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Auf Eiersuche mit dem Osterhasen

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Von Hasen und Superhelden

André musste doch nur noch den einen Tag durchhalten und freute sich auf die erholsamen Ferien. Gäbe es nicht da diesen pinken, heißen Traum aus rosa Plüsch.

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47–71 Minuten
Von Hasen und Superhelden

Es war die Woche vor Ostern und in der Grundschule bedeutete es, dass die Kinder außer Rand und Band waren, weil die Ferien vor der Tür standen. Wenigstens bedeutete es, dass die Woche nur vier Tage hatte und ich danach zwei Wochen Ruhe vor den Rackern hatte. Mit meinen 26 Jahren war es schon eine Herausforderung, ein Jahr nach dem Studium einer ersten Klasse zugeteilt zu werden. Manchmal konnten sie einem den letzten Nerv rauben, bis man die Rasselbande einmal ruhiggestellt hatte. Doch im Allgemeinen macht mir mein Job Spaß. Ich unterrichte Mathe und Sport und obwohl es nicht die beliebtesten Fächer waren, fanden die Kids, dass ich ein cooler Lehrer sei.

Der letzte Tag vor den Ferien brach an und meine Motivation hielt sich in Grenzen. Nur der Gedanke, nach der sechsten Stunde meine Sachen zusammenzupacken und danach zu verschwinden, hielt meine Laune halbwegs oben. Ich war immer eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn im Lehrerzimmer, damit ich noch in Ruhe eine Tasse Kaffee trinken und mit meinen Kolleginnen quatschen konnte. Doch heute war etwas anders. Im hinteren Bereich des Zimmers saß ein hübscher blonder Kerl. Laut meiner Einschätzung müsste er auch ungefähr mein Alter haben, maximal Ende 20. Er rührte gedankenverloren in seiner Tasse herum und schaute an die Decke.

»Guten Morgen«, begrüßte ich alle und auch der Typ sah zu mir herüber. Für einen kurzen Augenblick trafen sich unsere Blicke und ein hübsches Lächeln erschien in seinem Gesicht. Auch wie sein Blick danach automatisch meinen Körper scannte, bekam ich noch mit, bevor ich mir einen Kaffee holte und mich zu den anderen setzte. Wir besprachen alle kurz gemeinsam den Tag und ich bekam die Info, dass in der letzten Stunde der Osterhase in meine Klasse kommen sollte. Das war hier eine Tradition und immer am letzten Tag vor den Osterferien kam der gleiche gruselige Typ, presste sich in sein schauriges Osterhasenkostüm und verteilte kleine Osternester an die Kinder. Da ich bisher keine eigene Klasse hatte, blieb ich davon verschont. Doch allein die Erzählungen reichten mir schon.

Auf dem Weg zum Klassenzimmer sprach ich meine Lieblingskollegin auf den neuen Typen an.
»Wer saß da eigentlich im Lehrerzimmer? Bekommen wir einen neuen Kollegen? Ich dachte, wir sind voll besetzt?«, fragte ich und sie schmunzelte.
»Nein, das ist unser diesjähriger Osterhase. Hübscher Kerl, oder? Besser als der alte Knacker mit seiner Alkoholfahne«, meinte sie.
»So viel habe ich von dem Alten zum Glück nicht mitbekommen, aber stimmt, schlecht sieht er wirklich nicht aus.«
»Ist der nicht was für dich, André? Ich meine, so wie der dich angesehen hat, steht der bestimmt auf Kerle.«

Es war eine der Kolleginnen, die mit dem Thema offen umgingen. Bei den meisten war ich geoutet. Wenn sie mich auf das Thema Beziehungen ansprachen, ging ich offen damit um, dass ich schwul und Single war.
»Ach Quatsch, so wie der aussieht, hat der sicherlich schon jemanden oder zumindest eine gewaltige Auswahl. Lass mal, die letzte Niederlage hat mir vorerst gereicht«, sagte ich und verschwand danach in meinem Klassenzimmer.

Ich war jetzt seit fast einem Jahr wieder Single, nachdem mein Exfreund meinte, sich nach unserer dreijährigen Beziehung ein Topmodel angeln zu müssen. Nach seinen Angaben war es Liebe auf den ersten Blick und ich war für ihn Geschichte. Witzig nur, dass er vor einer Woche wieder auf der Matte stand und mich zurückwollte, aber ohne mich. Selbstverständlich litt ich anfangs unter der Trennung, doch verarschen ließ ich mich kein zweites Mal. Da konnte er mir auch versprechen, was er wollte.

Außerdem sah ich selbst so schlecht nicht aus. Zwar konnte ich keine Muskelberge aufweisen, aber das tägliche Fahrradfahren machte sich deutlich bemerkbar. Ich war schlank und hatte einen schönen, drahtigen Körperbau. Meine dunkelbraunen, kurzen Haare waren immer modisch frisiert und auch meine hellbraunen Augen mit einem leichten Grünstich sahen ganz hübsch aus. Nur die Brille ließ mich etwas nerdig wirken, aber nichts, was Kontaktlinsen regeln konnten. Für den Schulalltag tat es aber die Brille und ich machte mir nicht die Mühe, morgens welche einzusetzen. Ich war jetzt niemand, an dem man vorübergeht und sich denkt: »Wow, was ein heißer Kerl«, aber ich war, denke ich, ein sehr gutes Gesamtpaket, wenn man meinen Charakter mit einbezog.

Die Stunden an diesem Tag zogen sich wie Kaugummi. Die Kids waren so aufgedreht, dass man sie lieber irgendetwas ausmalen ließ oder einen Film mit ihnen schaute. Die Pausenaufsicht in der großen Pause war auch ein Überlebenskampf für sich. Man wusste genau, welche der Klassen schon Besuch vom Osterhasen hatten, denn die sind wie kleine aufgedrehte, mit Zucker gedopte Duracellhasen über den Schulhof gerannt und hatten nur Blödsinn im Kopf. Leider habe ich den Schönling von heute Morgen bisher nicht mehr zu Gesicht bekommen, auch nicht in seinem Hasenkostüm.

Die letzten beiden Stunden waren wenigstens Sport und ich ging mit den Kids in die Turnhalle. Während sie sich umzogen, wechselte ich auch schnell meine Klamotten und tauschte meine Jeans mit einer kurzen Trainingshose und das Shirt mit einem Tanktop. Da sie heute eh zu viel Energie hatten, ließ ich sie zum Anfang ein paar Runden laufen und joggte gemütlich mit. Danach bauten wir einen kleinen Hindernisparkour auf und sie konnten sich duellieren, wer diesen am schnellsten von allen durchquerte. In der letzten Stunde durften sie fangen spielen oder worauf sie Lust hatten, denn ich wusste ja, was mir jeden Augenblick blühte.

Ich brauchte auch nicht lange warten, bis die Tür aufging und ein pinker Plüschhase in die Turnhalle spazierte. Die Kinder kreischten und rannten sofort zu ihm und ich bin fast vom Glauben abgefallen. Wenn er nicht diese freundlich lächelnde Maske aufhätte, welche ich persönlich äußerst gruselig fand, dann hätte man meinen können, er würde gleich anfangen zu strippen. Dieses Kostüm saß hauteng und ich meine wirklich hauteng. Wäre es nicht aus einem dicken, plüschigen Stoff gewesen, könnte man sicherlich jeden Muskel einzeln sehen. Von seinem Schritt ganz abgesehen. Sogar eine kleine weiße Plüschbommel hatte er an seinem Hintern hängen.

»So Kids, meine Osterhasenkollegen und ich müssen noch ganz schnell eure Osternester verstecken. Sie sind sehr scheu, also müsst ihr euch jetzt ganz schnell dort in die Ecke setzen, euch eure Augen zuhalten und ja nicht schummeln, denn sonst verschwinden sie und euer Körbchen wie von Zauberhand«, erklärte er den Kindern und tatsächlich liefen sie sofort los und taten brav, was er sagte.

Statt aber anzufangen, die Süßigkeiten zu verstecken, kam er auf mich zu.
»Könntest du … Ähm, ich meinte Sie … Also … könnten Sie mir schnell helfen, die Nester draußen zu verstecken«, stammelte er flüsternd und kam mir dabei so nahe, dass ich den Plüschstoff und seine festen Brustmuskeln an meinen Armen spüren konnte.
»Sicher«, meinte ich etwas erstaunt und wir gingen schnell nach draußen, um vor der Sporthalle die Nester zu „verstecken“. Die hätte ein Blinder mit Krückstock gefunden.

Danach ging er rein und holte die Kids nach draußen.
»So jeder sucht jetzt schnell nach seinem Osterkörbchen«, gab er den Startschuss und sie wuselten los.
Zu meiner Belustigung hoppelte er hinterher und half ihnen beim Suchen. Mir wurde es in meinen kurzen Klamotten schon warm, denn für Anfang April knallte die Sonne ordentlich.
»Der muss in dem Kostüm doch eingehen«, dachte ich mir.
Nachdem auch das letzte Kind sein Körbchen gefunden hatte, gingen wir wieder nach drinnen und den Rest der Stunde tanzte und spielte er mit den Kids.

Am Ende bekam jeder noch eine Umarmung vom Osterhasen und als er mit den Kindern durch war, stand er mit ausgebreiteten Armen vor mir. Wollte der heiße Traum in Plüsch jetzt wirklich, dass auch ich ihn umarmte?
»Sie müssen den Osterhasen auch umarmen«, sagte eines der Mädchen zu mir, als ich noch immer zögerte.
Uff, mir blieb also keine andere Wahl, als diesen heißen Hasen in meine Arme zu nehmen und dieser presste mich auch noch fest an seinen plüschigen, festen Körper. Da klingelte es und die Stunde war zu Ende. Auch mein Hase ließ mich wieder los und nun waren auch die Kids zufrieden und gingen sich umziehen.
»Umarmst du jeden Lehrer?«, fragte ich ihn verwirrt, als die Kinder außer Sichtweite waren.
»Nur diejenigen, die ich umarmen möchte«, gab er mir die recht unpräzise Antwort.

Ich dachte mir dabei nichts weiter und schaute, dass die Kids alle aus der Umkleide verschwanden. Nachdem auch das letzte von ihnen wieder auf dem Weg ins Schulgebäude war, wollte ich mich auch umziehen und danach schleunigst das Schulgebäude verlassen. Auf dem Weg zur Umkleide wurde ich von meinem plüschigen rosa Freund abgefangen.
»Kann ich mich hier irgendwo umziehen und vielleicht sogar duschen?«, fragte er mich.
»Sicher. Du kannst dich in der Lehrerumkleide umziehen und wir haben sogar eine separate Dusche. Da hast du deine Ruhe, denn wir sind für heute die Letzten hier. Komm einfach mit«, sagte ich ihm und er hüpfte neben mir her.
»Du kannst aber auch normal laufen. Die Kinder sind jetzt alle weg.«, meinte ich lachend.
»Schon, aber ich bring die Menschen gern zum Lachen und dich hatte es draußen schon amüsiert«, erklärte er mir auf dem Weg in die Umkleide.

Als die Tür zu war, stellte er seine Tasche ab, nahm endlich die alberne Maske ab und zog sich die Kopfbedeckung mit den Hasenohren herunter. Wie ich es vermutete, hatte er sich in seinem Kostüm totgeschwitzt. Seine schönen blonden Locken klebten ihm nass im Gesicht und die Schweißtropfen liefen seinen Hals hinunter. Dennoch strahlte er mich an und zum ersten Mal fielen mir seine schönen blauen Augen auf.
»Du scheinst echt alles zu geben. Machst du das hauptberuflich?«, wollte ich wissen, um die Stille zu durchbrechen.
»Nö, nur nebenbei. Normal bin ich Stripper«, haute er einfach raus.
»Habe ich mir bei dem Kostüm fast gedacht. Etwas gewagt für eine Grundschule. Meinst du nicht?«, sagte ich und hatte damit das Interesse an ihm verloren. An einem Stripper war ich nicht interessiert. Also ging ich an ihm vorbei und fing an, meine Tasche zu packen.

»Das kaufst du mir jetzt nicht im Ernst ab, oder?«, fing er an und lachte.
»Ich bin doch kein Stripper. Normalerweise trete ich bei Kindergeburtstagen als Superheld oder Ähnliches auf. Das hier musste ich kurzfristig improvisieren und mir wurde das Kostüm in der falschen Größe zugeschickt. Zum Umtauschen war es leider zu spät.«, erklärte er mir.
»Also doch kein Stripper?«, hakte ich nach, lehnte mich an den Schreibtisch und sah ihn wieder an.
»Nein, wirklich keiner, auch wenn ich gerade so aussehe. Aber eine blöde Frage. Könntest du mir den Reißverschluss hinten aufmachen? Mir ist heute Morgen die Schnur abgerissen und mit den Pfoten hier bekomme ich das Teil nicht auf«, fragte er, schaute mich unsicher an und hielt mir seine Plüschpfoten entgegen.

»Klar, kein Problem, dreh dich um«, meinte ich und machte einen Schritt auf ihn zu, als er mir seinen Rücken zudrehte.
Schon während ich nach dem Reißverschluss suchte, wurde ich von seinem Geruch umgehauen. Es roch nicht streng, sondern leicht süßlich, etwas herb, aber auf eine gewisse Weise sehr anziehend. Ich fand ihn und zog ihn, fast bis an seinen Hintern, nach unten und er streifte sich augenblicklich den oberen Teil seines Kostüms vom Körper.
»Wow«, entkam es mir, als ich seinen entblößten Rücken vor mir sah.

Ein riesiger Phönix war komplett darauf tätowiert und die Schwanzfedern verschwanden sogar im Bund seines Tangas? Interessante Unterwäschenwahl. Weil es so atemberaubend aussah, dachte ich nicht nach und berührte seinen Rücken, weil dieses Geschöpf zu realistisch aussah.
»Gefällt es dir?«, fragte er leise und auch etwas schüchtern.
»Ja und wie realistisch es aussieht, wenn du deine Muskeln anspannst. Es wirkt, als würde er mit den Flügeln schlagen«, sagte ich beeindruckt.
Wie auf Kommando spannte er seine Muskeln an und gab mir davon erneut eine Vorführung.

Aus heiterem Himmel drehte er sich um und presste seine Lippen auf meine. Er überrumpelte mich damit und für einen Augenblick zuckte ich zusammen. Damit hatte ich nicht gerechnet und bevor ich mich wieder unter Kontrolle hatte, wich er schlagartig zurück.
»Sorry, das kam einfach gerade so über mich. Ich habe nicht nachgedacht. Wahrscheinlich stehst du nicht einmal auf Männer«, versuchte er sich unsicher, schnell zu rechtfertigen und trat von einem Fuß auf den anderen.
»Ich stehe schon auf Kerle, aber damit habe ich nicht gerechnet«, sagte ich ruhig und er kam wieder einen Schritt näher, legte seine Hand auf meine Schulter und strich mit dem Daumen meinen Kiefer entlang.
»Und du bist Single?«, hakte er noch leise nach und ich konnte nur nicken, fixiert von seinen umwerfenden Augen.
Das reichte ihm, um mir diesmal einen langen, intensiven Zungenkuss zu geben.

Der erste Kuss nach einem Jahr und dann auch noch von so einem wahnsinnig gutaussehenden Kerl. Kein Wunder, dass mein Körper in Sekundenbruchteilen Blut in meine Körpermitte pumpte und ich komplett hart wurde. Sein Rücken war nass vom Schweiß und fühlte sich heiß unter meinen Handflächen an.
»Wo geht’s denn zur Dusche?«, fragte er mich, als wir unseren Kuss lösten.
»Dort durch die Tür«, meinte ich und zeigte in die Richtung.

Nun stieg er auch aus dem Rest seines Kostüms und stand nur in einem Tanga vor mir. Er kramte ein Duschgel aus seiner Tasche, präsentierte mir dabei ungeniert seinen fast blanken Hintern und ging zur Tür.
»Kommst du nicht mit? Ich hätte noch zwei Eier im Angebot, welche du suchen könntest.«, sagte er und lehnte sich in den Türrahmen.

In dem Moment warf ich all meine Prinzipien über Bord. Zu lange war es her und das hier war eine einmalige Möglichkeit. Für dieses Mal gewann mein Verlangen. Ich schloss schnell die Tür zum Lehrerbereich ab, zog mir mein Tanktop über den Kopf und schlüpfte aus der Trainingshose. Er griff nach meiner Hand und zog mich mit unter die Dusche. Ohne uns vorher auszuziehen, stellte er das Wasser an und zog mich an sich heran. Immer abwechselnd wurde einer von uns gegen die Fliesenwand gepresst, während wir uns küssten. Wir erkundeten dabei gegenseitig unsere Körper mit den Händen. Endlich befreiten wir uns gegenseitig von unserer Unterwäsche und er war genauso heiß wie ich. Er griff nach meinem harten Schwanz und fing an, damit zu spielen.

»Wahnsinn, du bist sogar noch viel heißer, als ich erwartete, habe«, meinte er und fing an, meinen Oberkörper nach unten zu küssen, bis er sich vor mich kniete.
Ich lehnte an der Wand und strich ihm seine Haare aus dem Gesicht, damit ich ihn besser beobachten konnte. Er musste definitiv Erfahrung haben, denn wie einfach er meine neunzehn Zentimeter in sich aufnahm und mir einen der wirklich geilsten Blowjobs verpasste, war nicht selbstverständlich. Gekonnt spielte er dabei an meinen Eiern und trieb mich immer weiter. Mein Stöhnen hallte schon von den Wänden, obwohl ich mein Bestes gab, um es zu unterdrücken.

»Fuck, mir kommts gleich«, warnte ich ihn und er kam wieder nach oben.
Sofort fing er wieder an, mich zu küssen und nahm unsere beiden Schwänze in die Hand.
Ich krallte mich in seinen starken Rücken. Zu weit hatte er mich mit seinen Blaskünsten getrieben und es brauchte nicht mehr viel. So kam es, dass sich mein Körper anspannte und ich meine Ladung zwischen uns spritzte. Aber auch er stöhnte in unseren Kuss und kam direkt darauf. Wir standen nicht ganz unter dem Wasserstrahl und so konnte ich spüren, wie er seine Ladung auf meinen Oberkörper verteilte. Als wir uns wieder beruhigt hatten, reichte er mir das Duschgel. 
»Hilfst du mir jetzt dabei?«, fragte er und lächelte mich an.

So seiften wir uns nur gegenseitig ein, was nicht weniger erregend war, diesen Mann überall zu berühren. Unsere Spuren waren beseitigt, aber obwohl wir beide noch heiß waren, verließen wir die Dusche. In meinem Spind hatte ich immer ein Handtuch hängen, falls ich doch mal spontan duschen wollte und war darüber gerade mehr als froh. Was ich jedoch nicht hatte, war eine Ersatz-Boxershorts. Die alte war nun leider durchnässt und so musste es eben ohne gehen.

»Apropos, ich bin Veit. Wie heißt du eigentlich? Es ist unhöflich, aber ich war viel zu aufgeregt und habe es vergessen, dich zu fragen.«
»André, oder einfach Andi. Kein Ding, habe es ja selbst nicht getan«, meinte ich und er kam zu mir herüber und schloss mich in seine Arme.
»Hey Andi, magst du heute noch den Tag mit mir verbringen?«, fragte er und schaute mich mit strahlenden Augen an.
»Sehr gerne«, gab ich ihm die Antwort und wir zogen uns an, damit wir endlich aus der Turnhalle rauskamen.

Wir verstauten unsere Sachen bei ihm im Auto und entschlossen uns, eine Runde durch den angrenzenden Park zu schlendern. Wir gingen schweigend dicht nebeneinander her. Ich glaube, keiner von uns wusste, was er sagen sollte, aber schüchtern berührten sich ab und zu unsere Finger oder die Ellenbogen. Es herrschte eine angenehme Spannung zwischen uns. Erst als wir auf einer Parkbank Platz nahmen, durchbrach ich die Stille.

»Normalerweise mache ich so etwas nicht wie eben. Nur damit du Bescheid weißt oder dir etwas Bestimmtes erhoffst«, versuchte ich, Veit vage zu erklären.
»Ob du es glaubst oder nicht, aber ich auch nicht. Ich erhoffe mir nichts Bestimmtes, aber ich würde dich sehr gerne näher kennenlernen, also wenn du das auch möchtest.«
»Aber warum gerade mich? Du könntest doch sicherlich jeden haben. Was willst du da mit einem wie mir?«, fragte ich ihn überrascht, weil er in meinen Augen wie eines dieser Topmodels aussah, für die mich mein Ex verlassen hatte.

»Spinnst du? Ich find, du hast etwas von Clark Kent und bist verdammt hübsch. Ohne Brille und nackt siehst du richtig heiß aus. Außerdem glaube ich, dass du ein lieber Kerl bist, so wie du mit den Kids umgehst und verurteilst mich nicht für meinen Job«, sagte er und ich wurde verlegen, aber auch neugierig.
»Ich glaube zwar, dass du als Superheld eine bessere Figur abgibst als als Osterhase, aber wieso sollte ich dich deswegen verurteilen?«

»Naja, du hättest mir vorhin ja auch geglaubt, dass ich nebenbei noch strippen würde. Andere denken das auch und dass ich pädophil wäre und so meinen Fetisch auslebe. Es stimmt aber nicht. Mir macht es einfach Spaß, die Kids zu unterhalten. Außerdem verkleide ich mich gerne und schlüpfe in die Rollen«, erklärte er mir und ich musste schmunzeln.
»Du findest das auch seltsam, oder?«, schoss er betrübt hinterher, als er mich lächeln sah.
»Nein, absolut nicht, aber ich denk, mit dir würde Karneval und Halloween bestimmt nie langweilig werden. Aber deine Kostüme sind bestimmt um einiges professioneller als meine. Es macht mich eher neugierig.«

Er sah so hinreißend aus, wie glücklich er mich daraufhin ansah. Er nahm direkt meine Hand und verschränkte seine Finger mit meinen.
»Dann hoffe ich, du bist nicht schockiert, wenn ich dir erzähle, dass ich hauptberuflich Steuerfachangestellter bin und noch einen langweiligeren Job habe als du.«
»Nein, das ist mir tausendmal lieber als Stripper«, sagte ich ehrlich und bekam einen kurzen Kuss.
Es fühlte sich schön an, einfach hier mit ihm auf der Bank zu sitzen und seine Nähe zu genießen. Ich hätte noch den ganzen Tag mit ihm hier verbringen können.
»Magst du einen Kaffee trinken gehen?«, riss er mich aus meinen Gedanken.
»Klar, sehr gerne.« Und wie selbstverständlich hielt er weiter meine Hand, als wir zum Ausgang des Parks schlenderten und uns ein Café suchten.

Ab dem Punkt hörte er gar nicht mehr auf, von sich zu erzählen und begeisterte mich umso mehr von ihm. Er war in Wirklichkeit genauso ein Nerd wie ich, wenn es um Superheldenfilme oder auch Comics ging. Es war mein kleines Laster und nicht viele wussten, dass ich darauf stand. Mein Ex fand es immer lächerlich und war davon genervt, wenn ich mit ihm darüber sprach. Deshalb wurde es zu meinem verborgenen Hobby und ich war sogar froh, wenn er nicht daheim war. So konnte ich mir in Ruhe einen Film ansehen, ohne dass er mir mit seinen Nörgeleien und Abwertungen in den Ohren lag. Veit gefiel mir immer mehr und erst recht, als er erzählte, dass er 25 sei, was für mich natürlich umso besser passte.

»Ich langweile dich bestimmt schon mit meinem ganzen Superheldenkram. Erzähl mir doch mal etwas von dir«, meinte er und schaute mich interessiert an.
»Nein, tust du absolut nicht. Ich find es sogar sehr interessant, aber zu mir gibt’s gar nicht so viel zu erzählen. Dass ich Lehrer bin, weißt du bereits und sonst kann ich dich nicht mit irgendeinem coolen Nebenjob überraschen. Ich fahre viel mit dem Rad und versuche, gerade so gut es geht, mich mit meiner neuen Verantwortung, eine eigene Klasse übernommen zu haben, zu arrangieren. Es braucht doch schon mehr Vorbereitung, als wenn du nur in die Klassen gehst zum Unterrichten. Das schluckt aktuell die meiste meiner Freizeit.«, erklärte ich ihm.
»Puh, aber du sagst, wenn es dir zu viel wird. Fahrrad also. Das erklärt dann auch, wieso du so einen großartigen Körper hast. Ich trainiere nur daheim mit meinem eigenen Gewicht«, sagte er und machte mich damit wieder verlegen.
Solche Komplimente war ich nicht mehr gewohnt. Dennoch mochte ich seine offene Art, auch dass er die ganze Zeit über meine Hand mit seinem Daumen streichelte. Es hatte etwas Unbeschwertes und ich fühlte mich in seiner Gegenwart sehr wohl.

»Du, Andi? Fass das bitte nicht als plumpe Anmache auf, aber hättest du vielleicht Lust, dass ich dir ein paar der Kostüme zeige? Du scheinst dich dafür zu interessieren und dann siehst du auch, dass es ganz harmlos ist, was ich mache. Ich hätte da vielleicht auch eine Idee«, fragte er mich und tatsächlich würde ich ihn gerne mal in einem seiner anderen Kostüme sehen.
»Warum eigentlich nicht, aber was für eine Idee hast du denn?«
»Das verrate ich dir nachher. Komm, lass uns zahlen und dann los«, sagte Veit, sprang auf und verschwand im Café, um zu zahlen.
Er kam wieder nach draußen, schnappte meine Hand und wir gingen zurück zu seinem Auto.

Wie automatisch steuerte ich schon zu meinem Fahrrad.
»Du kannst aber auch bei mir mitfahren, wenn du willst«, meinte er.
»Ist es denn weit zu dir?«
»Naja, schon ein Stück. Ich kann dich sonst später auch wieder herfahren, damit du dein Rad abholen kannst.«
»Ok, warte, dann schließe ich es eben weg. Dann steht es zumindest sicher«, sagte ich und verschwand kurz.
Als ich wiederkam, war Veit gerade am Handy und schien mit jemandem zu diskutieren, aber als er mich sah, legte er auf.
»So, kann losgehen«, sagte ich zu ihm und wir stiegen ein.
Ich war froh nicht das Rad genommen zu haben, denn unser Weg führte uns ans andere Stadtende. Sein Telefonat fand ich schon seltsam und Veit wirkte unruhig, als er den Wagen parkte.

»Verdammt, das kann doch nicht wahr sein«, sagte er genervt und schlug mit der Faust auf das Lenkrad.
»Alles gut bei dir?«, versicherte ich mich.
»Ja, aber warte bitte kurz im Auto. Ich bin gleich wieder da«, meinte er und stieg schnell aus.
In dem Moment wusste ich nicht, was ich machen sollte. Ich verstand absolut nicht, was gerade passierte und wieso er plötzlich so wütend wurde. Ich beobachtete ihn dabei, wie er zu einem Kerl herüberging, der vor einer der Türen auf dem Treppenabsatz saß. Doch als der Typ zu Veit aufsah, traf mich der Schlag. Es war mein Ex, der aufsprang und versuchte, Veit zu umarmen, aber dieser schubste ihn nur von sich. Leider konnte ich nicht verstehen, worüber sie sich unterhielten, aber hier im Wagen konnte ich nicht mehr sitzenbleiben und stieg aus. So konnte ich wenigstens verstehen, worüber sie diskutierten.

»Bitte, Veit, ich liebe dich doch. Bedeutet dir unser gemeinsames Jahr wirklich gar nichts mehr«, jammerte Paul und der Text kam ihm bekannt vor.
Den gleichen Text durfte ich mir vor kurzem auch anhören, nur da waren es drei Jahre. Aber Moment, dann bedeutet es ja, dass Veit derjenige war, für den mich Paul verlassen hatte. Zeit, darüber nachzudenken, hatte ich leider nicht.
»Ich gehe hier nicht wieder weg, bis du mir verziehen hast und ich noch eine zweite Chance bei dir bekomme«, flehte Paul und das reichte mir.
Ich ging zu ihnen herüber und als mich Paul sah, stockte ihm der Atem. Erst recht, als ich neben Veit zum Stehen kam.
»Hallo Paul, so sieht man sich schon wieder«, sagte ich und Pauls Gesichtsausdruck verdunkelte sich.
»Was, ihr kennt euch?«, fragte mich Veit schockiert und schaute zwischen mir und Paul hin und her.
»Jap, sehr gut sogar, das ist mein Ex«, erklärte ich.

»Alter André, verzieh dich einfach. Das hier geht nur meinen Freund und mich etwas an«, blaffte er mich an.
Ich wollte ihn einfach nur so verletzen, wie er mich damals und legte meinen Arm um Veit und gab ihm einen Kuss, direkt vor seinen Augen. Veit tat dasselbe und zog mich fest an sich.
»Dein verfickter Ernst? Du spannst mir meinen Kerl aus?«, tobte Paul hinter mir.
»Lass mich raten. Er hat sich von dir getrennt?«, fragte ich Veit, als ich unseren Kuss löste, und er nickte nur kurz.
»Dann ja mein Ernst und ich habe dir niemanden ausgespannt. Also würdest du dich jetzt bitte verziehen? Ich glaube nicht, dass du hier noch eine Chance bekommst, oder?«, fragte ich ruhig und schaute Veit an.
»Absolut nicht«, meinte dieser und gab mir zur Bestätigung noch einen Kuss.
»Fein, dann viel Spaß mit dem Scheiß-Stripper und werdet meinetwegen doch glücklich«, protestierte Paul, als er sich tatsächlich verzog.

Seine letzten Worte ließen mich hellhörig werden und ließen Veit erstarren. Ich wollte Paul aber nicht die Genugtuung geben, dass er mitbekam, wie ich meine Zweifel Veit gegenüber äußerte und wartete, bis er außer Sichtweite war.
»Was meinte er damit? Ich dachte, du strippst nicht? Oder hast du mich in dem Punkt belogen, damit ich mit dir herkomme?«, fragte ich ihn ernst, trat einen Schritt zurück und verschränkte die Arme.
»Bitte, Andi, ich habe dich nicht belogen«, sagte er niedergeschlagen und schaute mich nun flehend an.
»Du widerlegst es aber auch nicht. Also bitte erkläre es mir«, meinte ich und verließ meine Verteidigungsposition nicht.
»Das mache ich, aber können wir dafür bitte reingehen? Ich möchte es dir nicht hier auf der Straße erklären, denn es steckt mehr dahinter, als du vielleicht gerade denkst.«, bat er mich und irgendetwas sagte mir, dass ich ihm diese Chance geben sollte.

Wir gingen, ohne ein weiteres Wort zu sagen, in seine Wohnung und setzten uns bei ihm auf die Couch.
»Magst du irgendetwas zu trinken?«, fragte Veit vorsichtig.
»Nein, ich will jetzt die Wahrheit wissen.«
Er setzte sich neben mich und versuchte, meine Hand zu greifen, aber ich entzog sie ihm. Langsam machte sich auch Panik in mir breit, dass es doch einen gewaltigen Haken an diesem bisher atemberaubenden Kerl gab. Meine Reaktion hingegen machte ihn traurig und ich befürchtete schon dass er gleich zumindest eine Träne vergoss, so wässrig waren seine Augen.
»Ok, ich erkläre dir alles, aber hör mich erst bis zum Ende an und urteile dann darüber«, meinte er und ich nickte als Zustimmung

»Ich habe wirklich mir bis vor einem Jahr Geld als Stripper dazuverdient«, begann er und ich wäre am liebsten aufgestanden und gegangen, aber er erzählte sofort weiter: »Dadurch habe ich auch Paul kennengelernt. Er war damals bei einem Junggesellenabschied dabei und wir kamen danach ins Gespräch. Aber egal. Der wichtigste Punkt ist: Ich strippe nicht mehr und werde es auch nie im Leben wieder tun. Mein letzter Auftrag damals war auch ein Junggesellenabschied, zumindest wurde er als dieser gebucht. Schon als ich den Raum betrat, kam es mir seltsam vor. Es waren um die zwanzig Kerle und alle waren maskiert. Der Auftraggeber beruhigte mich und gab mir etwas zu trinken. Danach wurde mir schwarz vor Augen und als ich wieder zu mir kam, hing ich nackt und gefesselt in einem Sling. Sie spuckten auf mich, schlugen mich, spielten an mir herum und geilten sich an mir auf. Mein Kostüm hing in Fetzen von meinem Körper und ich schrie, dass sie mich gehen lassen sollten, aber das turnte sie noch mehr an. Ich hatte Angst, dass sie noch weitergehen würden und mich missbrauchen, aber zum Glück haben sie diese Grenze nicht überschritten. Erst als auch der Letzte auf mir abgespritzt hatte, machten sie mich los und ich wurde, so wie ich war, aus dem Haus geworfen.«

Ihm hatte es kurz die Sprache verschlagen und er kämpfte nun wirklich um seine Fassung. Er tat mir in dem Moment so leid, dass ich es war, der seine Hand nahm und fest zudrückte. Es überraschte ihn und er sah mich so verletzlich an.
»Das war der Moment, als ich beschloss, nie wieder zu strippen und mich nur noch auf die Kindergeburtstage beschränkte. Die machten wenigstens Spaß und ließen mich diesen Mist vergessen. Daraus resultiert auch die Tätowierung auf meinem Rücken, welche dich so fasziniert. Bitte, Andi, das habe ich bisher niemandem erzählt, aber es ist wirklich die Wahrheit. Angelogen habe ich dich nicht wirklich. Ja, ich habe gestrippt, aber nein, ich werde es nie wieder tun«, beendete er seine Beichte.

So wie er gerade vor mir saß, muss es die volle Wahrheit gewesen sein. Das würde sich niemand ausdenken, nur um jemanden rumzubekommen. Eine Träne fand den Weg aus ihm heraus und lief über seine Wange. Wie heute Mittag legte nun ich meine Hand an seine Wange und wischte sie mit meinem Daumen weg.
»Danke für deine Ehrlichkeit und dein Vertrauen. Das klingt schrecklich und es tut mir leid, dass du so einen Scheiß erleben musstest, aber ich glaube dir.«, gab ich ihm zu verstehen und zog ihn in meine Arme.
»Danke. Das beruhigt mich«, säuselte er gegen meinen Hals, als er sich an mich kuschelte.

»Aber das mit Paul war eine Überraschung. Kann es sein, dass er dich vor so circa einer Woche verlassen hat?«
»Ja, aber woher weißt du das?«, fragte er überrascht.
»Weil er da vor meiner Tür stand und mich versuchte, mit denselben Worten zurückzugewinnen. Warum hat er denn mit dir Schluss gemacht? Ein neuer Kerl kann diesmal nicht der Grund sein«, fragte ich neugierig.
»Ich bin ihm zu kindisch, weil ich auf Superhelden stehe. Außerdem passte es ihm nicht, dass ich die Wochenenden lieber auf Kindergeburtstagen verbrachte als mit ihm. Ich hatte ihm sogar ein paar Kostüme bestellt, damit er vielleicht gemeinsam mit mir auftrat. Erst dachte er ich mache nur Spaß, aber als er kapierte, dass ich das ernst meinte, hat er mich in den Wind geschossen. Dich hätte ich mir aus seinen Erzählungen aber um einiges anders vorgestellt.«

»Ach ja? Wie denn?«, fragte ich und war jetzt gespannt auf seine Antwort.
»Wie so ein langweiliger Lehrer eben, der seine Nase nur in Bücher steckt und ganz gehoben spricht. Außerdem hättest du dich die meiste Zeit in deinem Büro verkrochen.«
Damit brachte er mich noch mehr zum Lachen.
»Veit, ich bin 26 und keine 50. Aber kann sein, dass er von mir, was Superhelden betrifft, etwas angeschlagen war. Wenn du mein Büro siehst, dann wirst gerade du verstehen, wieso ich mich gerne darin verkrochen habe«, sagte ich und da wurde er hellhörig.

»Warum?«, fragte er mich und schaute mich neugierig an.
»Weil ich, was Superhelden betrifft, ein genauso großer Nerd bin wie du, aber man es mir wohl eher ansehen würde als dir. Mir haben deine Erzählungen im Café wirklich gefallen.«
»Du verarschst mich?«, platzte es aus ihm heraus und als ich mit dem Kopf schüttelte, kannte er kein Punkt und Komma mehr.

Wir lagen den ganzen Nachmittag auf dem Sofa und fachsimpelten über die verschiedensten Theorien. Es machte riesigen Spaß, endlich mal jemanden gefunden zu haben, der meine Leidenschaft teilte, auch wenn wir bei manchen Aussagen nicht einer Meinung waren. Es war egal, denn die ungeklärten Diskussionen endeten in einem fantastischen Kuss, damit der andere die Klappe hielt.
»Ich glaube, es war Schicksal, dass wir uns über den Weg gelaufen sind«, meinte Veit, als er sich nach einem Kuss wieder an mich kuschelte.
»Gut möglich, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet. Aber wollen wir vielleicht was essen gehen? So langsam knurrt mir der Magen«, fragte ich, weil ich den ganzen Tag über noch nichts gegessen hatte.
»Ich habe noch Eier«, platzte es aus ihm heraus.
»Ja, die hast du mir heute Mittag schon gezeigt, aber ich bräuchte wirklich was Richtiges.«
»Was du dir nur wieder denkst. Ich meinte schon echte, aber wir können auch gern etwas essen gehen.«

Das kleine italienische Restaurant die Straße runter passte perfekt zu unserer aktuellen Situation. Die Atmosphäre war sehr romantisch. Vielleicht lag dies aber auch nur an meiner umwerfenden Begleitung. Wenn man uns sah oder reden hörte, dachte bestimmt niemand, dass wir uns erst ein paar Stunden kannten.
»Langsam verstehe ich, wieso mich Paul für dich verlassen hat«, meinte ich, nachdem wir mit dem Essen fertig waren und er wieder meine Hand hielt.
»Ach echt? Also ich für meinen Teil hätte mich damals gleich für dich entschieden. Aber ich finde es klasse, dass ich jetzt die Chance dafür bekomme.«, sagte er und strahlte mich an.
»Solltest du nicht mit noch einer bösen Überraschung um die Ecke kommen, dann steht diese auch sehr gut«, gab ich ihm zu verstehen.
»Nein, nichts. Sonst bin ich auch nur ein normaler Kerl, der gerade verdammt glücklich ist«, sprach er aus und er lehnte sich zu mir herüber, um mir einen Kuss zu geben.

»Magst du mir jetzt von deiner Idee von heute Mittag erzählen?«, fragte ich neugierig und er wurde ganz hibbelig.
»Willst du mein Robin sein?«, platzte es aus ihm heraus.
Ok, die Anspielung auf Batman verstand ich sofort, aber die waren ja kein Paar. Gut, in manchen Fantheorien schon und ich dachte, er spielte auch darauf an.
»Ja, ich würde gerne dein Freund sein«, sagte ich ihm direkt.
»Das habe ich doch schon verstanden und freue mich riesig darüber. Ich habe aber morgen einen Auftritt als Batman und wollte fragen, ob du mich als Robin begleiten würdest. Du kannst doch gut mit Kindern und mit dem Charakter kennst du dich auch bestens aus.«

Damit überrumpelte er mich erneut. Ganz abgeneigt war ich von seiner Idee nicht, aber es war dennoch sehr kurzfristig.
»Wie soll das funktionieren? Ich habe nicht einmal ein Kostüm und kann schlecht so dort auftauchen. Außerdem weiß ich nicht, wie ich mich dabei verhalten soll.«, erläuterte ich meine Bedenken.
»Lass uns schnell zahlen. Ich möchte unbedingt etwas ausprobieren.«, bekam ich nur als Antwort und lud ihn diesmal ein.

Er war so aufgeregt, dass er beinahe rannte, als wir aus dem Restaurant draußen waren und zurück zu ihm liefen. Wie ein Blitz flitzte er in einen mir noch unbekannten Raum seiner Wohnung, als wir wieder bei ihm waren. Ich traute mich, meinen Kopf in das Zimmer zu stecken und es war ein ganzer Raum für all seine Kostüme. Davon hatte er eine Menge. Er wurde schnell fündig und zog mich mit den Sachen unter seinem Arm wieder ins Wohnzimmer.
»Probierst du es einmal an?«, fragte er mich mit strahlenden Augen.
»Wo hast du das jetzt so schnell her?«
»Ich habe dir doch erzählt, dass ich für Paul Kostüme bestellte und von der Statur müsste es dir auch passen. Aber hier, den wirst du definitiv brauchen.«
»So einen hässlichen Tanga hattest du heute doch auch an. Geht nicht eine Boxershorts?«, sagte ich lachend, als ich das Teil in seiner Hand sah.
»Das ist kein Tanga, sondern ein Dance-Belt, damit man deine üppige Ausstattung nicht sieht und alles jugendfrei bleibt«, erklärte er mir.

»Ok, ich kann es ja mal anprobieren«, gab ich mich geschlagen und fing an, mich auszuziehen.
Ich war ein wenig nervös, als ich meine Hose herunterzog und wieder nackt vor ihm stand. Es turnte mich gleichzeitig an, wie gierig er mich dabei ansah und sein Blick an meiner Körpermitte haften blieb.
»Kannst du mich bitte nicht so anstarren? Das macht mich nervös und horny.«
»Sorry, aber du bist einfach verboten sexy, da kann ich nicht anders. Aber warte, ich geh mich auch umziehen und wenn du Hilfe brauchst, dann ruf einfach«, meinte er und verschwand aus dem Wohnzimmer.

Der Tangaverschnitt fühlte sich ungewohnt an, aber obwohl mein Teil auf Halbmast stand, konnte man nichts davon erkennen. Das Teil saß auch so eng, dass eine Erektion zu bekommen unmöglich war. Das Robin-Kostüm lag an meinen Beinen wie eine zweite Haut und schien auch obenrum zu passen, aber mit dem Reißverschluss am Rücken war ich überfordert. Ich brachte ihn allein nur bis zur Hälfte zu uns, zappelte umständlich herum.
»Und passt es?«, ertönte Veits Stimme hinter mir.
»Schon, aber ich bekomm den verdammten Reißverschluss einfach nicht zu«, jammerte ich.
»Warte«, schon stand er hinter mir und zog ihn rauf, aber als ich mich umdrehte, fiel mir die Kinnlade runter.

Vor mir stand Veit in seinem Batmankostüm, das um seine Muskeln spannte. Sogar jede seiner Bauchmuskeln konnte ich erkennen. Ich stand nicht ohne Grund auf Superhelden, denn gerade wegen ihrer Outfits fand ich sie heiß, aber bisher war es nur eine Fiktion. Veit hingegen war real und raubte mir den Atem. Schon allein wie seine blauen Augen unter der Maske leuchteten und er mich mit ihnen fixierte.
»Ich habe ab heute einen neuen Lieblings-Batman«, stammelte ich und tatsächlich schaffte es der Dance-Belt, mich im Zaum zu halten, denn bei dem Anblick wäre ich in Sekundenbruchteilen bretthart gewesen.
»Und ich habe meinen perfekten Robin«, sagte er mit einem tiefen Grollen in der Stimme.
»Aber warte, eins fehlt noch«, meinte er und nahm die Maske vom Sofa.
Er nahm meine Brille ab und band sie mir um. Wenigstens war ich nur kurzsichtig und konnte noch alles gut erkennen.

Danach wurde ich von ihm in sein Schlafzimmer vor einen großen Spiegel gezogen und war schockiert. Selbst mir stand das Kostüm wie angegossen und wir gingen tatsächlich als Batman und Robin durch, wenn man davon absah, dass wir beide gleich groß waren.
»Und was sagst du?«, fragte Veit und grinste mich durch den Spiegel an.
»Wahnsinn«, brachte ich nur über die Lippen und betrachtete mich aus allen Richtungen.
»Wir müssten dir zwar noch Kontaktlinsen besorgen, aber könntest du dir vorstellen, mich so zu begleiten?«, fragte er mich und nahm mich dabei von hinten in den Arm.
»Die hätte ich zur Not zu Hause. Erklär mir erst einmal, wie so etwas abläuft und was ich zu tun hätte«, bat ich ihn, bevor ich endgültig eine Entscheidung traf.

Wir setzten uns aufs Bett und er erklärte mir in Ruhe, wie ein normaler Geburtstag ablief. Im Grundsatz war es gar nicht schlimm. Die meisten Zitate kannte ich auswendig und auch sonst war nichts Schlimmes dabei. Ein wenig sogar wie in der Schule. Auf die Kids eingehen, mit ihnen Superhelden spielen und für Fotos posieren.
»Ok, ich würde es versuchen, aber bitte sei mir nicht böse, wenn mir ein Fehler unterläuft«, sagte ich und wurde in so eine feste Umarmung gezogen, dass er mir die Luft aus den Lungen presste.
»Allein damit, dass du es versuchen möchtest, machst du mir eine riesige Freude«, meinte er und wir verloren uns in einem intensiven Kuss.

»Ich würde so gerne mit dir schlafen«, sagte Veit schüchtern, als wir unseren Kuss lösten.
»Und was hält dich davon ab, außer den Ganzkörperkondomen, die wir gerade tragen?«, fragte ich ihn belustigt.
»Fast, ich habe leider keine Kondome hier. Die hat Paul alle eingesackt.«
»Hmm, du könntest mich heimfahren. Ich konnte noch ein paar vor ihm verstecken. Aber von meiner Seite aus bräuchten wir keins. Ich kann dir mit gutem Gewissen sagen, dass ich gesund bin.«
»Ganz sicher? Ich bin extrem vorsichtig geworden, seit mir mal jemand verschwiegen hatte, positiv zu sein. Seitdem lasse ich mich akribisch testen und hab mich zum Glück nicht angesteckt.«, meinte er vorsichtig.

Die Angst konnte ich ihm leicht nehmen, weil mein Arzt digital unterwegs war und ich meine Blutergebnisse immer per Mail übermittelt bekam.
»Lass mich mal kurz los«, meinte ich und holte mein Handy aus dem Wohnzimmer.
Ich saß auf dem Bett und scrollte durch meine Mails.
»Was machst du?«, wollte Veit wissen und da hatte ich es gefunden. Ich hielt ihm den Bericht unter die Nase.
»Ist zwei Wochen alt und ich hatte seit Paul mit niemandem Kontakt. Aber das Angebot steht, wir können gern zu mir fahren.«
»Heute muss mein Glückstag sein, dass ich dich kennenlernen durfte. Ich bringe dich gerne nach Hause, aber nur wegen der Kontaktlinsen und nur, wenn ich die Nacht bei dir verbringen darf.«, meinte er und zog mich wieder an sich.
»Du glaubst nicht ernsthaft, dass ich dich freiwillig heimschicken würde«, sagte ich und damit war es beschlossene Sache.

»Hilfst du mir noch beim Reißverschluss?«, fragte ich Veit, der schon auf dem Weg nach draußen war, um sich umzuziehen. Er zögerte kurz, kam aber schließlich doch auf mich zu und zog in mir herunter. Er nahm sich seine Maske ab und ich konnte im Spiegel beobachten, wie er meinen Rücken fixierte. Er biss sich dabei leicht auf die Lippe und ich zog mir das Kostüm von den Schultern. Sein Blick traf mich wieder im Spiegel und seine Hände berührten meinen Bauch.
»Du bist so sexy«, raunte er in mein Ohr und fing an, meinen Hals zu küssen.
Ich wollte und konnte nicht mehr warten, bis wir bei mir waren. Ohne ein weiteres Wort zog ich mir das Kostüm samt der Unterwäsche über den Hintern. Nun, da mein Kolben befreit war, wurde er augenblicklich hart und stand von mir ab.

Veit sah mich gierig durch den Spiegel an und seine Hände tanzten über meinen Körper.
»Ich glaube, ich schaffe es nicht bis zu mir nach Hause«, meinte ich und grinste ihn durch den Spiegel an.
Auch er zog sich mit einer Bewegung sein Kostüm bis in die Kniekehlen und drehte mich herum. Wie schon unter der Dusche waren wir beide komplett hart und scharf aufeinander.
»Zum Glück, ich dachte schon mir ginge es allein so. Komm, leg dich aufs Bett.«
Ich zog mir noch den Rest aus und legte mich auf den Rücken. Auch er stand nun komplett nackt davor und legte sich verkehrt herum neben mich. Ich verstand sofort und rutschte ein Stück herunter. Seine Eichel war prall und glänzte schon leicht. Wir entlockten uns beide ein leises Stöhnen, als wir über die Eichel des anderen leckten.

Er schmeckte herrlich und ich war so heiß, dass ich augenblicklich seinen Schwanz komplett in mir aufnahm. Er war nicht so groß wie meiner, aber hatte für mich die perfekte Größe. Mit meinen Händen an seinem Hintern drückte ich ihn tiefer in meinen Rachen. Gierig blies ich diesen heißen Kerl und es machte ihn noch schärfer, wenn meine Finger an seinem Loch spielten. Ich war einfach so in Fahrt, dass er keine Möglichkeit hatte, mich zu blasen, sondern nur heiß gegen meine Eier stöhnte und sich an mich klammerte. Weit konnte er nicht mehr entfernt sein und ich erhöhte den Druck meiner Finger gegen sein Loch und drang etwas in ihn ein. Mit einem tiefen Stöhnen fing er an zu krampfen und schoss mir explosionsartig seine Ladung in den Rachen. Sofort verteilte sich der Geschmack von frischem Sperma in meinem Mund und ich hatte ganz schön zu tun, seine Menge zu schlucken.

Nun drehte er mich doch auf den Rücken und ich hatte seinen Hintern direkt vor der Nase. Sein Blowjob war nicht weniger gierig und wild. Aber der Reiz war zu groß, nicht einmal über sein rasiertes Loch zu lecken. Es machte ihn noch wilder und ich stöhnte meine Lust heraus. Meine Finger krallten sich in seinen Hintern und ich stieß in seinen Mund, als ich kam. Er saugte immer weiter, bis er aus den letzten Tropfen erwischt hatte. Bevor er sich umdrehte, leckte ich noch einmal fest über sein Loch, was einen Schauer durch seinen Körper jagte.

»Mein Loch muss bis später auf dich warten. Jetzt sollten wir es ja schaffen, alles für morgen zu packen und zu dir zu fahren. Ich habe nachher noch eine Überraschung für dich, wenn du magst«, wisperte er gegen meine Lippen und stand auf.

Welche Überraschung wollte er mir nicht verraten, aber er war sich sicher, dass es mir gefallen würde. Dafür schnappte er sich unsere Kostüme und verschwand in seinem Ankleidezimmer. Ich zog mich in der Zeit an und mein Ständer war noch immer deutlich in der Jeans erkennbar. Die Reibung und der Gedanke an meinen heißen neuen Freund ließen ihn sich auch beim besten Willen nicht beruhigen. Er kam mit einer großen gepackten Tasche ins Wohnzimmer.

»Soll ich mir gleich auch noch ein paar normale Klamotten mitnehmen?«, wollte er von mir wissen.
»Wofür?«, fragte ich blöd.
»Naja, ich dachte, wir verbringen das ganze Wochenende zusammen«, sagte er etwas geknickt.
»Dann pack so viel ein, dass es am besten gleich bis Montag reicht«, meinte ich und sofort ging seine Stimmung wieder nach oben.
Ich glaube, er meinte es sehr ernst mit mir und es freute mich sehr.  

Er verschwand nochmal schnell im Schlafzimmer und kam mit einer zweiten Tasche heraus.
»So ich habe alles. Meinetwegen können wir«, meinte er und als ich aufstand, sah er ungläubig auf meinen Schritt.
»Du hast ein ganz schön gewaltiges Stehvermögen«, sagte er und lachte.
»Wundert es dich? Allein wie scharf du in dem Tanktop und der Jogginghose aussiehst, macht mich schon an.«
»Dann gewöhn dich dran, das wirst du jetzt sehr oft zu Gesicht bekommen«, sagte er und küsste mich.
»Würdest du die kleine Tasche nehmen? Dann kann es losgehen«, fragte er mich und wir verließen seine Wohnung.

Jetzt lohnte es sich wieder, dass zur Wohnung ein Parkplatz gehörte. Als Veit meine Wohnung betrat, kam er aus dem Staunen nicht mehr raus.
»Wow, du hast es echt schön hier. Alles sehr modern und schlicht«, sagte er und das stimmte schon.
Bis auf mein Büro sah alles eher schlicht-elegant aus, aber dennoch nicht wie in einer Arztpraxis. Viel Holz mit modernen Elementen.
»Warte ab, bis du mein Arbeitszimmer siehst. Es ist da vorne durch die Tür. Fühl dich wie zu Hause. Ich brauch erstmal eine bequemere Hose«, meinte ich und ging ins Schlafzimmer, um meine Jeans durch eine bequeme Jogginghose zu wechseln. Das half etwas, damit sich mein Schwanz beruhigte und nicht ständig gereizt wurde.

Danach ging ich zu Veit ins Büro.
»Andi, du bist ja wirklich ein Nerd. Das wird, glaube ich, mein Lieblingsraum.«
Hier lebte ich bisher mein heimliches Hobby aus. An den Wänden hingen viele schicke Kunstdrucke und in den Vitrinen standen hochwertige Statuen. Meist Sammlerstücke. Nicht zu vergessen das große Regal mit den verschiedensten Comics.
»Neben dem Badezimmer ist es auch meiner«, sagte ich und er wurde neugierig.
»Was macht denn ein Badezimmer besonders?«
»Komm mal mit«, meinte ich und er folgte mir.
Es hatte eine große offene Regenwalddusche und eine Badewanne, in der man gemütlich zu zweit baden konnte. Das Badezimmer war damals der ausschlaggebende Punkt, wieso ich mich für diese Wohnung entschieden hatte. Ich liebte es, gemeinsam zu baden oder zu duschen.
»Ok, ich verstehe dich und die Badewanne müssen wir später unbedingt mal ausprobieren. Ich liebe es zu baden, aber hatte schon lange nicht mehr die Möglichkeit.«

»Wir könnten uns einen Film anschauen, wenn du magst. Es ist ja gerade mal 19 Uhr, oder worauf hast du Lust?«, fragte ich ihn.
»Das klingt nach einem guten Plan.«
Also gingen wir in den Wohn-Ess-Bereich und er staunte schon wieder.
»Mach es dir bequem und ich überlasse dir die Filmauswahl. Du kennst dich sicher aus und hast die Möglichkeit, zwischen Netflix und Disney+ zu wählen. Magst du etwas trinken?«, wollte ich noch wissen.
»Gerne. Was hast du denn im Angebot?«, fragte er, machte es sich schon auf der Couch bequem und scrollte durch das Angebot.
Viel gab der Kühlschrank nicht mehr her.
»Hmm, ich habe nur noch Cola, Wasser und Weißwein im Angebot.«
»Wasser und Wein klingt super«, bekam ich leicht abwesend von ihm als Antwort, da er so konzentriert auf die Filmauswahl war.

Also nahm ich die Flaschen und Gläser mit herüber zum Couchtisch und schenkte uns dort ein, bevor wir auf uns anstießen.
»Mhm, du hast einen guten Geschmack. Du gefällst mir immer besser, weißt du das eigentlich?«
»Danke. Ich trinke leider kein Bier oder stärkeren Alkohol, daher ist die Auswahl immer etwas begrenzt, wenn ich keine Gäste erwarte.«, erklärte ich ihm.
»Deine Auswahl trifft genau meinen Geschmack und jetzt komm her, ich habe einen Film gefunden. Den kenne ich selbst noch nicht und du hast ihn dir anscheinend auch noch nicht angesehen.«, sagte er und wir kuschelten uns aneinander.
Tatsächlich kannte ich ihn noch nicht und selbst während des Films fachsimpelten wir darüber. Andere hassten es, sich bei einem Film zu unterhalten, aber ich fand es klasse. Veit ging es wohl genauso.

Ich war sogar enttäuscht, als der Film aus war. Es war gerade so schön, in seinen Armen zu liegen. Er lag auf dem Rücken und ich an seiner Seite mit meinem Kopf auf seiner Brust. Mit einem Arm hielt er mich fest und mit seiner anderen Hand streichelte er meinen Arm, der auf seinem Oberkörper lag.
»Wie fandest du ihn?«, fragte er mich und drehte seinen Kopf nun in meine Richtung.
Ich musste mich leicht neu positionieren, damit ich ihn auch ansehen konnte.
»Er war klasse. Gute Wahl, aber die Gesamtsituation finde ich gerade viel schöner.«, sagte ich und zauberte damit ein Lächeln auf seine Lippen.
»Ich weiß, was du meinst«, sagte er und strich mir wieder mit seinem Daumen den Kiefer entlang, bis ich meinen Kopf in seine Hand legte.
Ich schloss meine Augen und genoss einfach nur seine Nähe und Wärme. Getoppt wurde es nur noch, als er seine Lippen ganz sanft auf meine legte und mich langsam anfing zu küssen.

Dabei blieb es nicht und unsere Küsse wurden immer leidenschaftlicher, bis ich auf ihm lag und sich unsere Körper aneinander rieben.
»Was würdest du von einer Privatvorführung nur für dich halten?«
»Du willst tatsächlich für mich strippen?«, fragte ich etwas verwundert.
»Ich dachte, es könnte dir gefallen und so haben die alten Kostüme wenigstens noch den Zweck, dass ich meinen Freund unsagbar heiß machen könnte.«
»Geht das überhaupt? Ich bin jetzt schon verdammt heiß.«
»Einen Versuch wäre es doch wert«, schlug er vor und grinste dabei.
»Na ok, dann leg mal los«, sagte ich und war schon ein bisschen gespannt, was er dabei für eine Figur machen würde.

Er schob mich von sich herunter und gab mir noch einen Kuss, bevor er aus dem Wohnzimmer ging. 
Langsam fragte ich mich wo er blieb und ich machte es mir so lange gemütlich und spielte an mir herum.
»Nicht dein Ernst«, platzte es aus mir heraus, als er klischeehaft als Polizist verkleidet vor mir stand.
Aber verdammt, sah er heiß darin aus, wie er diese Uniform ausfüllte und ich musste schon jetzt aufpassen, nicht zu sabbern. Als er den Couchtisch zur Seite stellte, dachte ich, seine Hose würde jeden Moment platzen, so sehr spannte sich der Stoff um seine Oberschenkel und seinen Hintern.
»Setz dich hier breitbeinig hin und genieß einfach deine Show«, wies er mich an und ich folgte.

Da startete er die Musik und fing an, sich zu bewegen. Noch angezogen machte er eine gute Figur, aber nachdem mehr und mehr seiner Klamotten zu Boden fielen, desto heißer machte er mich. Er berührte mich zwischendurch und presste mir auch seinen Schritt ins Gesicht. Wie hart er dabei selbst war. Er zog sich sein Shirt aus, nur um meine Hand zu nehmen und auf seinen Body zu legen. Geschickt folgte auch mein Shirt und er spielte mit seiner Zunge an meinen Nippeln. Danach hielt er mit seinen hin. Er hatte recht behalten und schaffte es, mich noch schärfer zu machen, als ich vorher schon war.

Er drehte sich und beugte sich so weit wie möglich nach vorn, um mir seinen Hintern zu präsentieren und da passierte es. Der Stoff gab nach, platzte von seinen Beinen und präsentierte mir seinen blanken Hintern mit direkter Sicht auf sein Loch. Ein »Fuck« entkam seinem Mund, aber ich konnte nicht anders, als mein Gesicht darin zu versenken. Er war sicher noch nicht fertig, aber ich hielt ihn fest und wollte nicht aufhören, sein Loch zu verwöhnen. Das Lied war zu Ende und nun erfüllte sein Stöhnen den Raum. Mit einem gekonnten Griff riss er sich die Hose vom Körper und war endlich nackt. Leider richtete er sich jetzt auf und drückte mich nach hinten gegen die Lehne, damit auch er mich von meiner Jogginghose befreien konnte.

Ich war einfach bis zum Platzen erregt und er ging vor mir auf die Knie und ließ mein Teil mit einem Mal komplett in seinem Mund verschwinden. Hätte er nur einmal daran gesaugt, wäre ich gekommen, aber er machte ihn nur schön nass und kniete sich direkt im Anschluss mit auf die Couch. So ein geiler Blick, den er mir zuwarf, als er meinen Schwanz dabei war, einzuführen. Sein Loch gewährte mir Einlass und ich sah zu, wie er sich immer weiter auf meinen Schwanz setzte. Veit biss sich auf die Lippe und er schloss sich eng um mein Teil. Er gönnte mir keine Pause. Sobald er einmal auf mir saß, fing er gleich an, sich zu bewegen. 

»Fuck Veit, ich halt das nicht lange aus, mach langsam«, bat ich ihn, aber er spannte sein Loch nur noch mehr an.
Er stützte sich auf meine Knie und vögelte sich selbst wie ein Irrer Ich konnte es nicht mehr halten, packte ihn an den Hüften und presste ihn auf mich, als ich zum ersten Mal heftig in ihm kam. Jetzt wusste ich auch, wieso er so wild war, denn im nächsten Augenblick schoss er mir seinen Saft in dicken Schüben entgegen. Wie zwei Ausgehungerte hingen wir danach aneinander und küssten uns. Ich musste ihn kurz bremsen, bevor er sich wieder auf mir bewegen konnte, aber nach kurzer Zeit ging es und ich konnte wieder in ihn stoßen.

Diesmal stützte er sich auf meiner Brust ab und sah mir dabei tief in die Augen, als er mich langsam anfing zu reiten. Der erste Drang war vorbei und wir konnten es jetzt genießen. Durch meine erste Ladung in ihm flutschte es auch viel besser. Er bewegte sich dabei wie beim Strippen vorher und ich verfolgte das Spiel seiner gestählten Muskeln unter seiner weichen, glatten Haut. Unsere Nummer dauerte lange, aber wir genossen jeden einzelnen Moment in verschiedenen Positionen und kosteten unsere tiefe Vereinigung aus. Wir schwitzten, waren eingesaut und Veits letzte Ladung verteilte er auf seinem perfekten Körper, während ich noch einmal in ihm kam. Erschöpft brach ich auf ihm in seinen Armen zusammen.
»Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt, die Badewanne auszuprobieren«, meldete er sich leise und ich fand es eine ausgezeichnete Idee.

Das warme Wasser entspannte unsere Muskeln und es war der krönende Abschluss eines wundervollen Tages. Ich saß hinter ihm und er lag diesmal in meinen Armen. Sein Kopf ruhte auf meiner Schulter. Er hatte die Augen geschlossen und sah einfach wunderschön aus, wie entspannt er meine Streicheleinheiten genoss. Erst recht, als ich über seine Wange strich und sich unsere Blicke trafen.
»Du hast wunderschöne Augen«, rutschte mir mein Gedanke heraus.
»Du auch, mein Süßer. Darf ich mir von dir etwas wünschen?«, fragte er mich.
»Sicher, wenn ich ihn dir erfüllen kann.«
»Lass mich bitte nie wieder los«, sagte er, kuschelte sich enger an mich und presste meine Hände auf seinen Körper.
»Den Wunsch erfülle ich dir gerne«, meinte ich und gab ihm einen Kuss auf die Stirn.

Unser Plan war es eigentlich, nach dem Bad noch einen Film anzusehen, aber wir waren beide müde und entschieden uns doch für das Schlafzimmer. Schweigend genossen wir unsere Nähe. Ich musste schmunzeln, da mir bewusst wurde, dass ich mich in einen pinken Traum aus sexy Plüsch verliebt hatte. War es möglich, sich innerhalb eines Tages in einen Menschen zu verlieben? Der Tag hatte seine Höhen und Tiefen, aber am Ende lag ich mit einem Traummann in den Armen in meinem Bett. Ich hatte schon Angst, dass, wenn ich aufwachte, es nur ein Traum war, aber nein, Veit lag noch genauso in meinen Armen, wie er eingeschlafen war. Es musste wohl auch mein Glückstag gewesen sein.

Er drehte sich in meinen Armen und schlang seine Arme um mich.
»Guten Morgen Süßer, hast du gut geschlafen?«, fragte er mich und gähnte dabei.
»Auf jeden Fall, ich hatte ja dich in meinen Armen. Und du?«
»Ich auch und ich wünschte, wir müssten das Bett heute nicht verlassen«, war seine Antwort und er schmiegte sich so dicht es ging an meinen Körper.
»Du hast mir noch gar nicht verraten, wann wir heute losmüssen.«
»Wir müssen erst um 15 Uhr da sein, also haben wir noch viiiiiiiiel Zeit«, meinte er und fing an, meinen Hals zu küssen.
»Hör auf, das macht mich extrem scharf«, warnte ich ihn.
»Umso besser. Soll ich mich doch wieder umdrehen?«, fragte er frech.

»Sag mal, wie kommts eigentlich, dass du passiv bist? Ich meine, du warst auch mit Paul zusammen und der ist ausschließlich passiv. Wie funktioniert das?«, fragte ich ihn, weil es mich gestern schon gewundert hatte.
»Noch ein Punkt, weshalb wir viel besser zueinander passen. Grundsätzlich bin ich lieber passiv und reite sehr gerne meinen Freund, übernehme aber auch mal den aktiven Part. Der Sex mit ihm war ok, aber mit dir gestern war er grandios. Wie schauts bei dir aus?«
»Eigentlich genau umgekehrt und wegen gestern kann ich dir nur recht geben.«
»Siehst du, wir sind das perfekte Paar und gut zu wissen, dann weiß ich nun, was du magst«, sagte er und fuhr mit seinem Finger über mein Loch.

Es dauerte nicht lange, bis Veit wieder auf mir saß und uns langsam, aber stetig in unseren ersten Orgasmus des Tages trieb. Schnelle Nummern waren manchmal echt geil, aber dieses langsame, leidenschaftliche und intensive war um Längen besser. Ein super Start in den Tag. Wenigstens konnte auch er nicht genug bekommen und unter der gemeinsamen Dusche ging es noch einmal heiß her. Wir gingen danach noch gemeinsam frühstücken und wieder bei mir wollte ich noch einmal den Ablauf der Geburtstagsfeier durchgehen. Ich war schon nervös, als ich mir das Kostüm anzog, aber als wir dann tatsächlich vor dem Haus standen, hatte ich richtiges Lampenfieber.

»Komm schon Süßer, ich weiß, dass du das großartig machen wirst«, motivierte mich Veit.
Also Augen zu und durch. Der Start verlief noch etwas holprig, aber Veit riss mich immer wieder mit und gab mir Vorlagen, was ich sagen konnte. Am Ende hat es richtig Spaß gemacht und ich war wieder beeindruckt von ihm, wie er die Kids in seinen Bann zog. Er blieb von Anfang bis Ende in seiner Rolle. Auch die Eltern waren begeistert und gaben uns ein ordentliches Trinkgeld. Wir verabschiedeten uns und stiegen ins Auto. Ich war so gespannt, was er sagen würde.
»Und wie war ich?«, fragte ich aufgeregt, aber er sagte kein Wort, startete den Wagen und fuhr los.

Ich war verwirrt. Erst recht, als Tränen über seine Maske liefen.
»Habe ich irgendetwas falsch gemacht?«, fragte ich verunsichert, aber er nahm nur meine Hand und drückte sie fest.
Wir waren aus dem kleinen Ort draußen und bei einem kleinen Parkplatz hielt er plötzlich an, stieg aus und ging um das Auto. Ich verstand die Welt nicht mehr und verließ das Auto. Er lehnte an der hinteren Seitentür und hatte die Maske abgenommen. Jetzt konnte ich die Tränen genau sehen, welche seine Wangen hinunterliefen. Er sah auf den Boden und knetete die Maske zwischen seinen Händen.
»Veit, was hast du? War ich so schlecht?«, fragte ich, nickte, stand nur da und sah ihn an.
Sofort fand ich mich in seinen Armen wieder, dicht an ihn gepresst und der Kuss, der folgte, riss mich fast von meinen Füßen.

»Du warst großartig«, sagte er und sah mich mit seinen Augen an, welche durch die Tränen im Sonnenlicht schimmerten.
»Aber warum weinst du?«, fragte ich ihn und wischte ihm die Tränen von den Wangen.
»Das sind Freudentränen, weil du mich so unendlich glücklich machst. Für dich mag es nur ein kleiner Auftritt gewesen sein, aber mir bedeutet es unendlich viel, dass du dabei warst und auch so einen Spaß hattest. Es muss total dämlich für dich klingen, aber danke, dass du das für mich gemacht hast und sorry, dass ich es nicht gleich gesagt habe, aber ich konnte dich schlecht im Auto küssen, wenn die Kids uns dabei zusehen konnten.«, erklärte er mir und mir wurde ganz warm ums Herz.

»Ich würde es jederzeit wieder für dich machen, wenn du das möchtest«, meinte ich ernst, wenn ich ihm damit so eine riesige Freude machen konnte.
»Wirklich? Und wie ich das möchte. Andi Ich liebe dich.«, platzte er heraus und bemerkte in dem Moment selbst, welche Worte gerade seinen Mund verlassen hatten.
»Sorry, ich weiß selbst, wie schräg das nach einem Tag klingen mag, aber es ist das, was ich gerade tief in mir fühle. Es ist ok, wenn du noch nicht so weit bist, um es zu erwidern, aber ich hoffe, du wirst es irgendwann sein.«
»Sei ruhig. Den gleichen Gedanken hatte ich gestern selbst, als wir im Bett lagen und du in meinen Armen eingeschlafen bist«, sagte ich und bekam einen umwerfenden Kuss nach dem anderen.

»Dann müssen wir uns jetzt in Schale werfen und ich führe dich schick zum Essen aus. Wir müssen darauf anstoßen.«, schlug er vor.
»Oder wir holen uns irgendwo etwas zu trinken, fahren nach Hause, kuscheln uns aufs Sofa und lassen uns etwas zu essen kommen. Ich meine, ich gehe gerne mit dir essen, aber ich will gerade nichts lieber, als den Rest des Tages in deinen Armen zu verbringen.«, machte ich den Gegenvorschlag.
»Du willst tatsächlich so in einen Supermarkt gehen?«, fragte er ungläubig.
»Wir sind gerade so vor einem Haufen Kinder umhergesprungen, da werden wir es wohl schaffen, uns eine Flasche Wein zu kaufen.«
»Dann los. Ich kann es kaum erwarten.«, meinte er und war schneller wieder im Auto als ich.
Die Blicke im Supermarkt waren herrlich, wie blöd die Leute aus der Wäsche schauten, als Batman und Robin Hand in Hand durch den Supermarkt spazierten.

Es waren die schönsten Osterferien, die ich je erlebt hatte. Veit war mehr als nur mein fester Freund, er war wie mein Seelenverwandter. Jede freie Minute haben wir seitdem miteinander verbracht. Schon als er früh das Haus verließ, freute ich mich darauf, bis er endlich wieder nach Hause kam. Am Ende der Osterferien musste ich vormittags auch in die Schule. Die normalen Besprechungen eben. Nachdem alle Kollegen versammelt waren, setzte uns unsere Kollegin und gleichzeitig Direktorin über alle neuen Informationen in Kenntnis. Zu meinem Entsetzen betraf ein Programmpunkt davon Veit.

»Wie fandet ihr unseren diesjährigen Osterhasen? Leider kamen mir ein paar negative Kommentare bezüglich seines Outfits zu Ohren, weswegen ich mich fast dazu gezwungen fühle, sein Honorar zu kürzen oder sogar komplett einzubehalten«, eröffnete meine Chefin die Diskussion.
Meine jüngeren Kolleginnen gaben ein positives Feedback. Gut, die meisten waren, dass sie ihn heiß fanden. Problematisch waren die älteren, diese überwogen und waren empört über sein Auftreten. So ein »Pornohase« ginge gar nicht. Teilweise zogen sie Veit richtig in den Dreck. Ich wurde einfach stinkesauer, wie sie so abwertend über ihn sprachen.
»Was hast du dazu zu sagen, André?«, fragte meine Chefin.
»Ach, der stand doch bestimmt selbst auf den pinken Hasen. Ist doch klar«, sagte die Kollegin, welche mich schon immer für meinen Lebensstil verachtete. 

Das brachte endgültig das Fass zum Überlaufen und ich wandte mich zuerst an meine Chefin.
»Vielleicht sollte man sich erst einmal mit dem Dienstleister in Verbindung setzen, wieso er in solch einem Kostüm hier auftreten musste. Dann hätte er dir sicher auch erklärt, dass er in der Zeit versuchte, das bestmögliche Kostüm zu organisieren, das er finden konnte. Du hast ihn kurz vor knapp gebucht, weil der alte Hase in Rente gegangen ist. Blöd nur, dass ihm das falsche Kostüm einen Tag vorher geliefert wurde und er das Beste draus machte. Sonst hättet ihr keine Osterhasen gehabt. Wäre auch scheiße gewesen, oder?«

Sie schaute mich an wie ein Auto und dann war der Rest dran.
»Und ganz im Ernst, ja, vielleicht sah er in dem Kostüm heiß aus, aber denkt ihr ernsthaft, das hätte irgendeines der Kids interessiert? Er hat mit ihnen gesungen, getanzt und gespielt und zumindest in meiner Gruppe haben alle einen riesigen Spaß mit ihm gehabt. Ach so, und eure dämlichen Vorurteile könnt ihr euch echt sparen.«, beendete ich meinen Aufstand.

»Woher weißt du das alles?«, fragte mich meine Chefin.
»Einfach, weil ich mich mit ihm unterhalten habe. Meine Klasse war die letzte und ich habe ihn auf sein Kostüm angesprochen. Also nein, ich finde, er sollte normal bezahlt werden, denn seinen Job, für den er angefragt wurde, hat er zu einhundert Prozent erledigt.«
»Stimmt das?«, fragte meine Chefin nun den Rest der Klassenleiter.
Obwohl sie erst herumdrucksten, bestätigten sie alle meine Aussage. Damit war das Thema vom Tisch und ich hatte mir neue Feinde gemacht. Ich machte drei Kreuze, als die Besprechung endlich ein Ende fand und sich alle ins Wochenende verabschiedeten.

Auf dem Weg zu meinem Fahrrad fing mich meine Lieblingskollegin ab.
»Gib’s zu, du hattest doch was mit dem heißen Hasen? Sonst wärst du nicht so ausgeflippt da oben.«, fragte sie neugierig.
»Er ist seit dem Tag mein Freund.«
»Echt jetzt? Und ist er wirklich ein Stripper?«, hakte sie nach.
»Nein, ist er nicht! Er ist Steuerfachangestellter und tritt nebenbei als Superheld auf Kindergeburtstagen auf und seit Neuestem helfe ich ihm dabei.«, erklärte ich ihr.
»Jetzt erzählst du aber Blödsinn«, meinte sie und fing an zu lachen.
»Nein, ernsthaft. Hier, schau.« Ich hielt ihr mein Handy vor die Nase und zeigte ihr Bilder von der ersten Geburtstagsparty.
»Wow, ihr macht eine verdammt gute Figur zusammen. Das steht ihm besser als der Hase. Aber du hast es verdient, jemanden gefunden zu haben, der dich glücklich macht«, sagte sie, noch bevor wir uns verabschiedeten.

Als Veit am Abend nach Hause kam, fiel er mir freudestrahlend in die Arme.
»Schatz, Ich habe eine Mail von deiner Chefin bekommen. Hatte mich schon gewundert, dass sie bisher noch kein Geld überwiesen hat. Aber sie lobt mich in hohen Tönen und hat mich gleich für nächstes Jahr gebucht. Aber mit einem altersgerechten Kostüm. Das schaffe ich sicher bis dahin zu besorgen.«
Was für eine falsche Schlange, dachte ich mir.
»Was schaust du so grimmig?«, fragte er, als ich mir die Mail durchlas und ihm von meinem Vormittag erzählte.
»Du verarschst mich. Ne, danke, unter den Umständen sag ich gleich ab, aber lieb von dir, dass du mich so verteidigt hast«, meinte er und wollte mir sein Handy aus der Hand nehmen.
»Nein, bitte nicht. Ich will keinen anderen Hasen als dich. Lass die alten Schachteln reden, die jungen fanden dich alle heiß und ich ganz besonders.«

Im nächsten Jahr hatte er sich ein schönes Osterhasenkostüm besorgt. Diesmal auch in Braun und niemand konnte mehr etwas daran aussetzen. Ab da wurde er jedes Jahr aufs Neue gebucht. Sein rosa Osterhasenkostüm wurde zu unserem persönlichen Running Gag. Jedes Jahr zu Ostern weckte er mich damit. Nun hatte das Kostüm aber in seinem Schritt und seinem Hintern ein Loch. So musste ich die Eier nie suchen, sie hingen gut sichtbar heraus und ich konnte im Gegenzug meinen heißen Plüschhasen rammeln wie ein richtiges Karnickel. 

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1 Gedanke zu „Auf Eiersuche mit dem Osterhasen“

  1. Mit deinen Geschichten drückst du soviel Eigenschaften aus. Die Spannung wie die jeweilige Geschichte endet ist immer wieder beeindruckend. Der Sex steht bei dir immer ein wenig im Hintergrund, wenn es dann dazu kommt ist er so schön zärtlich und erregend geschrieben, das der kleine Tim sehr nervös wird und mitmachen möchte. Auf jeden Fall sorgt er dafür das die Hose immer enger wird. Danke für die vielen Eindrücke die deine Geschichten haben. Ich denke du Spiegelts dein eignes Wesen sehr gut dar.

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