mit einer Plüschgiraffe.

»Jetzt kannst du mir immer zeigen, wie eine Giraffe in Wirklichkeit aussieht.«
Auf dem Weg zum Auto schlief sie tatsächlich mit der Giraffe auf seinem Arm ein und nachdem wir sie im Kindersitz angeschnallt hatten, ging ich kurz zu David herüber und gab ihm noch einen Kuss auf die Wange, gefolgt von einer Umarmung.
»Danke für den schönen Ausflug und auch für das Stofftier, das wäre aber nicht nötig gewesen.«
»Schau doch, wie sehr sie sich darüber gefreut hat. Das war es wert.«, meinte er und wir schauten beide zu Mia.

Wir machten uns auf den Rückweg und David hielt die ganze Fahrt über meine Hand. Ich wollte eigentlich nicht, dass wir vor Mia uns näherkommen, aber es fühlte sich schon im Zoo so gut an und ich wollte nicht, dass es aufhörte. Wir verbrachten schweigend die Fahrt, damit wir Mia nicht weckten. Erst als wir bei meinen Eltern waren, lösten wir uns voneinander. Ich musste Mia sogar wecken und als sie merkte, wo wir sind, rannte sie gleich ins Haus und erzählte alles, was sie gesehen hatte und präsentierte stolz ihr neues Stofftier.

Nun mussten wir uns aber beeilen, wenn wir noch etwas einkaufen wollten für heute Abend.
»Hey Mia, komm, gib Papi noch schnell einen Kuss und dann sei schön brav bei Oma und Opa. Wir sehen uns dann morgen zum Mittagessen.«, sagte ich zu ihr und ging in die Hocke.

Schon kam sie angerannt und gab mir schnell einen Kuss. Danach ging sie zu David, stellte sich vor ihn und hielt ihre Hände nach oben. Er wusste bereits, was es bedeutete, und nahm sie auf den Arm. Doch dass sie ihm auch einen Kuss aufdrückte, überraschte sogar uns beide. Danach wollte sie wieder runter und quasselte auf meinen Vater ein.
»Sorry, das kam jetzt überraschend«, meinte David und rechnete schon mit einer Ermahnung meinerseits.
Aber er konnte ja nichts dafür, also.
»Wundert es dich nach so einem Tag, dass dich alle küssen wollen?«, rutschte es mir heraus, doch statt darauf einzugehen, lächelte er nur.

Wir verabschiedeten uns schnell von meinen Eltern und besorgten noch ein paar Zutaten. Bei mir zu Hause gab er mir eine klare Anweisung.
»Du lehnst dich zurück und entspannst dich. Ich kümmere mich um das Essen.«

Ich schnappte mir etwas zu trinken und setzte mich auf die Kücheninsel hinter ihm. So konnte ich sehen, was er macht und hatte ihn in meiner Nähe. Es war schon beeindruckend, wie geschickt er mit dem Messer umgehen konnte. Dabei war er hochkonzentriert und sah unfassbar sexy dabei aus. Allein zuzusehen, wie seine Muskeln unter seinem engen Shirt dabei arbeiteten. Dabei wurde mir erst einmal so richtig bewusst, wie umwerfend dieser Kerl überhaupt war.

»Jetzt verstehe ich, was die Leute damit meinen, dass Kochen sexy ist«, dachte ich laut vor mich hin und brachte ihn zum Lachen.
»Ach, macht es das? Wollen mich deswegen alle küssen?«
Er hatte es also doch verstanden, nur vor meinen Eltern nichts gesagt.»Naja, meine Kleine, hast du mit dem heutigen Tag schon um den Finger gewickelt«, sagte ich und er konterte sofort.
»Ihren Vater etwa noch nicht? Oder läuft er wieder vor mir weg?«

Die Spannung zwischen uns war greifbar. Er hatte sogar mit dem Schneiden aufgehört und sah mich von der Seite aus an.
»Wenn man jemanden festhält, dann kann er nicht weglaufen«, meinte ich spaßhalber, aber er ließ abrupt das Messer auf das Brett fallen, drehte sich um und schlang seine Arme fest um mich. Der Kuss, den er mir darauf gab, raubte mir den Atem.

Es war, als wäre ein Knoten geplatzt und alle verborgenen Gefühle zu ihm wurden auf einmal freigesetzt. Ich presste ihn mit meinen Armen und Beinen so dicht an mich, dass ich seine Wärme durch die Shirts spüren konnte. Ich konnte mit meinen Fingern spüren, wie sich seine Rückenmuskulatur anspannte, als er mich immer fester an sich presste.

Keiner von uns beiden wollte diesen Kuss lösen. Meine Hände fanden den Weg unter sein Shirt und ich erforschte jeden Zentimeter seines Rückens. Als ich jedoch seinen Hintern mit meinen Füßen noch näher an mich pressen wollte, entwich ihm ein Stöhnen in meinen Mund. Ich wiederholte es und er krallte sich in meinen Hintern. Seine Muskeln spannten sich dabei extrem an und er zuckte. Dabei stöhnte er weiter in meinen Mund. Ich versuchte, es zurückzuhalten, aber hatte bei dem Gedanken keine Chance und kam einfach mit ihm. Erst jetzt lösten wir unseren Kuss. David legte seinen Kopf auf meine Schulter und atmete heiß gegen meinen Hals.

»Scheiße, Michi, sorry, aber das war …«, fing er an und mit »verdammt heiß«, beendete ich seinen Satz.
Er schaute mich verlegen und unsicher an.
»Hast du wirklich?«, fragte ich ihn und er trat einen Schritt zurück und sein Teil zeichnete sich stark in der Jeans ab. An seiner Eichel ist ein großer feuchter Fleck zu erkennen.
»Ich konnte es nicht mehr zurückhalten. Da siehst du, was nur ein Kuss von dir bei mir anrichtet.«, sagte er und seine Wangen wurden noch röter.
Als er sah, dass es in meiner Hose nicht anders aussah, wurde sein Grinsen breiter.
»Ja, mir gings genauso, also komm wieder her«, meinte ich zu ihm und breitete meine Arme aus, aber er schüttelte nur mit dem Kopf.
»Nein, jetzt muss ich erst dir dein versprochenes Essen fertig machen, sonst bin ich dazu nicht mehr in der Lage«, erklärte er und fing gleich darauf an, weiter zu kochen.
Ich verschwand kurz im Schlafzimmer und wechselte die Jeans und die feuchte Boxershorts mit einer gemütlichen Jogginghose.

Da wir ungefähr die gleiche Größe hatten, nahm ich ihm auch eine mit, falls er auch in etwas Bequemeres und Sauberes wechseln wollte. Zurück in der Küche war er schon am Herd beschäftigt und ich nahm wieder meinen Platz ein und legte ihm die Jogger hin.

»Hier, falls du dich auch umziehen magst«, sagte ich und tatsächlich nahm er mein Angebot an und zog sich vor meinen Augen um.
Er drehte mir zwar den Rücken zu, aber streifte sich auch direkt die Boxershorts mit von seinem Hintern. Ich konnte nicht anders, als seinen strammen Hintern anzustarren. Leider wurde er schnell wieder mit Stoff bedeckt.

Er füllte die Hose aber besser aus als ich und daher spannte sie um seine Arschbacken und die festen Oberschenkel. Der Anblick war nicht weniger heiß und erst recht nicht, als er sich umdrehte und sich sein Kolben auf seinem rechten Oberschenkel klar und deutlich abzeichnete. Er machte mich verdammt scharf und ich wollte, dass er sieht, was es bei mir auslöst, denn auch meiner drückte hart gegen den Stoff. Sein Blick und wie er sich dabei leicht auf die Unterlippe biss, machten es nicht besser.
»Kannst du bitte den Tisch decken? Das halte ich nicht aus, wenn du weiter so neben mir sitzt«, bat er ganz langsam und musterte mich.
Am liebsten hätte ich ihn angesprungen, aber ich riss mich zusammen und folgte seiner Bitte.

Nach den Snacks im Zoo wunderte es mich nicht, dass auch diese Mahlzeit fabelhaft schmeckte. Wir sprachen dabei kein Wort, sondern genossen es einfach. Er sah mich dafür aber die ganze Zeit über verliebt an und suchte unter dem Tisch mit seinem Bein meine Nähe. Erst als ich aufgegessen hatte, durchbrach er unsere angenehme Stille.
»Und, wie fandest du es?«, fragte er neugierig.
»Wie auch heute Mittag war es einfach köstlich, wobei ich schon befürchtet habe, dass es versalzen wäre«, gab ich ihm die ehrliche Antwort und hoffte, er verstand meine Andeutung.
Aber stattdessen stellte er mir direkt die Gegenfrage.
»Wieso wäre es denn bei dir versalzen gewesen, wenn du gekocht hättest?«

Es entstand wieder die gleiche Spannung wie vorhin in der Küche. Ich konnte nicht leugnen, dass er es geschafft hatte mich für ihn zu gewinnen.
»Könnte gut sein.“
Da fing er an zu lächeln und stand auf. Ich dachte schon, er kommt zu mir herüber, aber stattdessen sammelte er die Teller ein und ging in die Küche. Ich war etwas enttäuscht, obwohl ich ihm gerade indirekt sagte, dass ich mich wohl in ihn verliebt hätte. So räumte ich den Rest ab und wollte alles in den Geschirrspüler räumen, als er von hinten seine Arme um mich schlang.

»Ich bin Profi und auch wenn ich mich verliebe, würde ich nie ein Essen versalzen«, säuselte er mir ins Ohr und küsste meinen Hals.
»Jetzt komm, ich habe noch Nachtisch mitgebracht, den Abwasch können wir später erledigen«, sagte er und zog mich mit sich zur Couch.

Als wir uns setzten, zog er mich sofort in seine Arme und ich saß mehr auf seinem Schoß als auf der Couch. Dann nahm er die kleine Kühltasche zur Hand und holte eine Schüssel heraus. Er hatte Schokoerdbeeren in Herzform gemacht.
»Chris und Jonas haben mich ausgelacht, weil es so kitschig ist«, sagte er verlegen. Sicher war es das, aber ich freute mich sehr darüber, weshalb ich ihm auch einen Kuss gab.
»Sie waren doch bestimmt nur eifersüchtig. Ich find es süß, dass du sie für mich gemacht hast«, meinte ich und schenkte ihm ein Lächeln.
Zwischen den Küssen fütterten wir uns gegenseitig mit den Erdbeeren. Wir waren beide komplett hart. Bei mir konnte man es sehen und bei ihm spürte ich es genau, trotzdem saßen wir einfach nur da und er hielt mich fest in seinen Armen. Früher wären wir sicher einfach übereinander hergefallen, aber das hier brauchte ich gerade viel mehr.

»Darf ich über Nacht bei dir bleiben?«, fragte er mich leise und vorsichtig.
»Nur wenn du mich die ganze Nacht so festhältst wie jetzt«, bekam er meine ehrliche Antwort.
Als wir ins Schlafzimmer gingen, dachte ich schon, dass er mit mir schlafen wollte, aber wir legten uns angezogen ins Bett, kuschelten, küssten uns und erzählten, bis wir einschliefen.

Auf eine neue Liebe

Er hatte mich tatsächlich die ganze Nacht in seinen Armen gehalten und weckte mich mit einem seiner Küsse. Selbst als ich wach war machte er keine Anstalten, dass es dazu führte. Im Auto auf dem Weg zu meinen Eltern sprach ich es dennoch an.
»Sag mal, ich hatte erwartet, dass du mit mir schlafen wolltest, aber du hast es nicht einmal versucht.«
»Und wie ich es wollte«, meinte er, strahlte mich an und nahm meine Hand.
»Aber ich wollte es nicht vermasseln. Außerdem reichte es mir schon, endlich deine Nähe zu spüren und dich küssen zu dürfen. Für den Rest haben wir doch hoffentlich noch öfter die Gelegenheit. Also falls du es auch möchtest, dass ich ein Teil deines Lebens werde.«, sprach er weiter und drückte meine Hand fester.
Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, wie er mich unsicher ansah.

Ich ließ ihn noch kurz schmoren, bis wir am Haus meiner Eltern waren und als ich geparkt hatte, zog ich ihn in einen Kuss.
»Ja, ich würde mich freuen, wenn du ein Teil unseres Lebens wirst und bitte lass mich diese Entscheidung nie bereuen.«, sagte ich ihm und er hörte nicht mehr auf, mich zu küssen.
Jetzt mussten wir kurz im Auto warten, denn mit den Ständern konnten wir beide nicht vor allen auftauchen. Nachdem wir uns halbwegs beruhigt hatten, gingen wir durch den Garten und wurden herzlichst von allen begrüßt. Meine Kleine sprang erst mir in die Arme und danach musste David dran glauben. Ich wusste nicht, wer von beiden sich gerade mehr freute. Sofort nach der Begrüßung zog sie ihn zu ihren Stofftieren und beide spielten unseren Tag von gestern nach.

Chris zog mich gleich zur Seite und war ganz aufgeregt.
»Los, erzähl schon, wie war eure Nacht? Wie war der Sex? Mum sagte, ihr habt euch eben im Auto geküsst und so wie ihr euch anseht, ist da mehr gewesen.«, löcherte er mich direkt.
»Wir haben nicht miteinander geschlafen.«, war meine Antwort und für ihn war das unbegreiflich.
»Was, wieso? Schau dir den Kerl doch mal an. Der steht total auf dich«, hakte er nach und ich klärte ihn auf.
»Ja, und ich auch auf ihn. Wir hatten eine wunderschöne Nacht zusammen und wie es aussieht, werden wir davon auch noch einige vor uns haben. Man kann sich auch in jemanden verlieben, ohne es vorher wild miteinander zu treiben.«

Ich dachte, es würde länger dauern, bis Chris die Bombe platzen lässt, aber noch bevor wir uns zu den anderen an den Tisch setzten, platzte er schon mit den Neuigkeiten heraus.
»Tja, Mom, sieht so aus, als würdest du doch zwei Schwiegersöhne bekommen, aber eine Enkeltochter hast du ja trotzdem.«
Manchmal wünschte ich mir eine Familie, die nicht aus jedem kleinen Detail einen gewaltigen Aufstand macht und mir kam es so vor, dass es meine Mum noch mehr freute als mich. Wie damals bei Jonas musste auch David sofort mit Umarmung und Küsschen in der Familie willkommen geheißen werden. Nur damit sie ihn danach gleich für nächsten Sonntag zum Kochen einteilen konnte.

Zum Glück verstand es Mia noch nicht ganz. Ja, ich wollte, dass David Zeit mit ihr verbringt, aber noch nicht, dass sie weiß, dass wir zusammen sind. Doch wir waren selbst schuld. Wir dachten, sie schläft noch auf der Couch und haben uns doch getraut, uns einmal zu küssen. Natürlich musste sie in genau diesem Moment aufstehen und in den Garten kommen. Sie kam sofort auf uns zugerannt und wollte auf Davids Arm. Als er sie hochnahm, gab sie ihm einen Kuss auf die Wange.
»Wofür war der denn?«, fragte er Mia und sie lächelte ihn nur an.
»Ich habe dich auch ganz dolle lieb«, sagte sie ernst.
Seit sie damals Chris und Jonas dabei zusah, als sie sich küssten, haben sie ihr mal erklärt, dass wenn sich zwei Menschen küssen, es bedeutet, dass sie sich sehr liebhaben.

Anlügen wollte ich sie nicht und so erklärte ich ihr, dass David von nun an mehr Zeit mit uns verbringen würde. Ich meine auch dass sie unser Temperament aus der Familie geerbt hatte, denn auch sie freute sich darüber mehr als erwartet. Jetzt wollte sie nun so schnell wie möglich nach Hause, damit sie David ihre ganzen anderen Spielsachen zeigen konnte und er mit ihr spielt. Er hingegen stand wie selbstverständlich auf und nahm meine Hand.
»Komm, du hast die Prinzessin gehört.« Und schon waren wir drei auf dem Heimweg.

Ihr Zimmer sah danach aus wie ein Schlachtfeld. Sie musste David wirklich alles zeigen und als ich dabei war das Chaos wieder zu beseitigen, zauberte David uns etwas zum Abendessen. Nachdem ich Mia noch gebadet hatte, wollte sie, dass David ihr heute eine Gute-Nacht-Geschichte vorlas. Wir kuschelten uns alle drei zusammen und ich konnte die Faszination meiner Kleinen verstehen. Er gab sich beim Lesen sehr viel Mühe und gab jedem Charakter eine eigene Stimme. Sogar ich fand es schade, dass er aufhörte, als Mia eingeschlafen war. Wir schlichen uns leise aus ihrem Zimmer und nahmen uns noch etwas Zeit für uns.

Mia fing an zu quengeln und ich ging, um nach ihr zu sehen, aber es war alles gut. Als ich zurückkam, war David gerade dabei, sich seine Jacke anzuziehen.
»Magst du nicht bleiben?«, fragte ich ihn etwas traurig, aber er erklärte mir, dass er morgen ganz früh mit dem Chef der Gasstätte einkaufen fahren wollte und danach möchte er ihn einarbeiten.
»Wenn ich darf, komme ich morgen gerne wieder zu euch, sobald du Mia vom Kindergarten abgeholt hast und bleibe auch gern über Nacht bei dir.«, meinte er und gab mir noch einen langen Kuss.
Natürlich wollte ich es und er machte sich auf den Weg. Ich wollte ihn fahren, aber die paar Meter zu Chris und Jonas schaffte er schon.

Direkt nach der Arbeit schrieb ich ihm, dass ich Mia abholen würde und wir ihn auf dem Rückweg einsammeln könnten. Er muss neben dem Handy gesessen haben, denn sofort bekam ich die Nachricht das er noch etwas zu erledigen hatte und danach direkt zu uns kommen würde. Wie auch gestern war es ein schöner Nachmittag und er verwöhnte uns mit seinem leckeren Essen. Am Abend brachten wir wieder gemeinsam Mia ins Bett. Nur dieses Mal lag ich danach fest an ihn gepresst in seinen Armen. Ich hatte nur noch meine Shorts an und wollte ihm gerade sein Shirt ausziehen, da stoppte er mich.

»Warte bitte. Ich schlafe nachts immer mit T-Shirt. Ich hoffe, das ist ok?«, erklärte er mir unsicher.
»Ok«, meinte ich.
Zwar wunderte es mich ein wenig, aber ich machte mir darüber keine Gedanken. Die Hauptsache, ich konnte mich an ihn schmiegen und er hielt mich in seinen Armen.
Mehr passierte nicht. Schon allein wegen Mia trauten wir uns nicht.

Wir vereinbarten auch, dass unser erstes gemeinsames Mal etwas Besonderes werden sollte, und ich schlug vor, dass ich meine Eltern frage, ob sie Mia am Samstag noch einmal nehmen würden. Nachdem das geklärt war, zog er mich wieder in seine Arme. Wenigstens hatte er kein Problem damit, dass ich meine Hand unter sein Shirt schieben durfte, um seinen Bauch zu kraulen, bis ich einschlief.

Hätte ich mich bis dahin noch nicht in diesen Kerl verliebt, dann spätestens nach dieser Woche. Jeden Morgen machte er uns Frühstück, während ich Mia für den Kindergarten fertig machte. Sogar ein Pausenbrot hat er für uns beide vorbereitet. Danach brachten wir Mia in den Kindergarten und anschließend setzte ich ihn am Gasthof ab, bevor ich selbst zur Arbeit fuhr. Am Nachmittag wartete er meist schon vor der Tür, als wir heimkamen. Er verwöhnte uns mit seinen Kochkünsten.
»Bei David schmeckt es viel besser als bei dir, Papi«, haute mich meine Kleine in die Pfanne, aber ich hatte ihr ja selbst beigebracht, nicht zu lügen.
Das hatte ich nun davon. Aber klar, er konnte tausendmal besser kochen als ich und fand es klasse, wie er ihr jegliches Gemüse schmackhaft machte.

Sein Shirt durfte ich nie ausziehen und es wunderte mich immer mehr, aber spätestens am Samstag würde ich es ihm zur Not vom Körper reißen. Dafür waren wir beide aber mittlerweile so heiß aufeinander, dass wenn wir uns in einem Kuss verloren, es passierte das einer von uns allein durch die Reibung kam.

Endlich kam der Samstag und wir machten vorher mit Mia noch einen Ausflug zum Spielplatz und zur Eisdiele, bevor wir sie bei meinen Eltern absetzten und zu mir fuhren. Schon als wir durch die Tür waren, hingen wir aneinander.

»Du glaubst nicht, wie sehr ich dich will«, säuselte ich gegen Davids Lippen. »Wahrscheinlich genauso sehr wie ich dich, aber vorher muss ich dir etwas zeigen. Bitte versprich mir, dass du nicht ausflippst. Ok?“, meinte er und wurde etwas ernster.
Ich gab ihm mein Wort und er trat einen Schritt zurück und zog etwas unsicher sein Shirt aus. Im ersten Moment verstand ich nicht, was er meinte. Gut, er war etwas behaarter als ich, aber das hatte ich sowieso schon gespürt. Er war über der Brust tätowiert und ein Streifen dichteres Haar verlief von seinem Bauchnabel nach unten und verschwand in seinem Hosenbund. Ich fand ihn eher sexy.

»Was meinst du? Du siehst total heiß aus«, gab ich ihm meine ehrliche Meinung.
»Schau bitte genauer hin«, meinte er und deutete auf die Tätowierung.
Ich ging auf ihn zu und sah es mir von Nahem an. Das Family Forever konnte man klar und deutlich erkennen, aber darunter standen drei verschnörkelte Namen. Horst, Elisabeth und MIA.
»Warum?«, brachte ich nur perplex heraus.
Ich legte meine Hand auf seine Brust, als er anfing, es mir zu erklären.
»Das mit meinen Eltern weißt du ja bereits, aber ich hatte auch eine kleine Schwester. Sie sind alle bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Mia erinnert mich sehr an sie. Ich hatte etwas Angst, es dir zu zeigen, dass es dich vielleicht abschrecken könnte, aber heute hättest du es so oder so gesehen.«

Ich nahm ihn einfach fest in den Arm.
»Es schreckt mich nicht ab, aber das erklärt auch, wieso du mit Mia so liebevoll umgehst«, sagte ich und schaute ihn dann wieder an.
»Aber du bist hoffentlich nicht nur deswegen mit mir zusammen?«, fragte ich nun unsicher.
In seinem Gesicht erschien wieder sein umwerfendes Lächeln.
»Nein, du Spinner, es war einfach Glück, dass ihr Vater ein atemberaubender, lieber, heißer Kerl ist, der auch auf Kerle steht und Single war. Auch ohne Mia hätte ich versucht, dein Herz zu erobern«, sagte er und jetzt wollte ich ihn nur umso mehr.

»Gibt es sonst noch ein düsteres Geheimnis, das zwischen uns steht, oder können wir jetzt endlich die Klamotten loswerden? Denn ich halte es langsam nicht mehr aus«, fragte ich.

Er schüttelte nur mit dem Kopf und zog mich in einen leidenschaftlichen Kuss. Unsere Klamotten konnten wir gar nicht so schnell, wie wir wollten, loswerden und endlich hatten wir engen Hautkontakt. Es war besser als in meinen Vorstellungen, diesen heißen Mann an mich gepresst zu haben. Er packte mich unter den Hintern, hob mich hoch und trug mich ins Schlafzimmer und warf mich aufs Bett. Wir haben so lange auf diesen Moment gewartet, dass für Zärtlichkeiten kein Platz war. Er kniete sich gleich verkehrtherum auf mich und fing direkt an mir einen zu blasen.

Sein Teil lag hart und heiß auf meiner Brust. Er rieb sich bei seinen Bewegungen an mir und ich hatte seinen geilen Hintern vor Augen mit Blick auf seine Rosette. Ich packte ihn an seinen Hüften, vergrub mein Gesicht darin und fing an ihm sein Loch zu lecken. Sein Schwanz zuckte und ich entlockte ihm ein tiefes Stöhnen. Ich drückte meinen Daumen in sein Loch und spielte mit der Zunge an seinen Eiern. Endlich hob er sein Becken so weit, das auch ich an seiner Eichel lecken und ihn blasen konnte. Sein Schwanz war gewaltig von der Länge und vom Durchmesser. Ich schaffte es gerade so die Hälfte davon in mir aufzunehmen, ohne zu würgen.

Er presste sich gegen meinen Daumen und war bereit weitere zwei Finger von mir aufzunehmen. Schnell fand ich seine Prostata und fing sie an zu massieren. Er hörte auf mich zu blasen, legte seinen Kopf auf meinen Oberschenkel und stöhnte laut seine Lust heraus. Es machte mich an und ich konnte nicht aufhören ihn zu fingern und zu blasen.

»Michi, hör auf, sonst komme ich gleich«, stöhnte er und genau das wollte ich und machte weiter.
Ich packte ihn zusätzlich an die Eier und da konnte er es nicht mehr halten und pumpte mir seine Sahne in den Rachen. Ich wusste bereits das er eine gewaltige Menge abspritzte, aber diesmal wollte er gar nicht aufhören. Schub um Schub lief mir sein Saft die Kehle herunter, doch irgendwann beruhigte er sich und zog sich aus meinem Mund zurück. Dafür hielt er mir wieder sein Loch vor die Nase, damit ich ihn wieder lecken konnte. Jetzt bekam ich den geilsten Blowjob der Welt und er hörte erst auf als ich in seinem Mund explodierte.

Direkt, nachdem er den letzten Tropfen aus mir sog, drehte er sich um und schlang seine Arme um mich. Der Kuss und sein Blick sprühten vor Verlangen. Wir drehten uns so auf dem Bett, dass er auf dem Rücken lag und seine Beine mich umklammerten. Mein Schwanz ist wie automatisch zwischen seine Arschbacken gerutscht und meine Eichel rieb an seinem Loch.
»Bitte, Michi, ich will dich in mir spüren!», sagte er mir gegen die Lippen und erst da fiel mir ein, dass ich etwas Wichtiges vergessen hatte.
»Shit, hast du Kondome dabei?«, fragte ich schnell.
»Wir brauchen keine. Vertrau mir und nimm mich endlich.«, brachte er unter Stöhnen heraus, da er sich schon selbst auf meine Eichel schob.

Ohne Probleme nahm er mich in sich auf. Er brauchte keine Eingewöhnung, sondern bettelte gleich, dass ich loslegen sollte. Die langsamen tiefen Stöße reichten ihm nicht. Er trieb mich an, bis ich ihn nahm wie ein Tier. Sein Stöhnen wurde immer lauter, je härter und fester ich zustieß. Unsere Gesichter nur cm voneinander entfernt. Fixiert von seinem glasigen und willenlosen Blick. Ich gab alles und als er anfing, die Augen zu verdrehen, brauchte es nicht mehr viel. Ein paar weitere tiefe Stöße später fühlte sich mein Schwanz an wie in einem Schraubstock. Er schrie seinen Orgasmus heraus und fing an, gegen meinen Bauch zu spritzen. Dies brachte mich über die Schwelle und ich trieb mich noch einmal so tief es ging in ihn. Ich musste mich an ihn klammern, während ich mich heftig in ihm entlud.

Nachdem wir wieder zu Atem kamen, zog er mich aus ihm zurück und ließ mich neben ihm aufs Bett fallen.
»Wahnsinn, das war …«, fing ich an.
»… schon viel zu lange überfällig.«, beendete David meinen Satz.

Da drehten wir beide den Kopf zueinander und fingen an zu lachen, nur um uns gleich wieder zu küssen. Er verschwand kurz im Badezimmer und ich beseitigte unsere Spuren mit einem alten Handtuch. Ich brauchte dringend etwas zu trinken und ging in die Küche. Als ich am Waschbecken stand, um mir ein Glas Wasser zu holen, schlang er seine Arme um meinen Bauch und presste sich an mich.

Es war schon heiß, wie sein Teil an meinem Hintern rieb und immer härter wurde. Dazu erregte es mich immer mehr, als er dabei meinen Oberkörper streichelte und meinen Hals küsste.
»Wenn du mich mit deinem Gerät nehmen möchtest, darfst du aber nicht so hart rangehen wie wir eben«, erklärte ich ihm vorsichtshalber.
Zwar wurde ich schon ein paar Mal gevögelt, aber nicht mit so einem Kaliber. Ich trank schnell einen großen Schluck und den Rest trank David aus, bevor er mich in seinen Armen drehte.

»Also wenn du das unbedingt möchtest, erfülle ich dir den Wunsch gerne irgendwann einmal, aber eigentlich mag ich es lieber, genommen zu werden. Aber ich fände es klasse, wenn du mich später noch einmal zärtlich nimmst. Doch jetzt will ich erstmal in aller Ruhe jeden Zentimeter deines wunderschönen Körpers verwöhnen.«, meinte er und schon trug er mich zurück ins Schlafzimmer.

Er hatte Massageöl mitgebracht und fing an, mir den Rücken zu massieren. Wahnsinn, tat das gut. Der Kerl war ein wahres Multitalent. Mir brannte aber noch eine Frage auf den Lippen.
»Kannst du mir erklären, wieso wir kein Kondom brauchten? Also keine Sorge, ich bin gesund, aber ein wenig überrascht war ich trotzdem.«
»Naja, du kennst Jonas und Chris. Die beiden vögeln wie die Karnickel und ich habe sie nicht nur einmal dabei erwischt, als ich nach Hause kam. Es wurde mir schon unangenehm, aber ich habe sie nie ein Kondom benutzen sehen und so kamen wir auf das Thema. Ich hatte bisher nur wenig Sex und wenn, dann auch immer geschützt. Die meisten habe ich so weit nicht an mich herangelassen. Jonas meinte, wenn, soll ich es mit dir ausprobieren und da erzählte Chris mir, dass du gesund bist. Deswegen bin ich dann auch gleich den nächsten Tag losgegangen. Ich mochte den Gedanken, so intensiv mit dir verbunden zu sein.«, erklärte er mir ruhig, während er mich weiter massierte.

»Die beiden verderben echt jeden«, meinte ich und musste lachen.
Er hingegen beugte sich zu mir herunter und gab mir einen Kuss in den Nacken.
»Sei froh, dass sie es sind, sonst wären wir nicht zusammen und dir sollte bewusst sein, dass ich dich nie mehr hergeben werde. Jetzt entspann dich mein Hübscher.«
Seine Massage war ein Traum und ich war tiefenentspannt. Zumindest bis er an meinem Hintern war und dabei mein Loch anfing zu massieren. Das brachte mich sofort wieder auf Touren. Erst recht, als er seine Zunge ins Spiel brachte. Er wusste genau, was er tat. Immer wenn ich kurz vor dem Orgasmus stand, hörte er auf, mich zu fingern.

Es war schade, als er seine Finger aus mir zog und mich auf den Rücken drehte. Doch der Anblick, wie er sich auf mich setzte und ich wieder von dieser heißen Enge umschlossen wurde, war noch besser. Er ritt mich langsam, als er nun meinen Bauch, meine Brust und meine Arme massierte. Bei meinen Armen kam er auch so weit herunter, dass ich mir einen Kuss stehlen konnte. Dabei zuzusehen, was es ihm für eine Lust bereitete, wenn er sich auf mich presste. Wie sein Schwanz dermaßen hart von ihm Abstand und sein Vorsaft auf meinen Bauch tropfte. Oder dieses tiefe, kehlige Stöhnen, wenn mein Schwanz im richtigen Winkel in ihn glitt, machte mich wahnsinnig. In der Position konnte aber auch ich seinen scharfen Oberkörper mit meinen Händen erkunden.

Ich wollte ihn zu mir herunterziehen, um ihn zu küssen, aber er zog mich lieber rauf in eine sitzende Position und schlang seine Arme um mich. Wir verloren uns wieder in einem Kuss, als er anfing, sich zu bewegen. Auch ich krallte mich dabei in seinen Rücken und seinen Hintern. Wir fanden sogar den perfekten Rhythmus, dass ich zusätzlich noch in ihn stoßen konnte. Wir kosteten diesen intensiven und zärtlichen Moment sehr lange aus, bis wir das Tempo erhöhten und er sein Loch anspannte, um mich zum Höhepunkt zu treiben. Es brauchte nicht viel, bis ich kam, aber diesmal nahm ich ihn mit und wieder entlud er sich zwischen uns. Wir hatten noch eine sehr lange, heiße Nacht, bis wir nach dem Duschen eng umschlungen eingeschlafen sind.

Am Morgen war er leider schon aufgestanden, aber als ich nachsah, stand er in der Küche und machte uns Frühstück. Er war so vertieft, dass er sich erschrak, als ich ihn von hinten umarmte.
»Hey, wieso bist du schon wach? Ich wollte dich doch mit einem Frühstück im Bett überraschen«, meinte er überrascht.
Ich wollte aber ganz was anderes und glaubte, dass er das Gleiche wollte, so wie er sich an mir rieb.
»Ich finde, wir sollten mit dem Nachtisch anfangen«, schnurrte ich und fing an, seinen Rücken nach unten zu küssen, bis ich mein Gesicht in seinem Hintern vergrub. Wir schafften es nicht einmal ins Bett, sondern vögelten gleich in der Küche.

Nachdem wir beide befriedigt waren, konnten wir auch gemütlich frühstücken.
»Du, David, könntest du dir vorstellen, bei uns mit einzuziehen?«, fragte ich ihn, als er mich wieder verliebt ansah.
Der Gedanke kam mir schon die letzten Tage. Wieso sollte er sich jetzt anfangen, eine eigene Wohnung zu suchen, wenn diese genug Platz für uns alle bot? Die letzte Woche gemeinsam mit ihm war wunderbar und er verbrachte jede freie Minute bei uns. Meine Tochter mochte ihn sehr und ich war glücklich, wenn er in meiner Nähe war. An seine hervorragenden Kochkünste hatte ich mich auch schon gewöhnt. Er sah mich mit großen Augen an.
»Meinst du das ernst?«, fragte er mich erstaunt und als ich nickte, lag ich binnen Sekunden in seinen Armen und bekam fast keine Luft, so fest drückte er mich vor Freude.

Die Zeit reichte leider nur noch für einen schnellen Quickie unter der Dusche, bevor wir zu meinen Eltern mussten. David hatte meiner Mum versprochen, heute das Kochen zu übernehmen und ich nutzte die Zeit, ihr die Neuigkeiten zu erzählen. Natürlich war sie davon begeistert und bot mir auch an, dass, wenn wir einmal Zeit nur für uns bräuchten, wir Mia gerne zu ihnen bringen könnten. Mia fragte ich sicherheitshalber auch, doch sie rannte nur zu David, um ihm zu erklären, dass er ihr jetzt für immer die Gute-Nacht-Geschichte vorlesen und mit ihr spielen müsste.  

Chris kam heute allein und wurde direkt von meiner Mum ins Bild gesetzt. Er kam schon dreckig grinsend auf mich zu und umarmte mich zur Begrüßung. Direkt danach wurde ich etwas abseits in den Garten gezogen.
»Jetzt will ich alle dreckigen Details. Wie wars? Hat er so ein Riesenteil? Jonas meinte, er hat fast 23 Zentimeter. Hat ihn aber nie gesehen. Stimmt das?«, fragte er neugierig.
»Mensch, Chris. Ist das jetzt die Retourkutsche für damals? Aber damit du Ruhe gibst. Ja, wir haben miteinander geschlafen. Ich habe nicht nachgemessen, aber er ist gewaltig und nein, er hat mich nicht gevögelt, sondern ich ihn. Zufrieden?«
»Wow, krass. Aber du hast es doch sicher vor, mal zu versuchen, oder?«, hakte er nach.
»Sicher irgendwann einmal«, meinte ich.

Da kam auch David auf uns zu und begrüßte Chris und gab mir einen Kuss.
»Zerstör mir Michi ja nicht mit deinem Monster«, sagte er grinsend zu David, bevor er zu den anderen ging.
David sah mich nur verwundert an und ich zuckte mit den Schultern.
»Er wollte halt die Bestätigung, dass du wirklich so gut bestückt bist. Anscheinend konnte sich Jonas noch an dieses Detail erinnern.«, klärte ich ihn auf.
»Deswegen haben die mir also immer so auf den Schritt geglotzt.«
Er fing an zu lachen und gab mir noch einen Kuss, bevor wir alle gemeinsam zu Mittag aßen.

Ein schrecklicher Brief mit überraschender Wendung

Noch am selben Tag holten wir seine Sachen aus der Wohnung von Jonas und Chris. Ich habe diesen Schritt nie bereut, denn über die Wochen wurden wir zu einer richtig kleinen, lieben Familie. David kümmerte sich um Mia, als wäre er wirklich ihr Vater und fing auch an, sie vom Kindergarten abzuholen. So konnte auch ich endlich Chris bei der Arbeit entlasten. Unsere Freizeit verbrachten wir komplett mit Mia und wenn sie schlief, nahmen wir die verbliebene Zeit für uns. Es war schön, jeden Abend in seinen Armen einzuschlafen.

Am Anfang versuchten wir auch noch, die Finger bei uns zu behalten und wenn meine Mum alle zwei Wochen Mia nahm, sind wir immer übereinander hergefallen wie die Tiere. Doch das war kein Zustand und so fingen wir an, uns mehr zu trauen. Anfangs mit harmlosen Handjobs und es ging weiter mit gegenseitigen Blowjobs. Mittlerweile haben wir es sogar raus, dass ich ihn zärtlich nehme und wir sehr leise dabei sein können. Dafür sind wir an den kinderfreien Wochenenden umso lauter.

Das ältere Ehepaar in der Wohnung unter uns war von unserem Lebensstil weniger begeistert. Anfangs schauten sie uns nur angewidert an, aber bald beschwerten sie sich bei der Hausverwaltung. Nicht weil wir zu laut waren, sondern sie fanden es widerlich, dass zwei Männer ein Kind großzogen. Sowas sollte verboten werden. Die Hausverwaltung versicherte mir, dass wir deswegen nicht gekündigt werden, aber trotzdem war der Hausfrieden dank ihnen dahin gewesen. Sie schafften es sogar, alle Mietparteien gegen uns aufzuhetzen.

Ihre Beschimpfungen machten mich nach und nach fertig. Erst recht, wenn Mia dabei war und sie ihr Angst machten. Als der ältere Herr von der Wohnung unter mir sogar einmal anspuckte, beschloss ich mit David, dass wir uns dringend etwas Neues suchen mussten. Die Suche gestaltete sich schwer. Ich wollte nicht so weit weg von meinen Eltern, aber aktuell gab es einfach keine gescheite Auswahl. Selbst der Makler hatte nichts Passendes für uns im Angebot. Als ich eines Abends die Post aus dem Briefkasten holte, kam der nächste Schlag. Ich bekam einen Brief vom Jugendamt. Es gab eine Anzeige bezüglich Verdachts auf Kindeswohlgefährdung. Um den Anschuldigungen auf den Grund zu gehen, hatten sie für nächste Woche Mittwoch um zehn Uhr einen Besuchstermin angekündigt.

Ich war danach fix und fertig und war froh, dass David kurz darauf nach Hause kam. Meine Gedanken verdüsterten sich. Ich ging gleich vom schlimmsten aus, dass sie mir meine Kleine wegnehmen würden. David hatte zum Glück Erfahrungen damit und gab mir Halt. Er versprach mir bei dem Termin mit an meiner Seite zu sein, damit sie sahen, dass wir keine schlechten Menschen waren. Ich verstand es nicht. Sonst rannte die Zeit immer, aber die Tage bis zu dem Termin krochen nur so dahin. Ich Informierte auch meine Familie darüber und auch sie versicherten mir, für uns da zu sein.

Endlich war es Mittwoch und ich brachte Mia in den Kindergarten. David war schon früh unterwegs, denn er wollte noch mit dem Chef in die Metro, aber er würde sich danach sofort zu Hause absetzen lassen. Es war erst halb zehn, als es klingelte. Eine etwas ältere Dame vom Jugendamt begrüßte mich und trat ein. Ich bot ihr einen Kaffee an und bat sie, noch auf meinen Lebenspartner zu warten. In der Zeit sah sie sich bei uns um, bevor sie in der Küche Platz nahm und ich ihr noch einen Kaffee machte. Endlich hörte ich jemanden an der Tür und tatsächlich kam David nach Hause. Er zog sich die Schuhe aus, kam in die Küche und gab mir einen Kuss.

»Sorry, Schatz, der Verkehr hierher war die Hölle. Es ging leider nicht eher.«, sagte er und hatte die Dame anscheinend noch gar nicht gesehen.
»Sonja?«, platzte es überrascht aus ihm heraus, als er sich umdrehte und die Dame sah.
Ich wusste nicht, was in dem Moment passierte. Die Damen standen auf und beide gingen aufeinander zu und nahmen sich in den Arm.
»Hallo David, mein Junge, das ist dein Lebenspartner?«, fragte sie und David lächelte.
»Genau, das ist der großartige Mann, von dem ich dir erzählt hatte.»

Daraufhin ging er wieder zu mir herüber und zog mich an seine Seite. Die Verwirrung stand mir ins Gesicht geschrieben und ich stand da wie eine Salzsäule.
»Schatz, das ist Sonja, meine Pflegemutter. Bei ihr bin ich die ganzen Jahre aufgewachsen. Ich hatte gehofft, sie dir einmal unter anderen Umständen vorzustellen.«, klärte er mich auf.
Danach erzählten sie mir die ganze Geschichte, wie er damals zu ihr gekommen ist. Sonja konnte selbst nie Kinder bekommen und gab deshalb meist ein bis zwei Pflegekindern ein Zuhause.

Sonja hörte sich unsere Seite an und wir versicherten ihr, dass es Mia wirklich gut bei uns geht. Sie bat mich auch Mia vom Kindergarten abzuholen, weil sie auch meine Kleine mal sehen möchte. Als ich mit ihr zur Tür reinkam, rannte sie sofort in Davids Arme. Wir sagten ihr auch nicht, dass die Dame vom Jugendamt war, sondern David stellte sie als die Frau vor, welche ihn großgezogen hatte. Mia sah sie nur mit großen Augen an.

»Dann bist du auch meine Oma?«, fragte sie freudig.
David und ich sahen uns etwas geschockt an, aber Sonja nahm die Kleine auf ihren Schoß.
»Nicht so ganz, aber du darfst gerne Oma zu mir sagen«, meinte sie zu Mia.
Es sah herzzerreißend aus, wie Sonja sich freute, als die Kleine sie fest umarmte.

Sonja blieb noch ein wenig und versicherte mir, dass ich mir keinen Kopf machen sollte. Sie sieht, wie gut es Mia bei uns ging und David kannte sie. Er würde nie einem Kind etwas zuleide tun. David spielte mit Mia, als ich Sonja noch zu ihrem Wagen brachte. Im Treppenhaus fing uns unser Problemnachbar ab.
»Wie jetzt? Lassen sie das arme Kind bei diesen ekelhaften Leuten?«, fragte er Sonja und warf mir einen verachtenden Blick zu.
»Sie sollten sich schämen. Das Kind kann sich glücklich schätzen, zwei so liebevolle Väter an seiner Seite zu haben. Die einzige ekelhafte Person, die ich hier sehe, sind Sie«, wies ihn Sonja zurecht und wir ließen ihn stehen.
»Ich höre mich auch für euch um, denn jetzt verstehe ich wieso ihr so schnell wie möglich hier wegmöchtet«, sagte sie, noch bevor wir uns verabschiedeten und sie losfuhr.

Mir fiel ein Stein vom Herzen, dass wir dieses Thema geklärt hatten und dank David war es endgültig vom Tisch. Er war selbst überrascht, dass Sonja noch im Dienst war und fragte mich, ob wir uns mit ihr am Samstag im Gasthof zum Mittagessen treffen wollten. Sie kam immer allein und freute sich sicher, wenn wir ihr Gesellschaft leisteten. Sicher tat ich das gerne. Es war für sie eine schöne Überraschung, als wir Samstag zur Tür reinkamen und Mia gleich auf sie zurannte und sie umarmte. Sie war eine herzliche Person und in gewisser Weise auch Davids Mutter. Wie jede Mutter packte sie auch die peinlichen Geschichten über David aus und wir hatten einen schönen Nachmittag, bis David sich nach seiner Schicht zu uns gesellte.

»Ich habe mich ein bisschen umgehört bezüglich eurer momentanen Wohnsituation. Eine meiner Kolleginnen möchte ihr Elternhaus verkaufen. Es ist zwar nicht groß, aber wenn ihr Interesse habt, könntet ihr es euch schon morgen ansehen«, verkündete sie uns ihre Neuigkeit und zeigte uns gleich Bilder.
Ich kannte das Haus sogar und auch das ältere Ehepaar, das dort früher lebte. Es war nur ein paar Straßen von meinen Eltern entfernt. Wir machten gleich am nächsten Tag einen Termin aus und natürlich kam gleich meine ganze Familie mit zur Besichtigung. Es war nicht groß, aber der Platz würde uns ausreichen. Etwas renovierungsbedürftig war es schon, aber dafür hatte es einen schönen großen Garten. Da sie sich den Makler sparen würden, machten sie uns dazu noch einen sehr guten Preis.

Am Geld scheiterte es nicht, da ich mir über die Jahre einiges zusammensparen konnte, aber ich war gerade mal ein halbes Jahr mit David zusammen. Ein gemeinsames Haus war da doch ein gewaltiger Schritt und die Renovierungen mit viel Arbeit verbunden. Noch bei meinen Eltern nahm ich David zur Seite und sprach mit ihm darüber. Er jedoch war von der Idee begeistert.
»Ich liebe dich über alles und sagte dir schon damals, dass du mich nicht mehr loswirst. Ich fände es schön, wenn wir uns gemeinsam unser eigenes kleines Paradies schaffen würden. Die Hände sind recht geschickt und können nicht nur kochen.«, meinte er und nahm mich in den Arm.
»Dann lass es uns machen und ich gebe dich auch nicht mehr her.«
Ich wollte mir ehrlich gesagt auch kein anderes Leben mehr vorstellen als mit ihm an meiner Seite.

Auch beim Essen war das Haus Thema Nummer eins und alle erklärten sich bereit, uns bei der Renovierung zu helfen. Mein Vater hatte unser Haus damals auch in Eigenregie aufgebaut und kannte sich mit allem aus. So kam es, dass wir Sonja noch am Abend schrieben, dass wir das Haus kaufen werden. Der Verkauf verlief unproblematisch und so waren wir nach kürzester Zeit Hausbesitzer und konnten starten. Sofort nachdem alles unter Dach und Fach war kündigten wir auch die Wohnung und hatten nun drei Monate Zeit.

Es lief nicht alles glatt, aber mit vereinten Kräften und der Hilfe meiner Familie war der Rohbau schon nach anderthalb Monaten erledigt. Sogar das Badezimmer war schon komplett fertig. Meine Mum brachte den Garten auf Vordermann und mein Dad baute Mia ein Klettergerüst und einen Sandkasten. Chris und Jonas kümmerten sich um die Terrasse. David und mir blieben noch die Malerarbeiten und so langsam nahm alles Form an. Mit der Küche waren wir schon fertig, denn die neue kam schon nächste Woche.

Es war schon spät am Abend und alle waren schon weg, doch wir wollten noch die Lampen installieren. David stand vor mir oberkörperfrei auf der Leiter und ich hielt ihn fest. Er war gerade dabei, die letzten Schrauben anzuziehen und lehnte sich teilweise so weit nach vorn, dass ich seinen Schritt direkt vor meinen Augen hatte. Ich hielt ihn mit meinen Händen an seinen Oberschenkeln fest und auch ihn schienen meine Berührungen nicht kalt zu lassen. Als er fertig war, wanderte ich mit meinen Händen höher und massierte seinen Hintern und drückte mein Gesicht an seinen Schritt. Er keuchte erschrocken auf, aber sein Schwanz zuckte und wurde hart. Er trug nur eine Jogginghose und ich zog sie ihm einfach herunter und mir sprang sein harter Schwanz entgegen.

Er ließ den Schraubenzieher fallen und vergrub seine Hände in meinen Haaren, als sein Schwanz in meinem Mund verschwand. Ich hatte es raus und schaffte es, fast seine ganze Länge in mir aufzunehmen. Es dauerte nicht lang, bis sich der Geschmack seines süßlichen Vorsaftes auf meiner Zunge entfaltete und sein Stöhnen durch den Raum hallte. Erst recht, als ich ihm noch zwei meiner Finger in sein Loch schob und ihn zusätzlich massierte. Viel hätte nicht mehr gefehlt und er wäre gekommen. Da zog er sich aber aus mir zurück, sprang von der Leiter und kniete sich vor mich. Die Jogger riss er direkt mit herunter und fing mich direkt an zu blasen.

Bis zum Bersten hart war ich sowieso schon, aber er lutschte ihn mir schön nass, stand auf und lehnte sich auf die Leiter. Er streckte mir seinen Hintern entgegen und im nächsten Augenblick steckte ich bis zu den Eiern in ihm. Ich packte ihn an den Hüften und vögelte ihn wild durch, bis ich nicht mehr konnte. Bevor ich kam, zog ich ihn an meine Brust, küsste ihn und massierte seinen Schwanz heftig, bis er seine Ladung auf dem Boden verteilte. Danach zog ich meinen Schwanz aus ihm und mit zwei Handgriffen spritzte ich meine dazu. Ich drehte ihn herum, presste ihn an mich und noch außer Atem küssten wir uns.

»Fuck, war das geil. Du hast tatsächlich so ein Mosterteil«, kam es plötzlich laut von Chris.
Er riss uns aus unserem Treiben und erschreckte uns zu Tode. Wir zogen uns schnell unsere Hosen an und blickten verlegen in seine Richtung. Neben ihm stand Jonas und grinste uns dreckig mit verschränkten Armen an.
»Ich würde sagen, jetzt sind wir quitt«, meinte er nur lässig, aber uns war es verdammt peinlich.
»Wie lange steht ihr bitte schon da?«, platzte es aus mir heraus.
»Wir haben die ganze Show miterlebt. Respekt, Bruderherz, wie du das Teil verschlingen kannst. Aber jetzt kommt, Mum hat das Abendessen fertig«, sagte Chris lässig.

Wir zogen uns schnell noch Shirts an und wollten gerade gehen.
»Geht ihr doch schon mal vor. Wir machen dann überall das Licht aus und schließen ab, aber ich muss Jonas noch was zeigen.«
An seinem noch dreckigeren Grinsen konnte ich erahnen, was gleich dort drinnen passierte und ich machte mich mit David schnell auf den Weg.

Mia war schon im Bett und meine Eltern wunderten sich zwar, wo jetzt Chris und Jonas steckten, aber für die ließ ich mir eine Ausrede einfallen. Sie kamen jedoch schneller, als ich erwartet hatte. Meine Mum schlug vor, Mia bei ihnen zu lassen, nachdem wir alle etwas gegessen hatten und so standen wir alle vier noch am Auto.
»David, du kannst uns gerne mal Gesellschaft leisten, wenn du Lust hast und Michi dich lässt.«, meinte Jonas und wackelte mit seinen Augenbrauen.
Ich wusste jedoch nicht, ob er es aus Spaß und Rache wegen damals sagte oder es ernst meinte. Aber David stellte sich nur hinter mich, legte seine Arme um meinen Körper und gab mir einen Kuss auf die Wange.
»Nein danke kein Interesse. Mir reicht meiner komplett aus«, sagte er aus voller Überzeugung und mir viel ein Stein vom Herzen.
»Mensch Michi, schau nicht so. Es war nur ein Spaß. Jetzt weißt du mal, wie dein Bruder sich damals fühlte«, zog mich Jonas auf und danach trennten sich unsere Wege.

Unser Einzug ins neue Haus wurde eine Punktlandung. Zwei Tage bevor wir aus der alten Wohnung rausmussten, waren wir mit allem fertig und konnten die Wohnung übergeben. Die Hausverwaltung kam mir sogar noch entgegen und übernahm alle Reparaturen auf ihre Kosten. Wir wurden hier rausgemobbt, aber Karma schlug zurück. Ich habe der Hausverwaltung alles geschildert, wieso wir den Mietvertrag leider kündigen mussten. Gegen das ältere Ehepaar lagen wohl so viele Beschwerden vor, dass diese nicht mehr für sie tragbar waren und kündigten auch ihnen.

Die zwei neuen Nachbarn waren jetzt das genaue Gegenteil von den alten. Sie freuten sich, zwei nette, hilfsbereite junge Männer in ihrer Nachbarschaft zu haben, welche auch gerne mal ein wenig mit ihnen unterhielten und neuen Wind in den Alltag brachten. Mia wickelte sowieso gleich jeden um den Finger. Auch Sonja wurde ein fester Bestandteil unseres Lebens. Sie wollte in ihrem Alter nicht mehr die komplette Verantwortung für ein kleines Kind übernehmen, aber Mia ist ihr ans Herz gewachsen und für sie war sie schon wie eine zweite Oma. Es fühlte sich einfach großartig an. Wir hatten uns unser eigenes kleines Heim und so fieberten wir nur noch der Hochzeit von Jonas und Chris in drei Monaten entgegen.

Die Hochzeit

Die Trauung der Beiden mit anschließender Feier fand wie erwartet im Gasthof statt. Wir haben alle einen Tag zuvor die Location liebevoll dekoriert und als wir am Morgen nochmal nachsahen, hatte die Floristin eine grandiose Arbeit geleistet. Nun mussten wir uns aber schleunigst fertig machen. Ich hatte David zuvor noch nie in einem Anzug gesehen und als er darin vor mir stand, stockte mir der Atem. Er sah so heiß darin aus.
»Am liebsten würde ich jetzt über dich herfallen«, flüsterte ich ihm ins Ohr, als ich ihm seine Krawatte band.
Er knurrte nur, denn er wusste, dass dafür gerade keine Zeit blieb.

Die Zeit bis zur Trauung verging wie im Flug und so saßen wir nun vor dem provisorischen Altar und warteten auf das Bräutigampaar. Wir waren beide Trauzeugen. David von Jonas und ich von Chris. Endlich ging es los und da kam meine Kleine mit meiner Mum rein. Sie war stolz, ihr Blumenmädchen sein zu dürfen und sah in ihrem Kleid bezaubernd aus. Eben wie eine kleine Prinzessin. Auch die Trauung selbst war wunderschön. Ihre gegenseitigen Gelübde strotzten nur so vor Liebesbekundungen und ließen kein Auge trocken. David hatte die ganze Zeremonie über mich verliebt angeschaut. Es fühlte sich beinahe so an, als wäre es unsere Trauung gewesen. Wie gerne hätte ich seine Hand dabei gehalten. Ich beneidete meinen Bruder, dass er sein Glück fand und freute mich sehr für die beiden.

Nachdem sie nun verheiratet waren, mussten wir alle noch unterschreiben und als sie jeder mit Glückwünschen überschüttet hatte, forderte uns direkt der Fotograf auf, ihm zu folgen. Nun war es an der Zeit, die Familienfotos zu schießen. Meine gesamte Familie, David und sogar Sonja standen bereit für das Foto.
»Papi, tut ihr jetzt auch heiraten?«, fragte Mia plötzlich auf meinem Arm.
Damit hatte sie uns kalt erwischt und alle Blicke waren auf uns gerichtet.
»Heute nicht, Prinzessin, aber früher oder später werde ich deinen Papi schon fragen. Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen und hoffe, dass er dann Ja sagen wird«, meinte David und ich gab ihm einen schnellen Kuss.
»Das hört sich großartig an. Ich würde sogar Ja sagen.«, flüsterte ich so leise wie möglich in sein Ohr.

Die anderen waren schon dabei zu gehen, als David sich vor mich kniete.
»Na, wenn das so ist. Ich habe gerade zwar keine Ringe und eine Familie sind wir doch sowieso. Nächstes Jahr? Gleiche Zeit? Gleicher Ort?«, fragte er mich und Mia wäre mir fast vor Überraschung vom Arm gerutscht.
Meine Mum war sofort zur Stelle und nahm sie mir schnell ab, bevor ich David um den Hals fiel und ihn mit so viel Schwung küsste, dass wir ins Gras fielen.
»So viel zu: Wir wollen es langsam angehen lassen, aber ja, du würdest mich zum glücklichsten Menschen auf der Welt machen. Ich liebe dich so sehr.«, gab ich ihm meine Antwort.

Bis heute ist es noch immer mein Lieblingsfoto von uns beiden, denn der Fotograf hat diesen Moment perfekt eingefangen. Sicher sahen unsere Hochzeitsfotos ein Jahr später wunderschön aus, aber es war dieser eine Moment, in dem ich mich dafür entschied, mit diesem großherzigen, liebevollen und gutaussehenden Mann den Rest meines Lebens zu verbringen.

Wie hat dir diese Geschichte gefallen?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 7

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diese Geschichte bewertet.

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?

1 Gedanke zu „Hochzeitsgesellschaft mit Folgen“

  1. In dieser Geschichte kann man sehen wie aus einem eigentlich freien Tag die Liebe fürs Leben werden kann. Diese superschöne Liebesgeschichte ist der Wahnsinn. Brüder eineiige Zwillinge, der eine schwull der andere angeblich Hetero. Der Kellner der sich eigentlich über die beiden ärgert aber gleichzeitig Gefühle entwickelt. Der schüchterne von den beiden Brüdern sich verliebt aber gleichzeitig sich nicht traut. Der vorlaute der seinem Bruder den Weg öffnet und zu verstehen gibt wenn der gaybruder nicht mit nach oben geht, dann halt er die Einladung annimmt. Vorsichtig nähern sie sich an und die Liebe und das Verlangen siegte, die Liebe siegte. Der Ausraster des Hetero Bruders und der versuch sich mit in die Liebe und den Sex reinzudrängeln scheitert kläglich. Wunderbar geschrieben und für mich sehr wichtig das sich zwei Menschen reichen und niemand etwas zerstören kann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert