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Auzubis außer Kontrolle

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Ob mein Chef das mit Nachhilfe meinte?

Warum passiert das immer mir? Das fragte sich auch der arme Valentin. Gerade einmal ein halbes Jahr in seiner Ausbildung und den heimlichen Schwarm direkt vor seiner Nase. Natürlich war er hetero.

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40–60 Minuten
Bitte sieh mich! Liebe mich statt Sie!

Was sollte ich jetzt nur anfangen? Ich hatte seit ein paar Tagen mein Abitur in der Tasche und zum Studieren fehlte mir die nötige Motivation. Weiter bei meinen Eltern wollte ich auch nicht wohnen und so kam es, dass ich mir eine Ausbildungsstelle in einer Schreinerei suchte. Nicht als Schreiner, sondern als Bürokaufmann. Auch meine damals beste Freundin Frederike wollte aus ihrem Elternhaus raus und so suchten wir uns gemeinsam eine kleine Wohnung, welche wir zur WG umfunktionierten.

Es war genial, endlich nicht mehr ständig von meinen Eltern überwacht zu werden. Ich hoffte, so endlich mal jemanden kennenzulernen und mit nach Hause zu nehmen, ohne dass ich mich vor ihnen outen musste. Ja genau, ich war schwul und stand auf Kerle. Frederike war die einzige, welche es wusste, aber sie störte es weniger. So konnten wir viel besser über die heißen Kerle in allen möglichen Filmen und Serien philosophieren.

Aufgrund meines Abschlusses bot mir mein Chef sogar an, ein Lehrjahr zu überspringen, und so hatte ich nur noch zwei davon vor mir. Ganz uneigennützig hatte ich mir diesen Betrieb auch nicht ausgesucht, denn ich fand, die Kerle sahen in ihrer Zunftkleidung einfach verdammt heiß aus. Nicht alle trugen sie, aber gerade die Lehrlinge waren so stolz darauf und trugen sie so gut wie jeden Tag. So auch Robin – mein heimlicher Schwarm und Leidensgenosse. Auch er war bereits im zweiten Lehrjahr und ein Bild von einem Kerl.

Wir gingen auf dieselbe Berufsschule und für mich war es dort einfach schrecklich. Meine Klassenkameraden kamen mir teilweise vor wie Hinterwäldler und stellten sich bei vielen Dingen einfach nur dumm an. Ich war halt immer der berüchtigte Streber und es fiel mir nicht schwer, die einfachen Aufgaben, welche mir die Lehrer stellten, schnell und effizient zu erledigen. Ich war definitiv unterfordert und die Lehrer mussten dies natürlich immer herausposaunen. Das stieß beim Rest meines Jahrgangs bitter auf und so blieb ich ein Einzelgänger auf der Schule.

Damit konnte ich leben, allein schon deswegen, weil ich Robin in den Pausen heimlich beobachten konnte. Er war zweifellos hetero, so wie er mit seinen anderen Freunden prahlte und mit den Mädels flirtete. Ich konnte sie verstehen, denn wer wollte nicht gerne an seiner Seite sein? Von unserem Jahrgang war er mit Abstand der begehrteste Single. Groß, muskelbepackt, breite Schultern, strahlend blaue Augen unter einer modischen blonden Undercutfrisur und eine schmale Taille. Er musste auch sehr gut bestückt sein, denn die Beule in seiner Jeans sah vielversprechend aus. Verdammt, war ich eifersüchtig auf die Mädels, aber sobald der Berufsschulblock vorbei war, hatte ich ihn wieder für mich. Wenigstens aus der Ferne und in meinen Gedanken sowieso jeden einzelnen Abend.

Die Halbjahresbewertungen wurden an die Firmen geschickt und ich wunderte mich, als mein Chef in der Tür stand.
»Guten Morgen, Valentin. Magst du kurz mit in mein Büro kommen? Ich muss etwas mit dir besprechen«, fragte er mich.
Keine Ahnung, was er von mir wollte, denn an der Bewertung konnte es nicht liegen. Ich stand überall auf eins, bis auf Sport, da gabs nur ein mangelhaft. Den Sportunterricht mied ich so gut es ging und ließ mir eine Ausrede nach der anderen einfallen.
Als ich sein Büro betrat, wunderte es mich umso mehr, denn vor seinem Schreibtisch saß bereits Robin.
»Schließ bitte die Tür und setz dich«, meinte mein Chef und ich befolgte seine Anweisung.

Robin wirkte niedergeschlagen und ließ die Schultern hängen.
»Ihr wundert euch wahrscheinlich, dass ihr beide hier seid, aber Valentin, ich muss dich um etwas bitten. Du scheinst ein schlaues Köpfchen zu sein und Robin könnte etwas Nachhilfe vertragen. Ich möchte nicht, dass einer meiner Lehrlinge ein Jahr wiederholen muss«, erklärte mein Chef.
»Sie schmeißen mich also nicht raus?«, platzte es überrascht aus Robin heraus.
»Oh nein, so leistest du ja hervorragende Arbeit und wenn sich Valentin dazu bereiterklärt, dir zu helfen, sehe ich da auch keinen Grund dazu.«

Beide schauten mich fragend an und ich musste erst einmal mit mir selbst klarkommen. Ich soll meinem heimlichen Schwarm Nachhilfe geben? Mit ihm in einem Zimmer sitzen und lernen Mich mit ihm unterhalten?
»Würdest du das machen?«, riss mich Robin mit seiner Frage aus meinen Gedanken.
»J-j-ja … k-k-k-klar«, stotterte ich.
»Dann hätten wir das ja geklärt und nun raus mit euch. Ab an die Arbeit«, meinte mein Chef und wir gingen aus seinem Büro.

»Cool, danke dir, Alter, du rettest mir echt den Arsch. Hast du gleich heute Zeit? Würde dann nach der Arbeit direkt mit zu dir kommen«, sagte Robin und klopfte mir auf die Schulter.
»Ja«, war das Einzige, was ich herausbrachte, und für ihn reichte es.
»Dann bis heut Nachmittag«, verabschiedete er sich und war bereits auf dem Weg in die Werkstatt.

Was um alles in der Hölle hatte ich mir da nur eingebrockt? Wie soll ich den Nachmittag mit ihm überstehen, oder geschweige denn ihm etwas beibringen, wenn ich so schon kaum ein Wort in seiner Gegenwart herausbrachte? Den ganzen Tag über konnte ich mich auf meine eigene Arbeit kaum konzentrieren und war in meiner Gedankenspirale gefangen. Die Zeit musste nach der Mittagspause so gerannt sein, dass ich nicht einmal mitbekam, dass wir schon Feierabend hatten.
»Brauchst du noch lange?«, fragte Robin hinter mir und ich zuckte zusammen.

»Ne, ich bin gleich fertig«, sagte ich, schloss die offenen Programme, fuhr den Rechner herunter und packte meine Sachen zusammen. Wir gingen schweigend bis zum Ausgang und wie automatisch schlug ich den Weg zur Straßenbahn ein.
»Wo willst du denn hin?«, wollte Robin wissen, der den Parkplatz ansteuerte.
»Na, nach Hause, wohin denn sonst?«
»Komm mit, ich habe ein Auto. Du brauchst nicht die Bahn nehmen.«

Schon ging er voran und ich dackelte hinter ihm her. Auto würde ich das Gefährt zwar nicht nennen, was er fuhr, aber an seiner Stelle wäre ich auch über jede Rostlaube froh gewesen, wenn ich einen Führerschein gehabt hätte. Allgemein der Ordentlichste schien er nicht zu sein, denn überall in seinem Wagen flog sein Zeug oder Müll herum. Er musste erstmal den Beifahrersitz freiräumen, damit ich überhaupt Platz hatte und einsteigen konnte.

Ich gab ihm meine Adresse und er tippte sie in sein Handy ein. Plötzlich griff er zu mir herüber ans Handschuhfach und holte eine Brille hervor, die er gleich aufsetzte. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, denn damit sah selbst er aus wie ein Nerd.
»Was denn? Ich bin halt kurzsichtig und muss die zum Fahren tragen«, rechtfertigte er sich und es half, die Stimmung zwischen uns zu lockern.
»Bist du deswegen so schlecht in der Schule, weil du die Tafeln nicht erkennen kannst?«, platzte es lachend aus mir heraus und ich war selbst überrascht, woher ich den Mut fand, dies laut auszusprechen.
»Ey, das ist gemein. Mir stehen halt keine Brillen und das war das günstigste Modell«, murmelte er und fuhr los.

Irgendwie hatte ich erwartet, dass er nach seinem Aussehen wie ein Berserker durch die Stadt rasen würde, aber er fuhr tatsächlich anständig.
»Sag mal, ist es überhaupt ok für dich, dass du mir hilfst?«, durchbrach er unser Schweigen.
»Ja, wieso nicht. Immerhin sind wir ja Kollegen.«
»Ich meine ja nur, weil du mir bisher immer aus dem Weg gehst. Selbst in der Berufsschule redest du kein Wort mit mir.«

Uff, ich konnte ihm ja schlecht den wahren Grund sagen und musste mir eine Ausrede einfallen lassen.
»Normalerweise werde ich von Typen wie dir gemobbt und die Typen aus deiner Clique in der Berufsschule sind jetzt auch nicht die freundlichsten Kerle. Da habe ich lieber Abstand genommen.«
Okay, ganz gelogen war es nicht, denn das Mobbing in der Schule gab es immerhin wirklich.
»Bullshit, die labern nur viel Scheiße und denken, sie seien die Geilsten. Nimm die nicht so ernst. Bis auf in der Berufsschule habe ich mit denen auch nichts zu tun«, erklärte er mir.

Die Parkplatzsuche vor meinem Wohnhaus war eine Katastrophe. Ich habe die Runden aufgehört zu zählen, die wir im Kreis fuhren, bis wir endlich einen gefunden hatten. In der Wohnung angekommen zogen wir uns die Schuhe aus und setzten wir uns in die Küche.
»Magst du etwas zu trinken, bevor wir loslegen?«, fragte ich ihn.
»Ne, passt schon, habe noch etwas im Rucksack«, meinte er, zog sich die Jacke aus und setzte sich an den Tisch.
»Gut, dann erzähl mal. Wobei brauchst du eigentlich Hilfe?«
»Im Grunde alles, was mit Mathematik zu tun hat. Da verstehe ich nur Bahnhof und wie es der Lehrer erklärt, will einfach nicht in meinen Schädel rein. Vielleicht bin ich auch einfach zu dämlich dafür«, sagte er etwas resigniert.
»Das bezweifle ich, denn so kompliziert, wie die uns das in dem Kasten beibringen, ist es gar nicht«, baute ich ihn auf.

So setzten wir uns zusammen und er zeigte mir in den Büchern, womit er Schwierigkeiten hatte. Anhand seiner Notizen verstand ich auch schnell, wo sein Problem lag, und konnte ihm einen einfacheren Lösungsweg zeigen. Auf den Kopf gefallen ist er tatsächlich nicht, denn er hatte es schnell raus, wie er an die restlichen Aufgaben herangehen musste.
»Wow, das ist ja eigentlich voll easy. Wieso erklären die uns das nicht einfach wie du?«, fragte er mich stolz.
»Kein Plan. Habe ich unseren Lehrer auch gefragt, doch du kennst die Antwort. Das wurde schon immer so gemacht, also machen wir es weiterhin so.«

Wir übten noch ein wenig weiter und waren noch in ein paar Aufgaben vertieft, als Frederike nach Hause kam.
»Na wen hast du denn da mit nach Hause gebracht?«, fragte sie überrascht und scannte Robin von Kopf bis Fuß ab.
»Hey Fredi, das ist Robin, ein Kollege von der Arbeit, und ich gebe ihm etwas Nachhilfe in Mathe«, erklärte ich und nun konnte auch Robin seine Augen nicht von ihr lassen.
Sie war auch eine bildhübsche Frau mit ihren langen blonden Haaren, der üppigen Oberweite und der schmalen Taille.
»Hi, ich bin Robin. Freut mich, dich kennenzulernen«, stellte er sich ihr vor und reichte ihr seine Hand.

Ab diesem Zeitpunkt waren die Aufgaben und ich abgeschrieben. Die beiden flirteten, was das Zeug hielt, und ich saß wie das fünfte Rad am Wagen dazwischen. Am liebsten wäre ich aufgestanden und in mein Zimmer gegangen, aber Robin kam mir zuvor und verabschiedete sich. Nicht ohne, uns beiden noch seine Nummer zu geben. Frederike, damit er sich mit ihr verabreden konnte, und mir, wegen der Nachhilfe. Danach verschwand er.

»Mensch Valentin, der ist ja mal sauheiß und nett. Sicher, dass der nicht schwul ist?«, goss sie noch Öl ins Feuer.
»Nein, er ist vollkommen hetero«, betätigte ich ihr.
»Hast du was dagegen, wenn ich mich mit ihm verabreden würde? Der wäre ja mal sowas von mein Typ«, fragte sie mich.
Was sollte ich bitte sagen? Nein, lass die Finger von ihm, weil ich Trottel in ihn verschossen bin? Es gab also nur eine Antwort, auch wenn sie mir nicht gefiel.
»Nö, feel free.«

Tja, wie sollte es auch anders sein. Die zwei kamen zusammen und für mich begann eine Zeit der Qual. Robin verbrachte ab da viel Zeit bei uns. Erst, um mit mir zu lernen, und im Anschluss Zeit mit Frederike zu verbringen. Auch wir lernten uns immer besser kennen und redeten allgemein viel, wenn sie mal wieder länger auf Arbeit brauchte. Sobald sie aber zur Tür hereinkam, war ich Luft für ihn. Ich verfluchte unsere dünnen Wände, wenn sie miteinander schliefen. Sie hätten wenigstens versuchen können, leise zu sein. Robin fühlte sich bei uns fast wie zu Hause und lief deshalb manchmal nur in Boxershorts umher. Ich musste mich so zusammenreißen, dass ich nicht anfing zu starren oder womöglich noch einen Ständer in seiner Anwesenheit bekam. Auch meine Eifersucht schluckte ich herunter und ließ mir vor den beiden nie etwas anmerken.

Wie oft stellte ich mir vor, dass er mich nehmen würde statt sie, wenn die beiden mal wieder voll in Fahrt waren. Am liebsten wäre ich auch zu ihm gegangen, um ihn anzubetteln.
»Nimm mich und vergiss sie einfach«, aber damit hätte ich sowieso keine Chance gehabt. Jedes hübsche Lächeln, das er mir zuwarf, oder jede unschuldige Berührung von ihm ließ mein Herz höherschlagen. Am Ende des Tages lag aber sie in seinen Armen und durfte ihn küssen. Ich hingegen lag vor Sehnsucht nach ihm heulend in meinem Zimmer.

So konnte es auf keinen Fall weitergehen und ich musste schnellstmöglich über ihn hinwegkommen. Dazu machte ich mir ein Profil bei PlanetRomeo Dort musste es bestimmt auch jemanden für mich geben. Die Einstellungen waren schnell erledigt, auch der Profiltext machte etwas her und zum Schluss machte ich ein paar neue Bilder von mir, bevor ich das Profil online stellte. Es dauerte auch nicht lange, bis die ersten Nachrichten ankamen, aber alle verliefen nach den gewöhnlichen Begrüßungsfloskeln auf das Gleiche hinaus. Sex! Am besten gleich spontan übereinanderherfallen und danach sieht man sich nie wieder. Sicher waren einige heiße Kerle dabei und auch viele in meinem Alter, aber ich wusste, dass mir dies über meine momentane Situation auch nicht hinweghalf. Teilweise frustrierte es mich sogar noch mehr. Also ging ich wieder offline und versuchte zu schlafen.

Der nächste Berufsschulblock stand an und seitdem ich mit Robin befreundet war, ging es auch dort etwas bergauf. Die Pausen verbrachte er jetzt zum größten Teil mit mir und nahm mich nach der Schule mit nach Hause. Es war schon praktisch, nicht mehr mit der Bahn fahren zu müssen. Vor dem ersten Block verabschiedeten wir uns und danach trennten sich unsere Wege. Wir sahen uns erst zur ersten großen Pause wieder, holten uns eine Kleinigkeit am Kiosk zu essen und setzten uns wie immer nach draußen. Die ersten Tage ließ uns seine Clique in Ruhe, aber heute standen sie plötzlich vor unserem Tisch.

»Jetzt wissen wir, wieso du dich mit dem kleinen Streber abgibst. Lässt dir von der kleinen Schwuchtel wohl heimlich einen blasen oder du vögelst ihn ordentlich durch. Was?«, spie einer von ihnen aus und alle lachten.
Robin sah mich in dem Moment nur schockiert an.
»Was? Du bist schwul?«, brachte er über seine Lippen und in meinem Körper krampfte sich alles zusammen.
Einer von ihnen musste mein Profil gesehen haben. Robins Blick konnte ich nicht deuten und hatte in dem Moment nur einen Gedanken. Flucht!

Ich ließ alle stehen und liegen und rannte zurück ins Gebäude, um mich bis zum nächsten Block irgendwo zu verstecken. Ich fand eine offene Abstellkammer und es funktionierte. So konnte ich Robin und den anderen den restlichen Tag aus dem Weg gehen. Ich wollte mit niemandem reden. Selbst die Leute aus meiner Klasse tuschelten schon und sahen mich teilweise belustigt, teilweise angeekelt an.
Nach dem letzten Block versteckte ich mich auf der Toilette, um zu warten, bis die Luft rein war. Es war schon eine halbe Stunde vergangen und ich konnte niemanden mehr hören, also machte ich mich auf den Weg. Nur leider kam ich nicht weit.

Als ich aus der Toilette ging und um die Ecke bog, lief ich dem Proll von heute Mittag direkt in die Arme. Wieso musste gerade dieser Vollidiot noch hier sein?
»Na, wen haben wir denn da?«, fragte er, packte mich am Kragen und presste mich gegen die Wand.
»Hast du dich den ganzen Tag vor deinem Freund verkrochen, nur weil er jetzt weiß, dass du auf seinen Schwanz willst?«
Ich versuchte, mich zu wehren, aber was sollte ich, schmächtiger Kerl, gegen so ein Muskelpaket ausrichten? Ich zappelte nur wie ein Fisch am Haken.
»Keine Sorge, du kannst mir den Schwanz lutschen, denn noch eine Abfuhr erteilst du mir nicht. Wenn du brav bist, vögel ich dir auch dein Hirn raus.«

Er musste einer von den Typen sein, die mir gestern Abend geschrieben haben. Einige Anmachen fand ich so widerlich, dass ich ihnen zurückschrieb, sie sollten gefälligst jemanden anderen belästigen und mich in Ruhe lassen. Weiterhin am Kragen gepackt wollte er mich zurück ins Männer-WC zerren. Ich schrie, dass er mich loslassen sollte, doch bekam ich nur seine Faust in meinem Magen zu spüren.
»Halt die Fresse und sei brav, sonst ramme ich dir meinen Schwanz ohne jegliche Vorbereitung in dich«, drohte er mir stattdessen.

»Lass sofort Valentin los«, dröhnte es plötzlich hinter uns und als sich der Proll umdrehte und ich herumgeschleudert wurde, sah ich Robin. Wutentbrannt und in Angriffsposition stand er direkt vor uns.
»Komm mal runter, Alter, war doch nur Spaß. Hier hast du dein Spielzeug«, sagte er zähneknirschend und schubste mich Robin entgegen, der mich auffing.
»Er ist mein Arbeitskollege, du verdammter Wichser, und noch so eine Nummer, und ich bin gespannt, was die anderen dazu sagen, dass du auf Kerle stehst.«
Der Proll murmelte noch irgendetwas vor sich hin, als er sich verzog.

»Geht’s dir gut? Ich habe dich den ganzen Tag über versucht zu finden und wollte dich am Ausgang abfangen«, sagte er und sah tatsächlich besorgt aus.
»Passt schon, aber danke, dass du mir den Typen vom Hals gehalten hast.«
»Ab sofort bleibst du in der Schule in meiner Nähe, kapiert? Kein Bock, dass so etwas noch einmal vorkommt und am Ende schlimmer ausgeht. Jetzt komm, ich bring dich nach Hause«, meinte er und wir gingen zu seinem Auto.
»Denkst du ernsthaft, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben, nur weil du auf Kerle stehst? Ich war nur so überrascht, weil ich davon ausging, du wärst hetero. Bisher hast du auch nie ein Wort darüber verloren«, erklärte er mir, als wir in seinem Auto saßen.
»Bisher weiß es auch nur Frederike und sonst niemand. War vielleicht doch etwas unüberlegt, ein Bild von meinem Gesicht mit auf das Profil hochzuladen. An so etwas habe ich dabei nicht gedacht.«

Mehr haben wir seitdem nicht über das Thema gesprochen. Auch danach war unser Verhältnis wie immer, außer dass er mich nun in der Berufsschule nicht mehr aus den Augen ließ. Die dummen Sprüche von den anderen konterte er damit, dass wir Arbeitskollegen waren, und erntete dafür von den Mädels noch mehr Ansehen. Wie ein Ritter in strahlender Rüstung behandelte er den armen schwulen Kollegen, welcher von den bösen Jungs gemobbt wurde. Innerlich hatte ich geschrien und wünschte mir mein Einzelgängerleben zurück.

Eines Abends kamen die beiden von einer Party heim. Es war schon nach drei und ich saß noch auf der Couch und schaute eine Serie. Fredi verschwand kurz im Bad und Robin setzte sich zu mir.
»Was schaust du da?«, fragte er und ich konnte hören, dass er leicht angetrunken war.
»Sex Education. Ist ganz witzig.«
»Cool, kann ich noch mitschauen, oder störe ich dich?«
»Mir egal, wie du magst«, sagte ich und da kam Fredi schon aus dem Bad.
»Kommst du mit?«, fragte sie Robin, als sie auf dem Weg in ihr Zimmer war.
»Nö, ich schau noch ein bisschen mit Valentin die Serie. Aber schlaf gut.«
Sie kam noch zu ihm herüber, gab ihm einen Gute-Nacht-Kuss und verschwand.

Robin holte uns beiden aus der Küche noch etwas zu trinken und als ich daran nippte, schmeckte ich fast nur den puren Alkohol.
»Sag mal, was hast du denn da bitte zusammengemischt?«
»Von allem ein bisschen. Das, was noch so herumstand«, meinte er, probierte selbst einen Schluck und verzog das Gesicht.

Ich stand auf und holte uns noch eine Flasche Cola, damit wir seine wilde Kreation verdünnen konnten. Als ich wieder ins Wohnzimmer kam, hatte er sich ausgezogen und saß mal wieder nur in Boxershorts da. Dazu auch noch so breitbeinig, dass man die Umrisse seines Schwanzes und der Eier erkennen konnte. Warum musste er nur so sexy sein?  Ich füllte unsere Gläser noch mit Cola auf, bevor ich mich unter die Decke verkroch. Nachdem der Drink verdünnt war, konnte man ihn auch halbwegs trinken.

In der Serie ging es auch um die ersten Annäherungen von zwei Kerlen, was sogar Robin gespannt verfolgte. Machte ihn die Szene etwa an? Ich traute mich nicht, ihm direkt in den Schritt zu schauen, aber aus dem Augenwinkel schien es so, als hätte er eine Erektion. Die ganze Situation machte mich nervös und heiß. Im Fernsehen machten die hübschen Kerle miteinander rum und neben mir saß mein fast nackter Schwarm. Wie in Trance nippte ich wieder und wieder an meinem Glas. Das schnelle Trinken und der viele Alkohol machten sich bereits bemerkbar. Von der Serie bekam ich schon gar nicht mehr viel mit, weil ich lieber Robin heimlich musterte. So heimlich, wie ich dachte, war ich aber anscheinend nicht, denn als ich ihm ins Gesicht sah, blickte er mir direkt entgegen und hatte ein Grinsen auf den Lippen.

»Würdest du mir eigentlich einen blasen?«, fragte er frei heraus.
Ich fühlte mich ertappt, blieb stumm und starrte auf den Fernseher.
»Du kannst mich ruhig ansehen. Ich habe damit kein Problem«, sagte er und drehte schüchtern wieder meinen Kopf in seine Richtung.
Was zur Hölle? Er hatte sich ernsthaft seine Boxershorts unter die Eier gezogen und spielte sich ungeniert an seinem harten Teil. Ich war so perplex, dass ich ihm direkt auf seinen Schwanz starrte.

»Gefällt er dir?«, fragte er mich grinsend und ich musste schlucken, bevor ich leicht nickte.
»Also würdest du gerne?«, hakte er noch einmal nach.
»Meinst du das echt ernst? Aber was ist mit Fredi?«
»Wenn du ihr nichts erzählst, dann ich auch nicht«, sagte er verschwörerisch und massierte ungeniert seine Eier.
Es war meine Chance, ihm näherzukommen, und der Alkohol tat sein Übriges.
»Kein Wort zu irgendjemandem. Das bleibt vollkommen unter uns?«
»Versprochen«, meinte er und zog sich die Boxershorts komplett aus.

Ach, scheiß drauf. Ich steh schon viel zu lange auf diesen Kerl und durfte mir ihr Treiben Tag für Tag anhören. Mir war es jetzt auch egal, wenn er sehen konnte, dass ich selbst geil war. Ich schmiss die Decke zur Seite und rutschte zu ihm herüber. Sachte berührte ich seinen Oberkörper und ließ es mir nicht nehmen, ihn mit meiner Zunge zu erkunden. Auch seine Nippel ließ ich nicht aus und erst recht nicht sein geiles Sixpack. Er hatte seinen Kopf nach hinten auf die Lehne gelegt und ließ mich einfach machen. Meine Hand legte sich um seinen prallen Schwanz und ein Keuchen entwich ihm.

Ich brachte mich in Position und kniete mich zwischen seine Beine. Sein Schwanz stellte mich vor eine gewaltige Herausforderung, denn er hatte locker über zwanzig Zentimeter. Ohne meine Übungen an meinem Dildo wäre ich sicher gescheitert und obwohl ich etwas brauchte, schaffte ich es tatsächlich, seine gesamte Länge in meinem Rachen verschwinden zu lassen. Ich fing an, ihn mit aller Kunst zu blasen, und entlockte ihm ein unterdrücktes Stöhnen nach dem nächsten.

»Wahnsinn, ist das geil«, stöhnte er leise vor Lust und trieb ihn immer weiter. Er legte seine Hände an meinen Kopf und fing an, mir in den Rachen zu stoßen. Ich dafür krallte meine Hände in seinen perfekten Hintern und presste meine Lippen fest um seinen Kolben.
»Fuck, Valentin, mir kommts gleich«, warnte er mich und wollte sich aus mir zurückziehen.
Ich aber nahm seine Hände zur Seite und blies ihn weiter, bis er mir seine Sahne in den Rachen schoss. Noch während er kam, legte ich bei mir Hand an, bis ich mir meine Ladung in die Jogginghose schoss und heftig an seinen Schwanz stöhnte.

Ich leckte ihn noch sauber und stand auf. Robin sah mich nur mit glänzenden Augen an.
»Du bist echt krass. So einen Blowjob hatte ich noch nie. Ist das nicht eklig, meine Sahne zu schlucken? Die Mädels schauten immer angewidert, falls es mir mal passierte«, plapperte er heraus.

»Was soll daran eklig sein? Hast du noch nie selbst deine Wichse probiert? Naja, ich hoffe, du bist jetzt zufrieden und kannst gut pennen. Ich für meinen Teil gehe jetzt schlafen und muss mich umziehen«, sagte ich und schaltete den Fernseher aus.
Robin stand auf und zog sich wieder seine Boxershorts an.
»Danke für die heiße Nachhilfe«, meinte er, noch bevor er in Frederikes Zimmer verschwand.
Doch ich für meinen Teil war noch so heiß, dass ich es mir noch mit meinem Dildo besorgte und mir vorstellte, er würde mich nehmen. Danach war auch ich so fertig, dass ich einschlief. Dieser Kerl brachte mich noch um den Verstand.

Diese Nacht war für uns wie ein Startschuss. Er schämte sich nicht dafür, dass ich ihm einen geblasen hatte. Im Gegenteil, fragte er mich jetzt öfter, nachdem wir entweder von der Berufsschule oder von der Arbeit nach Hause kamen. Am Anfang fragte er noch sehr schüchtern, ob ich noch einmal Lust hätte, ihn zu verwöhnen, und natürlich hatte ich. Schon nach einer Woche brauchte er nicht mehr fragen, da holte er direkt seinen steifen Prügel raus, sobald wir zur Tür rein waren. Als Revanche bekam ich danach von ihm einen Handjob, bis er mir dabei zusah, wie ich meine Ladung auf meinen Bauch verteilte. Umso überraschter war ich, als er eines Tages seinen Kopf senkte und meine Eichel mit seinen Lippen umschloss. Sein erster Blowjob war noch recht holprig. Er saugte nur an meiner Eichel herum und wichste mich, bis ich kam, aber er wurde immer mutiger. Mit meinen 16 cm hatte er weniger Probleme als ich mit seinem Monster. Zu schlucken hatte er sich bislang noch nicht getraut und meine Ladung landete immer in seinem Gesicht oder auf seinem Oberkörper.

Mittlerweile hatte er es sogar raus und schafft es, mich komplett in ihm aufzunehmen. Nun konnte auch ich es in allen Zügen genießen, wenn er mich verwöhnte. Für uns wurde es Alltag, dass wir direkt loslegten, sobald wir zur Tür hereinkamen und die Luft rein war. Auch ich wurde jetzt immer mutiger.
»Los, massiere mir mein Loch dabei«, wies ich Robin an, der mich gerade mit seinen blauen Augen fixierte, während er mit der Zunge an meiner Eichel spielte.

Er zögerte nicht einmal und griff mir direkt an meinen Hintern und umkreiste mit seinem Daumen mein Loch. Diese Behandlung ließ mich lauter aufstöhnen und machte mich noch heißer. In der Kombination würde es nicht lange dauern, bis er mich so weit hatte. Wie er legte ich meinen Kopf in den Nacken und schloss die Augen, um sein Spiel zu genießen. Darauf, dass er aber etwas Glitschiges an meinem Loch verteilte und mit zwei seiner Finger in mich eindrang, war ich nicht vorbereitet. Ich hatte keine Zeit mehr, ihn zu warnen, als er meine Prostata traf und laut stöhnend spritzte ich meine Ladung in ihn. Er hatte keine Wahl und schluckte das erste Mal meine Ladung.

»Scheiße, sorry Robin, das kam echt unerwartet. Ich konnte dich nicht mehr vorwarnen«, versuchte ich, mich bei ihm zu entschuldigen, aber er grinste mich nur an und leckte noch den letzten Tropfen von meiner Eichel.
»Entspann dich, das war echt geil und schmeckt gar nicht so übel. Aber darf ich mir vielleicht eine Boxershorts von dir leihen?«, fragte er etwas verlegen.
Ich hatte mich also doch nicht getäuscht. Er musste abgespritzt haben, als er so heftig gegen meinen Schwanz stöhnte.
»Hast du eben etwa deine Wichse benutzt, um mich zu fingern?«, fragte ich ihn erstaunt und mein Schwanz zuckte bei dem Gedanken.
»Möglich«, sagte er nur und grinste dreckig.
Fuck, diese Tatsache machte mich schon wieder geil.
Leider blieb uns nicht mehr viel Zeit, bis Fredi nach Hause kam. Wir schafften es gerade noch so, unsere Spuren zu beseitigen und eine Boxershorts zu finden, welche ihm passte.

Sicher war es nicht die feine englische Art, hinter dem Rücken meiner besten Freundin mit ihrem Kerl rumzumachen, aber Robin beteuerte, dass es für ihn nur reine Befriedigung war. Ich Idiot verschoss mich dadurch nur noch mehr in ihn, aber kostete es natürlich in vollen Zügen aus. Doch seine Aufmerksamkeit verschob sich mehr in meine Richtung. Nachdem wir es uns gegenseitig besorgt hatten, lernten wir ganz normal weiter und selbst wenn Fredi nach Hause kam, sprang er nicht mehr auf, sondern blieb bei mir ruhig sitzen, bis wir fertig waren. Wir unterhielten uns danach sogar noch eine ganze Zeit, bis er sich dann ihr zuwandte, weil sie ihn schon genervt ansah. Auch am Abend verschwand er nicht direkt mit ihr im Zimmer und schaute noch ein wenig mit mir fern. Ok, dabei hatte zwar jeder seinen Fuß im Schritt des anderen unter der Decke und wir grinsten uns dreckig an, aber trotzdem mochte ich die Zeit mit ihm sehr. Seit kurzem bat er mich auch, ihm am Loch herumzuspielen, wenn ich ihm einen blies. Dadurch ging er ab wie Schmidts Katze und konnte nicht genug davon bekommen. Teilweise kam er sogar zweimal hintereinander, wenn er mich anbettelte, nicht aufzuhören. 

Ich mochte die beiden wirklich sehr gern und wünschte ihnen auf alle Fälle nichts Böses, aber innerlich freute es mich, dass die heile Welt zwischen ihm und Frederike anfing zu bröckeln. Obwohl ihre Nächte wild waren, wenn Robin aufgeheizt in ihrem Zimmer verschwand und ich es mir dabei meist selbst mit dem Dildo hart besorgte, fingen sie immer öfter an, zu streiten. Anfangs vertrugen sie sich schnell wieder, aber mittlerweile artete es so weit aus, dass Robin wütend die Wohnung verließ.

»Sag mal, ist bei euch alles ok?«, fragte ich Frederike, als wir sonntags gemeinsam frühstückten und Robin die Nacht vorher wieder gegangen war.
»Könnte besser sein. Zurzeit bekommen wir uns wegen jeder Kleinigkeit in die Haare«, meinte sie.
»Gibt es dafür einen Grund?«, hakte ich etwas nach.
»Kann es sein, dass er eine andere hat?«, wollte sie plötzlich wissen.
»Nein, wie kommst du darauf? Weder auf Arbeit noch in der Berufsschule hat er jemanden. Danach ist er immer hier. Da kann ich dich beruhigen«, erklärte ich ihr.
»Und was geht da zwischen euch?«, schob sie direkt hinterher und ich hoffte ernsthaft, dass sie nichts mitbekommen oder Robin etwas verraten hatte.
»Wir sind Arbeitskollegen und gute Freunde. Mehr nicht«, log ich sie an.
»Er wirkt halt immer so abwesend und schenkt mir nicht mehr so viel Aufmerksamkeit. Immer wenn ich ihn darauf anspreche, meint er, dass ich mir das einbilde, und dann fangen wir an zu streiten.«
»Ich finde, er ist wie immer und du bildest dir da tatsächlich etwas ein. Das wird schon wieder.«, versuchte ich, die Situation herunterzuspielen.

Ich war hin- und hergerissen. Auf einer Seite wollte ich nicht, dass sie Schluss machten, denn dann hätte ich Robin vielleicht nicht mehr so oft um mich. Andererseits hoffte ich aber auch, dass ich mittlerweile vielleicht eine klitzekleine Chance bei ihm hätte. Zumindest wünschte ich es mir.
»Ach, keine Ahnung. Jetzt kommt erst einmal die Weiterbildung und ich muss für eine Woche weg. Schau bitte auf ihn und falls er wirklich eine andere hat, sag es mir bitte. Ok?«
Dass sie ab morgen eine ganze Woche nach Bayern muss, hatte ich komplett vergessen, aber ich versprach ihr natürlich, gut auf Robin zu schauen.

Von meinem Gespräch mit ihr erzählte ich Robin nichts, als wir wie immer nach der Arbeit auf dem Weg zu uns waren. Endlich hatte ich ihn einmal komplett für mich allein und das wurde schon spürbar, nachdem wir zur Wohnungstür hereinkamen. Wir brauchten keine Angst zu haben, erwischt zu werden, und ließen uns viel Zeit dabei, uns gegenseitig zu verwöhnen. Es war jedoch keine gute Idee, danach nur in Boxershorts bekleidet zu versuchen, ihm irgendeine Aufgabe zu erklären, da unsere Konzentration unter den halbnackten Körpern litt.

»Ich glaube, wir sollten es für heute gut sein lassen. Hast du auch Hunger? Dann mache ich uns schnell etwas zum Abendessen«, fragte ich ihn.
»Oh ja und wie, aber ich helfe dir dabei«, meinte er und wir schauten, was der Kühlschrank noch hergab.
Schon beim Kochen machte er mich sehr nervös. Er hatte, was mich betraf, nun absolut keine Berührungsängste mehr, aber das war selbst für mich neu. Es fing an mit kleinen, unauffälligen Berührungen. Seine Hand auf meiner Schulter oder wie er meinen Rücken streichelte, brachte mich schon aus dem Konzept. Doch als ich dabei war, alles in der Pfanne zu braten, schlang er seine Arme um meinen Körper und presste sich von hinten an mich. Seinen Kopf legte er auf meine Schulter und sah mir einfach still zu. Es fühlte sich so vertraut zwischen uns an und damit verunsicherte er mich noch mehr.

Endlich war das Essen fertig und ich verteilte es auf die Teller. Sicher war ich enttäuscht, dass er sich von mir löste, aber mein schlechtes Gewissen Fredi gegenüber beruhigte sich etwas. Wir nahmen unsere Teller, setzten uns auf die Couch und sahen fern, während wir aßen. Ich war froh, dass uns die Serie ablenkte, denn ich war durch seine Berührungen noch sehr angespannt. Nachdem die Teller leer waren, brachte ich sie in die Küche und als ich zurück ins Wohnzimmer kam, lag Robin ausgebreitet auf der Couch. Er hatte eine Decke über seinen Körper gezogen, hielt sie auf und strahlte mich an.
»Magst du vielleicht auch ein wenig mit mir kuscheln?«, fragte er mich schüchtern und ich glaubte endgültig, den Verstand zu verlieren.

Alles in meinem Körper schrie Ich sollte so schnell wie möglich zu ihm auf die Couch springen, aber mein schlechtes Gewissen verlangsamte meine Schritte. Wie in Trance ging ich auf ihn zu und als ich in seiner Reichweite war, zog er mich an sich. Mit einer Hand auf meiner Brust und einer auf meinem Bauch presste er mich fest an sich und wir schauten unsere Serie. Ich versuchte, meine Zweifel so gut es ging zu verdrängen und seine Streicheleinheiten zu genießen. Das hier war keine Triebbefriedigung mehr, sondern es ging viel tiefer. Schweigend lagen wir so den ganzen Abend auf der Couch und schauten eine Folge nach der anderen. Mein Herz schlug die ganze Zeit über heftig in meiner Brust. Noch nie fühlte ich mich jemandem so sehr verbunden wie in diesem Moment. Es wurde recht spät und irgendwann entspannte sich Robin und fing an, leise zu schnarchen. Klar, er musste auch von der harten Arbeit erschöpft gewesen sein. Ein wenig lag ich noch bei ihm, aber ich war so dermaßen aufgeheizt von seinen Berührungen, dass ich mich langsam aus seiner Umarmung löste und in meinem Zimmer verschwand.

Meine Boxershorts ging zu Boden und ich schmiss mich nackt aufs Bett, nur um es mir kurze Zeit später mit meinem Dildo zu besorgen. Ich konnte dabei noch seine Hände auf meinem Oberkörper spüren und stellte mir vor, wie mich Robin nehmen würde. Ich war so vertieft in meinem Treiben, dass ich gar nicht erst versuchte, mein Stöhnen zu unterdrücken. Gerade als ich voll im Gange war, sprang die Tür auf.

»Alter, machst du es dir etwa ohne mich?«, fragte Robin, als er zur Tür reinkam und das Licht anmachte.
Sein Kiefer klappte nach unten, als er mich auf dem Rücken liegen sah, die Beine angezogen und den Dildo tief in mir. Die Situation war surreal. Mir war es peinlich und ich zog schnell meine Decke über mich. Robin stand noch immer wie angewurzelt dort und starrte mich an.
»Soll ich wieder gehen, oder darf ich mitmachen?«, fragte er zwar, aber kam direkt auf mich zu und setzte sich ans Fußende.

»Wie du willst«, meinte ich nur verlegen.
Er stand noch einmal kurz auf, um seine Shorts auszuziehen, und sein harter Schwanz schnellte heraus und klatschte auf seinen Bauch, bevor er wippend von ihm abstand. Mit einem Zug riss er die Decke von mir herunter und kniete sich zwischen meine Beine. Bei seinem Anblick war ich natürlich direkt wieder hart und wie selbstverständlich packte er den Dildo und schob ihn bis zum Anschlag in mich hinein, was mir ein tiefes Stöhnen entlockte. Wie fasziniert sah er dabei zu, wie das Teil immer tiefer in mir verschwand und mir eine gewaltige Lust bereitete.
»Warte, so geht’s einfacher und du hast einen besseren Blick«, meinte ich, drehte mich und ging auf alle Viere.

So konnte ich einfach die Augen schließen und mir vorstellen, dass er mich wirklich nahm, und diesmal spürte ich sogar seine Hände dabei auf meinem Körper. Er drang immer nur langsam mit der gesamten Länge des Dildos in mich ein. Zog ihn aus mir heraus und versenkte ihn anschließend wieder.
»Du kannst ruhig etwas wilder sein. Keine Sorge, ich halte das schon aus«, wies ich ihn an und er folgte meinem Rat. Es war echt geil und ich hätte meine nachfolgenden Worte etwas überdenken sollen.

»Geil, ja … genauso … Jaaa, Robin, nimm mich«, stöhnte ich und für ihn war es wohl eine Einladung.Er zog den Dildo wieder einmal komplett aus mir heraus, aber danach folgte nicht er, sondern Robin schob sich in mich. Ich musste die Zähne zusammenbeißen, denn an sein Kaliber war ich nicht gewöhnt, und atmete schwer, als er komplett in mir steckte.
»Fuck, Valentin, bist du eng. Das fühlt sich unbeschreiblich geil an«, sagte er leise.
»Gib mir bitte einen Augenblick, damit ich mich an dich gewöhnen kann. Darauf war ich jetzt nicht vorbereitet«, keuchte ich und er lehnte sich nach vorn, bis ich seinen Oberkörper an meinem Rücken spüren konnte.
»Ich dachte, du wolltest es?«, sagte er etwas unsicher.
»Passt schon und jetzt fang langsam an, dich zu bewegen«, meinte ich und bewegte meine Hüfte.

Er richtete sich wieder auf und nahm mich nun langsam. Es war ein wahnsinniges Gefühl, wie er mich ausfüllte. Wohl auch für ihn.
»Fuck, ist das geil«, wiederholte er immer wieder und stöhnte dabei seine Lust heraus.
Mein Stöhnen war nicht leiser, aber er war noch sehr vorsichtig dabei, sich in mir zu versenken, und ich wollte mehr.
»Los und jetzt nimm mich richtig«, stöhnte ich willig in mein Kissen.

Da verstand ich auch, wieso Fredi immer so schrie, wenn sie es trieben. Robin war wie ein wildes Tier und es war unendlich geil. Er packte mich an der Hüfte und trieb sich schnell und hart in mich. Mit einer Ausdauer nahm er mich und zog mich nach oben. Er küsste meinen Hals und hielt mich fest in seinen Armen. Nun hatte er den Winkel so geändert, dass er mich regelrecht zum Höhepunkt vögelte. Nun schrie ich wie Fredi, als ich meine Ladung zuckend quer über das Bett bis an das Kopfteil schoss.

»Fuuuuuck, Valentin«, stöhnte Robin laut in mein Ohr und mit einem letzten tiefen Stoß seines Monsters entlud er sich gewaltig tief in mir.
Wir fielen nach vorn über und er zuckte noch immer, als er mich mit seinem Gewicht in die Matratze drückte. So befriedigt war ich noch nie, aber das Atmen fiel mir unter ihm schwer.

»Robin, es ist großartig, deine Nähe zu spüren, aber du erdrückst mich«, meldete ich mich und er rollte sich von mir herunter.

Ich griff schnell nach dem Handtuch und legte es unter mich, um nicht noch mehr einzusauen.
»Das war der absolute Wahnsinn. So intensiven Sex hatte ich noch nie.«, schwärmte er.
»Du weißt, dass wir das niemals hätten tun sollen. Allein schon, dass du es mir mit dem Dildo besorgt hast, war eigentlich schon zu viel. Ich hätte niemals erwartet, dass du mich vögelst«, sagte ich etwas niedergeschlagen, weil sich das schlechte Gewissen Fredi gegenüber sofort wieder meldete.
»Sorry, wolltest du es wirklich nicht? Ich wollte es schon lange, aber habe mich nie getraut, dich zu fragen, und wo du eben darum gebettelt hast, konnte ich nicht widerstehen. Ich weiß, dass ich noch mit Frederike zusammen bin, aber sobald sie wieder hier ist, will ich mit ihr Schluss machen.«, meinte er und drehte seinen Kopf zu mir herüber, um mich anzusehen.

»Was, wieso?«, fragte ich erschrocken.
»Na ganz einfach, weil ich sie nicht mehr liebe und es zwischen uns nur noch kracht«, erklärte er mir.
»Also hast du doch eine neue Flamme, wie sie vermutet? Wie konnte ich das nicht mitbekommen? Aber dann können wir nicht mehr so viel Zeit miteinander verbringen«, meinte ich und wurde noch betrübter, doch er fing nur an zu lachen.
»Wir hatten gerade den heißesten Sex überhaupt und du fragst mich, ob ich eine neue habe? Ich habe aber tatsächlich Gefühle für jemand anderen.«

Den letzten Teil sagte er etwas leiser und sah mich schüchtern an. Meine Gedanken rasten. Konnte es tatsächlich sein, dass er Gefühle für mich hatte?
»Du meinst …«, fing ich erstaunt an und zeigte auf mich selbst.
Er drehte sich wieder zu mir, stützte sich mit dem Arm neben meinem Kopf ab und sah mir in die Augen. Unsere Gesichter nur Zentimeter voneinander entfernt.
»Darf ich dich bitte küssen?«, säuselte er und ohne zu überlegen überwand ich den Abstand und verschloss seine Lippen mit meinen.

Der Kuss fand kein Ende und er konnte so fantastisch küssen. Wie automatisch passierte es, dass er wieder in mich eindrang. Fest von ihm umschlungen und küssend nahm er mich zärtlich, bis wir erneut kamen und anschließend uns gemeinsam in die enge Duschkabine zwängten, um die Spuren von unseren Körpern zu beseitigen. Nachdem wir uns abgetrocknet hatten, wechselte ich noch fix das Bettlaken und legte mich aufs Bett. Robin jedoch stand unsicher im Türrahmen und blickte von der Couch zu mir herüber.

»Willst du lieber auf der Couch schlafen?«, fragte nun ich verunsichert.
»Naja, würdest du überhaupt mit mir zusammen sein wollen?«
»Wieso hast du es dir jetzt doch anders überlegt? Noch hast du die Möglichkeit, einen Rückzieher zu machen«, nahm ich sofort wieder meine Verteidigungsposition ein.
»Nein, aber hast du auch Gefühle für mich, oder geht es nur mir so?«

Wow, der sonst so selbstsichere Kerl wirkte plötzlich sehr verletzlich und schaute schüchtern zu mir herüber.
»Dachtest du ernsthaft, dass ich dir vom ersten Tag aus dem Weg ging, weil ich Angst vor dir hatte? Du hast mich verunsichert, weil ich auf dich stand und glaub mir, das wurde nicht besser, nachdem wir anfingen, uns gegenseitig zu verwöhnen. Ich dachte, der Kuss wäre dir Überzeugung genug gewesen, aber ja, ich habe schon sehr lange Gefühle für dich. Würdest du also bitte jetzt ins Bett kommen?«, erklärte ich ihm und er sprang mir regelrecht in die Arme, nur um mir mit seinem Kuss die Luft zu rauben.

Meine Träume wurden Wirklichkeit und ich lag jeden Tag in seinen starken Armen. An den ersten Tagen dachte ich sogar wirklich, ich würde träumen, wenn er mich am Morgen wach küsste. Auf der Arbeit ließen wir uns nichts anmerken und verhielten uns wie bisher. Leider rückte der Tag von Frederikes Rückkehr immer näher und auch die Zweifel wurden zumindest bei mir immer größer. Auch, ob Robin überhaupt damit zurechtkam, mit einem Mann statt einer Frau zusammen zu sein. Sicher, für ihn war es aktuell aufregend und neu. Diese liebevolle Art kannte ich bisher auch nicht von ihm und wir hatten ein paar sehr schöne gemeinsame Tage. Doch war es das wert, die Freundschaft zu Fredi aufs Spiel zu setzen? Natürlich bemerkte es Robin, wie gedankenverloren ich in seinen Armen auf der Couch lag und an die Decke starrte, anstatt mich auf die Serie zu konzentrieren.

»Hey Süßer, was ist? Du wirkst so abwesend«, fragte mich Robin und sah mich besorgt an.
»Es geht so. Du weißt selbst, dass Fredi morgen zurückkommt, und versteh mich bitte nicht falsch. Ich mag dich sehr, aber habe doch auch meine Zweifel, dass du es dir noch anders überlegen könntest und ich am Ende euch beide verliere«, sprach ich offen meine Gedanken aus.
Er schaltete den Fernseher aus und zog mich fest in seine Arme.

»Ich weiß, dass es schwer für dich ist. Gerade war ich noch mit deiner besten Freundin zusammen und war mir bis ich dich traf sicher, hetero zu sein. Nun gestehe ich dir meine Gefühle und du liegst in meinen Armen. Es begann eigentlich mit dem Vorfall in der Schule. Es machte mich rasend, wie dich der Kerl behandelte, und als ich erfuhr, dass du schwul bist, veränderte sich etwas. Ich mochte es schon vorher, mit dir Zeit zu verbringen, aber nun sah ich dich mit anderen Augen. Du gefielst mir immer mehr, nur wusste ich nicht, wie ich damit umgehen sollte. Durch den Alkohol damals hatte ich den Mut, dich so offen zu fragen, mir einen zu blasen, und nachdem das passierte, wollte ich mehr. Nicht nur Sex, sondern auch mehr Zeit mit dir verbringen. Deswegen kam es zwischen Frederike und mir auch immer öfter zum Streit. Sie verstand nicht, wieso ich meine Zeit lieber mit dir als mit ihr verbrachte. Ich mochte es schon gar nicht mehr, mit ihr zu schlafen, aber sie wollte, und wenn es passierte, dachte ich dabei an dich. Am liebsten hätte ich aber die Nacht bei dir im Bett verbracht, um dich in meinen Armen zu halten. Du siehst also, es ist keine Entscheidung von heute auf morgen. Ich kann dir jetzt nicht versprechen, dass wir bis an unser Ende gemeinsam glücklich sein werden, aber ich stehe dazu, dass ich mich in dich verliebt habe, und würde es gerne ernsthaft mit dir versuchen.«

Ich war überwältigt von seinen Worten und schmiegte mich umso fester an ihn.
»Das reicht mir vollkommen aus, aber trotzdem sollten wir es versuchen, Fredi sachte beizubringen. Ich hoffe, sie rastet nicht komplett aus und schmeißt mich aus der Wohnung«, sagte ich und gab ihm einen Kuss.
»Wollen wir mal hoffen, denn dein ganzes Zeug bekomme ich nicht auch noch in meinem Auto unter.«
»Wieso in deinem Auto?«, fragte ich ihn und sah ihn verwundert an.
»Na, aktuell wohne ich darin, seitdem mich meine Eltern zu Hause rausgeschmissen haben«, verkündete er einfach nebenbei, als wäre es das Normalste der Welt.
»Gut, das erklärt dann auch das Chaos. Jetzt habe ich doch Angst, es ihr zu sagen«, meinte ich.
»Brauchst du nicht. Wenn finden wir gemeinsam eine Lösung«, beruhigte er mich und damit stand unser Plan, morgen Fredi alles in Ruhe zu erklären.

Am nächsten Tag waren wir beide nervös und aufgeregt, wie Frederike wohl auf unser Geständnis reagieren würde. Schon im Auto hielten wir uns auf der Fahrt nach Hause fest an der Hand. Da sie erst später ankommen sollte, küssten wir uns, als wir zur Tür reinkamen. Erst die Kaffeetasse, welche hinter uns auf dem Boden zersprang, holte uns in die Realität zurück und ließ uns zusammenzucken.

»Ihr wollt mich doch verarschen«, schrie Fredi hinter uns.
»Fredi, was machst du schon hier? Ich dachte, du kommst erst später«, rutschte es mir aus Reflex heraus und machte sie umso wütender.
»Anscheinend euch in flagranti erwischen, wie mein Freund meinem besten Freund die Zunge in den Hals schiebt. Ihr seid echt das Letzte«, schrie sie uns weiter an.

Wir durften uns noch zahlreiche wilde Beschimpfungen von ihr anhören, bis wir einmal zu Wort kamen und ihr die ganze Situation erklärten.
»Ich bin doch schon, seitdem ich in der Firma angefangen habe, in ihn verliebt. Noch viel länger, als ihr euch überhaupt kennt. Ich habe doch niemals damit gerechnet, eine Chance bei ihm zu haben, und wollte eurem Glück auch nicht im Weg stehen. Wir wollten es dir heute in Ruhe erklären, dass wir diese Woche zueinandergefunden haben, und du solltest es nicht so erfahren«, gestand ich ihr unter Tränen.

Im Anschluss gab ihr Robin die gleiche Erklärung wie mir gestern, aber unsere gegenseitigen Blowjobs ließ er dabei aus. Sicher war unser Verhalten ihr gegenüber scheiße, aber was sollten wir machen? Wir wollten auch nicht mit der Tür ins Haus fallen. Es war einfach ein blöder Zufall. Robin hielt mich die ganze Zeit über fest in seinen Armen und ich schluchzte an seiner Schulter.

Nachdem sie unsere Geständnisse gehört hatte, beruhigte sie sich und war natürlich nicht sehr begeistert, aber auch nicht tief verletzt. Sie wollte selbst mit Robin Schluss machen, da auch ihre Gefühle ihm gegenüber verschwunden waren. Aber unsere Freundschaft hatte dadurch einen Knacks weg. Rausgeschmissen hatte sie mich auch nicht, aber sie würde sich wohl nach einer neuen Bleibe umsehen. Der Gedanke, uns beim Turteln zusehen zu müssen oder noch schlimmer, uns beim Sex zu hören, gefiel ihr absolut nicht.

»Robin, du hast doch sowieso keine Bleibe, dann übernimm du doch mein Zimmer. Dann kann ich sofort ausziehen, sobald ich etwas Neues gefunden habe, und muss die drei Monate Kündigungsfrist nicht einhalten«, schlug sie vor.
Die Idee war gar nicht so verkehrt und wir klärten es direkt am nächsten Tag mit unserer Vermieterin ab, aber sie gab uns ihr Einverständnis.

Schon am nächsten Abend entspannte sich unser Verhältnis und wir konnten darüber lachen. Nachdem mein schlechtes Gewissen Fredi gegenüber verschwunden war, machte sich erst das Glück richtig in mir breit. Wir versuchten, uns vor ihr zwar so gut es ging zusammenzureißen, aber wir saßen trotzdem gerade kuschelnd neben ihr auf dem Sofa.
»Ihr seht schon ganz schön sweet zusammen aus«, meinte sie, als mir Robin gedankenverloren den Nacken kraulte.
»Oh, sorry«, sagte Robin, hörte sofort auf und rutschte ein Stück von mir weg, aber sie lachte nur.
»Passt schon, Jungs. Ich freue mich ja auch für Valentin, dass er endlich mal jemanden an seiner Seite hat, und glaube, mit dir hat er den Sechser im Lotto gemacht. Ich find schon noch meinen Traumprinzen. Nur Robin, wenn du ihm das Herz brichst, breche ich dir etwas, damit das klar ist«, sagte sie und brachte uns alle zum Lachen.

Etwas komisch war es schon, mit Robin zu schlafen, wenn wir wussten, dass Fredi nebenan lag, aber wir versuchten, so leise wie möglich zu sein.
Ein paar Wochen später fand sie wie angekündigt eine neue Bleibe und wir halfen ihr selbstverständlich beim Umzug. Am Abend standen wir verschwitzt, aber unendlich glücklich in unserer nun gemeinsamen Wohnung. Obwohl sie fast komplett leer war, da die meisten Möbelstücke von Fredi waren, war es uns egal. Wenigstens das Sofa kam von mir und war das Einzige, was im Wohnzimmer stand.

»Sieht jetzt ganz schön leer aus. Wir sollten uns demnächst ein paar Schränke zulegen«, meinte ich zu Robin.
Der hingegen zog mich nur an sich und hob mich auf seine Hüften.
»Du vergisst, dass ich die selbst bauen kann, aber vergiss jetzt die Möbel. Wir brauchen nicht mehr leise sein«, sagte Robin und küsste mich wild, während seine Hand schon hinten in meiner Jogginghose verschwand.

Unser Stöhnen hallte laut von den Wänden des Wohnzimmers wider, als er mich in den verschiedensten Positionen auf dem Sofa nahm. Seit unserer ersten gemeinsamen Woche mussten wir uns zurückhalten und das bekam ich nun ordentlich zu spüren. Er zog sich zwischendurch gar nicht mehr aus mir zurück, sondern entlud eine Ladung nach der nächsten tief in mir. Dafür sahen auch unsere Oberkörper entsprechend von meinen aus. Er steckte noch in mir, als wir komplett außer Atem zur Ruhe kamen. Ich lag auf ihm und er hielt mich küssend fest in seinen Armen.

»Wir sollten unserem Chef danken, dass er mir Nachhilfe bei dir verdonnerte, sonst würden wir noch immer auf Arbeit aneinander vorbeilaufen«, sagte er glücklich.
»Oder du wärst durchgefallen und er hätte dich rausgeschmissen«, neckte ich ihn.
»Du bist fies«, meinte Robin zu mir und machte einen Schmollmund.
»Ach komm, das brauchst du auch mal, damit du auf dem Teppich bleibst. Ich bin selbst froh darüber. Nun kann ich dir endlich sagen, dass du in deiner Zunft wahnsinnig heiß aussiehst und ich dich liebe.«
»Ich dich auch und das erklärt, wieso du immer so spitz bist, wenn wir nach Hause kommen«, meinte er und grinste.

Ich war verdammt stolz auf ihn, dass er seine Zwischenprüfung mit Bravour abschloss. Mit meiner Hilfe verstand er alles und auch unser Chef war davon begeistert. Dank Robin ging ich nun gerne zur Berufsschule. Zwar war ich am ersten Tag geschockt, als er mich auf dem Pausenhof vor allen küsste und mich in seinen Armen hielt, aber bis auf einen abwertenden Kommentar von diesem Proll traute sich niemand, etwas zu uns zu sagen. Im Gegenteil, es war nun Robin, der ihn auflaufen ließ.
»Was willst du? Du stehst selbst auf Typen und bist nur eifersüchtig, weil dich keiner freiwillig anpacken würde.«
Das hatte gesessen und er ließ uns ab diesem Tag in Ruhe.

Noch am selben Tag überraschte er mich nicht nur damit, dass er zu einhundert Prozent zu uns stand, sondern es ging daheim gleich weiter. Gleich als wir daheim zur Tür rein waren, flogen die Klamotten nur so von uns, bis wir nackt auf der Couch lagen und uns gegenseitig verwöhnten, bis unsere erste Ladung in der Kehle des anderen verschwand. Danach sprang er auf, kniete sich vor mich und streckte mir seinen knackigen Hintern entgegen.
»Was wird das denn, wenn es fertig ist?«, fragte ich überrascht.
»Nimm mich. Ich will auch wissen, wie es sich anfühlt«, kam nur lüstern von Robin.

Ihm ein wenig am Loch herumzuspielen, mochte er gerne, aber das ging eine Nummer weiter. Schon als ich mit meiner Zunge anfing, an seinem Loch zu lecken, stöhnte er, und als ich noch mit meinem Daumen fester darüber massierte, bis er eindrang, wurde es nur noch lauter. Heftig, wie er dabei abging, als zwei meiner Finger in ihm verschwanden und ich seine Prostata massierte.

»Fuck … ja … gib’s mir«, stöhnte er wie ein Wahnsinniger.
Diesmal brachte ich ihn zum Schreien. Meine Finger an seiner Prostata und seinen harten Schwanz massierend ließ ich mir von ihm direkt auf meinen Ständer spritzen. Was daneben ging, sammelte ich auf und schmierte es an sein Loch, welches vorfreudig zuckte. Ich richtete mich auf und legte meine Eichel an sein Loch und konnte beobachten, wie seine Sahne an mir herunterlief und sich an seinem Eingang sammelte. Wie hypnotisiert sah ich dabei zu, als er mir entgegenkam und meine Eichel in ihn eindrang. 

Trotz dass ich ihn gut vorbereitet hatte, war er extrem eng und langsam nahm er jeden Zentimeter in sich auf.
»Geht es?«, fragte ich, als ich komplett in ihm steckte.
»Oh mein Gott, ja, das fühlt sich seltsam, aber geil an«, keuchte er und fing an, sich von selbst auf mir zu bewegen.

Bis er so weit war, ließ ich meine Hände über seinen Rücken gleiten und er konnte das Tempo bestimmen. Doch er wurde immer schneller und bettelte nach mehr. Das war mein Zeichen, ihm an die Hüfte zu packen und mich schneller in ihn zu treiben.
Jetzt war er es, der vor Lust schrie, welche ich ihm bereitete. So geil es auch war, wollte ich ihm ins Gesicht sehen und zog mich aus ihm zurück.
»Dreh dich auf den Rücken«, wies ich ihn an und er folgte.

Der Anblick war noch heißer, wie er bei jedem meiner Stöße seine Augen verdrehte und seine Lust mir entgegenstöhnte. Auch sein Schwanz lag prall auf seinem Bauch und als ich diesen noch im Rhythmus bearbeitete, durfte ich zusehen, wie er eine gewaltige Ladung auf seinem heißen, verschwitzten Körper abfeuerte. Bei seinem Abgang molk er mich direkt mit und zum ersten Mal flutete ich seinen Darm.
Ich wollte mich aus ihm zurückziehen, aber er zog mich zu sich herunter, hielt mich fest und küsste mich.
»Nochmal! Nimm mich bitte weiter«, säuselte er gegen meine Lippen und ich fing gleich wieder an, mich in ihm zu bewegen.
Also hetero war mein Schatz definitiv nicht mehr so sehr, wie er es genoss, sich von mir vögeln zu lassen. Im Gegenteil, unsere Sauerei wurde dadurch nur noch größer.

Doch auch neben dem Sex war er sehr anhänglich und verschmust, was ich sehr an ihm schätzte. Wenn wir unterwegs waren, nahm er entweder meine Hand oder legte eine Hand um meine Hüfte. Auch küsste er mich, egal, wo wir waren. Wir versteckten uns nicht und jeder auf der Straße wusste, dass wir zueinandergehörten. Nur auf Arbeit rissen wir uns zusammen, doch auch dort war es schnell kein Geheimnis mehr. Es war auffällig, dass wir jeden Morgen zusammen mit einem Auto ankamen und auch wieder heimfuhren. Selbst unser Chef hatte nichts dagegen einzuwenden.

»Solange Robins Leistungen so bleiben, treibt in eurer Freizeit, was ihr wollt«, waren seine Worte und auch der Rest der Firma behandelte uns weiterhin normal.   

Ich wollte auch endlich meinen Eltern die Wahrheit erzählen und er kam zu meiner Unterstützung mit zu ihnen. Am Anfang waren sie sehr überrascht, auch weil ich mit solch einem Schönling vor ihrer Tür auftauchte. Mein Outing fiel mir auch nicht so einfach, wie ich dachte, aber meine Eltern nahmen es dafür entspannt auf. Eine so große Überraschung war es für sie am Ende gar nicht gewesen und ich war beruhigt. Sogar mit mir, Robin, verstanden sie sich prima und merkten schnell, dass hinter dieser gutaussehenden Fassade ein wirklich sehr lieber Mensch steckte.  

Tja, was soll ich sagen. Selbst fünf Jahre später wohnen wir noch immer gemeinsam in der gleichen Wohnung und arbeiten in derselben Firma. Wir haben beide unsere Ausbildung mit Bravour abgeschlossen und wurden übernommen. Robin hat sein Wort gehalten und unsere Einrichtung besteht nur aus Möbeln, welche er mit seinen eigenen Händen erschaffen hat. Auch sein Gesellenstück fand den Weg in unsere vier Wände. Ob wir bis ans Lebensende gemeinsam glücklich sein werden, wird die Zeit zeigen, aber bisher stehen die Chancen auf jeden Fall sehr gut.

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4 Gedanken zu „Auzubis außer Kontrolle“

  1. Ich weiß wirklich nicht, wie du es schaffst einen immer wieder so zu fesseln. Deine Geschichten drücken Ehrlichkeit aber auch liebe und Trauer aus. Da du weißt das ich sehr dicht am Wasser zuhause bin. Kannst du dir vorstellen das die Ostsee wieder mehr Wasser beim Lesen der Geschichte bekommen hat. Bitte bleibe deiner Schreibweise genauso treu. Ohne zu übertreiben,so wie du schreibst, könntest du einen Gay Roman schreiben und würdest sicher sehr viel erfolg haben. Danke

  2. Auch diese Geschichte ist wieder wunderschön geschrieben. Schön, dass die beiden sich gefunden haben und auch Frederike damit klarkommt. Finde es auch toll, dass die Charaktere in all deinen Geschichten nicht diesen typischen Top/Bottom Rollen unterliegen sondern flexibel sind. LG Christoph

    1. Danke. Es gibt schon Geschichten wo die Rollenverteilung geregelt ist, aber das ist auch immer Geschmacksache. Gerade bei den Hetero Stories muss man erst beides testen. Sie sind ja auch neugierig. Aber jeder hat so seine Vorlieben. Gerade auch bei der Club Reihe wird es noch eine Rolle spielen 😉

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